Orientierungslauf in Deutschland


Niggli und Dæhli siegen beim O-Ringen

Mehrere Jahre nach dem offiziellen Rücktritt vom Leistungssport feierte Simone Niggli (Schweiz) den Sieg in der Damen-Elite beim O-Ringen. Die Herrenkonkurrenz gewann Magne Dæhli (Norwegen). Ohne deutsche Beteiligung wurden auch bei den Juniorinnen und Junioren 18 und 20 Eliteklassen angeboten. Ann-Charlotte Spangenberg (TG 1860 Münden) siegte in der Juniorinnenkategorie D 20.

Postenstandort beim O-Ringen
Postenstandort beim O-Ringen  Foto: Steffen Lösch

Nach dem dritten Tag lag die für ihren schwedischen Verein Täby OK startende Juniorin noch mit etwas über 10 Minuten Rückstand auf Kerstin Wadman (Göteborg Majorna) auf einem stabilen 2.Platz. Die Göteborgerin starte die beiden letzten Etappen nicht mehr. Eine Verletzung als Grund kann in diesem mehr als harten Geläuf nicht ausgeschlossen werden. Es boten sich ausreichend Gelegenheiten in den ausgedehnten Granitsteingebieten. Als Schützling des langjährigen Mündener Trainers Walter Rehbein hatte Ann-Charlotte nach dem dritten Tag auf ihre Verfolgerin Maiken Ökern Hagard (Konnerud IL) knapp über 6 Minuten Vorsprung, den sie auf die junge Norwegerin bis zur Schlussetappe auf über sieben Minuten ausbauen konnte.

Weitere deutsche Podestplätze kamen nicht zustande. Harald Männel (OL-Team Wehrsdorf) fiel am dritten Tag mit insgesamt über 11 Minuten auf Rang sechs zurück, konnte zwar bei der Kurzstrecke am Tag vier zeitmäßig etwas aufholen, musste sich nach der Schlussetappe dann mit Platz vier zufrieden geben. Doppelweltmeister Helmut Conrad (TU Dresden) lief im Gesamtklassement auf den 13.Rang in der H70, Till Geiler (USV Jena) noch als 19. In der H 18 registriert. Einige weitere Ergebnisse im ersten Fünftel bzw. Viertel ihrer Kategorien gab es dann noch in den diversen Kurz- und Motionkategorien.

Arena Skyttis
Arena Skyttis  Foto: Bernd Wollenberg

Waren die beiden ersten Tage wie berichtet vielfach als schon recht schwierig zu bezeichnen gewesen, stand das am dritten und vierten Tag gewählte Gelände direkt vor der „westlichen Haustür“ von Örnsköldsvik diesem in nichts nach. Vor allem die steilen und vielfach durch starkes Dickicht führenden letzten Teilstücke waren für alle Kategorien doch schon als recht gefährlich einzustufen, weshalb dann mehr als gewöhnlich vorsichtig sich bergab bewegende Läuferscharen zu beobachten waren – selbst etliche der Elitekategorien zogen die Sicherheit vor und unterbrachen so manches Mal ihre ansonsten straffen Tempi. Selbst vor dem Endposten lud dann ein kleiner Steilhang von ca. 1 m Höhe noch einmal zum Stürzen ein. Erst zur Endetappe - am östlichen Rand der Gastgeberstadt gelegen - wurde es etwas weniger felsig und diverse Sumpfpassagen boten gegenüber den vier Vortagen mal einen anderen Untergrund für die geschundenen Füße und Beine an. Allerdings waren diese bedingt durch die lange Trockenperiode auch hierzulande fast gänzlich ausgetrocknet. Anstrengende OL-Tage liegen nun hinter den zum Schluss doch noch über deutlich 16 000 Startern – und dennoch haben sich schon mehrere Hundert für 2019 fest angemeldet. Wenn der „Zug der Zugvögel“ namens Orientierungsläufer wieder gen Norden strömt – dann nach Kolmarden bei Norrköping.

Nachträgliche Anmerkung: Anton Silier (Järfälla OK) belegt Rang 63 in der Gesamtwertung der H18E.


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Autor: Bernd Wollenberg & Daniel Härtelt
Eingestellt am 28.07.2018

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