Orientierungslauf in Deutschland


Viermal Edelmetall für Deutschland

Mit gleich vier Medaillen und einem Platz in den Top 6 endeten die diesjährigen Senioren-Weltmeisterschaften im dänischen „Grib Skov“ unweit von Hillerød. Während Helmut Conrad (USV TU Dresden) mit seinem Sieg über die Langdistanz seine dritte Medaille holte und damit zu den sechs Teilnehmern der WM mit 2 x Gold und 1 x Silber zählt, konnte sich Veronika Lange (USC Magdeburg) über ihren ersten Titel freuen.

Veronika Lange gewinnt in der D60.
Veronika Lange gewinnt in der D60.  Foto: Konrad Tonn

Als Ranglistenführerin ist Veronika Lange in Deutschland vielen Orientierungssportlern bekannt. Die Magdeburger Orientierungsläuferin holte zur Entscheidung über die Langdistanz in der D60 den Tagessieg und damit die Goldmedaille. Ebenso ungläubig wie Veronika Lange stand Hanka Straube (SV Lengefeld) vor der Ergebnisanzeige, die ihr den zweiten Platz der D 45 signalisierte. Die vierte Medaille für das deutsche Team holte sich mit Bronze der Neubrandenburger Nils Schmiedeberg in der H 50. Auf einen vierten Rang kam nach einem durchwachsenen Lauf Michael Thierrolf (TSG Bad Koenig), dem zu Bronze nach seinen 8,1 km lediglich 10 Sekunden fehlten.

Helmut Conrad holt einen weiteren Titel.
Helmut Conrad holt einen weiteren Titel.  Foto: Konrad Tonn

Die beiden Finalläufe der Walddisziplinen waren zwar unterschiedlich geprägt, doch waren auch bei der Langstrecke die dichten grünen Waldabschnitte und die unzähligen Hügel vielfach entscheidend für die Ergebnisse, denn selbst bei den Zieleinläufen gab es keinen, der sich seines erzielten Resultats sicher war. Hinzu kamen vor allem im letzten Teil der Strecken sehr viele Schneisen in unaufgeräumten Kiefernbeständen, an denen an kleineren Reliefdarstellungen oder Minisümpfen viele Posten standen. Durch das kreuz und quer Laufen vieler der gestarteten Seniorinnen und Senioren, war es vielfach unmöglich, seine gewählte Route zu verfolgen bzw. es wurden viele Starter regelrecht abgelenkt beim Konzentrieren.

Hanka Straube bei der Siegerehrung.
Hanka Straube bei der Siegerehrung.  Foto: Konrad Tonn

Überhaupt spielte die Aufrechterhaltung der Konzentration bis zum unmittelbaren Zieleinlauf eine wesentliche Rolle, denn die drückende Hitze ließ selbst bei so manchem erfahrenen Orientierungsläufer gegen Ende Unsicherheiten aufkommen. Es war erstaunlich zu erfahren, welche simplen Fehler da begangen wurden. Weltmeisterin Veronika Lange verlegte sich beim Erkennen dieser Gefahr schon frühzeitig auf das alte „Schritte zählen“ – das half ganz offensichtlich!


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Autor: Bernd Wollenberg & Daniel Härtelt
Eingestellt am 13.07.2018

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