Orientierungslauf in Deutschland


Großes Team bei Studierenden-Weltmeisterschaften in Kuortane/Finnland am Start

Die World University Orienteering Championships (WUOC 2018) starteten heute mit der gemischten Sprintstaffel im finnischen Seinäjoki. Die deutsche Auswahl konnte dabei mit Rang 13 einen zufriedenstellenden Mittelfeldplatz erreichen. Ab morgen werden täglich weitere Medaillen in den Disziplinen Mittel, Sprint, Lang und Staffel vergeben.

WUOC-Team 2018
WUOC-Team 2018  Foto: Deutsches WUOC-Team 2018

Mit sechs Damen und sechs Herren stellt der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) bei den im Zweijahresrhythmus ausgetragenen Weltmeisterschaften der Studierenden diesmal ein volles Team. Neben einigen Athleten aus dem B-Kader, die sich vordere Platzierungen zum Ziel gesetzt haben, sind auch weniger Erfahrene unter den Nominierten. Betreut wird das gemischte Team von Disziplinchef Nikolaus Risch, Delegationsleiterin Juliane Bötel (adh), Co-Trainer Christoph Prunsche und Physiotherapeut Felix Späth.

Das Team

Damen: Nina Döllgast, Birte Friedrichs, Sabine Rothaug (alle Uni Göttingen), Susen Lösch (Kungliga Tekniska Högskolan Stockholm), Patricia Nieke (TU Dresden), Leonore Winkler (Uni Leipzig)

Herren: Bojan Blumenstein (Norwegian School of Sports Sciences), Moritz Döllgast, Markus Grätsch (beide TU Dresden), Olav Milian Gran (NTNU Trondheim), Joris Hochstetter (Uni Jena), Korbinian Lehner (TU Chemnitz)

Team Sprintstaffel
Team Sprintstaffel  Foto: Deutsches WUOC-Team 2018

Nach der Eröffnungszeremonie am Montagabend im Olympiatrainingszentrum Kuortane bildete die Sprintstaffel heute den sportlichen Auftakt der Wettkampfwoche. Temperaturen um 30°C ließen einen harten Kampf entlang der Flussaue des Friskinlammi erwarten, der es auch wurde. Die Strecken führten durch weitläufiges Wohngebiet, Park- und zu geringem Anteil auch Waldflächen und erwiesen sich als sehr laufbetont. Leider beschränkten sich die Routenwahlen auf wenige Links-Rechts-Entscheidungen, die vor allem auf der Schlussrunde im Bereich einiger Brücken zu fällen waren. Der restliche Teil der Bahnen ähnelte eher einem Straßenlauf mit häufigem Gegenlauf.

An der Spitze entwickelte sich daher ein enges Rennen mit geringen Rückständen. Fehler der Führungstram gab es für die Zuschauer, die durch einige bewegte Live-Kameras, GPS-Tracking und Speaker auf dem Laufenden gehalten wurden, diesmal kaum zu sehen. So entschied vor allem das Laufvermögen über die endgültigen Platzierungen. Am schnellsten unterwegs war das Team aus der Schweiz, das sich ab Läufer drei absetzen konnte und gefolgt von den Mannschaften aus Polen und Frankreich die Ziellinie überquerte. In der Besetzung Susen Lösch, Moritz Döllgast, Bojan Blumenstein und Leonore Winkler lief das deutsche Team mit einem Rückstand von lediglich 4:17 min auf einen zufriedenstellenden 13. Platz. Alle vier berichteten von nahezu fehlerfreien Läufen und hätten sich anspruchsvollere Bahnen gewünscht.

Bojan im Einlauf zum Wechsel
Bojan im Einlauf zum Wechsel  Foto: Deutsches WUOC-Team 2018

Am morgigen Mittwoch werden bei Lapua ab 10 Uhr Ortszeit die Entscheidungen über die Mitteldistanz gefällt. Im mit Felsplatten und Steinen durchsetzten Gebiet wird der orientierungstechnische Anspruch ein ganz anderer sein. Je vier Damen und Herren werden dort die deutschen Farben vertreten. Aufgrund der Herabsetzung der Altersgrenze auf 25 Jahre und dem größeren Teilnehmerfeld als in den Vorjahren (116 Damen, 133 Herren) ist es schwierig, Prognosen über mögliche Platzierungen zu treffen. Lassen wir uns überraschen und die Daumen drücken. Die Vorfreude auf den kommenden Tag ist im Team auf jeden Fall groß.

Ergebnisse Sprintstaffel


1. Schweiz (Gross, Egger, Hadorn, Ruch)			56:55 min
2. Polen (Stankiewicz, Parfianowicz, Wolowczyk, Hornik) 57:42 min
3. Frankreich (Poirot, Delenne, Perrin, Hanauer) 57:53 min
13. Deutschland (Lösch, Döllgast, Blumenstein, Winkler) 61:12 min


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Autor: Nina Döllgast
Eingestellt am 17.07.2018

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