Orientierungslauf in Deutschland


Silber für Helmut Conrad über die Mitteldistanz

Eine erneute WM-Medaille bei den Senioren-Weltmeisterschaften erlief sich Altmeister Helmut Conrad (H 75, TU Dresden) in den dichten Wäldern um Tisvilde im nördlichsten Teil der dänischen Hauptinsel. Dachten die Starter nach dem Qualifikationslauf vom Dienstag das Terrain nun einigermaßen interpretieren zu können, war zum Finale vieles doch anders als erwartet und so mancher fand sich schon kurz nach dem Start im Abseits wieder.

Helmut Conrad beim Lauf über die Mitteldistanz
Helmut Conrad beim Lauf über die Mitteldistanz  Foto: Konrad Tonn

Mehrere kleinere Ungenauigkeiten im dichten Unterbewuchs bei sehr fein gestellten Posten verhinderten das zweite Gold von Helmut Conrad in der neu eingeführten Mitteldistanz. Von den weiteren A-Finalisten erreichte kein deutscher Teilnehmer einen Medaillenplatz. Unter den TOP 12 konnten sich mit Sabine Juckelandt (Platz 6 / D 55, Robotron Dresden), Nils Schmiedeberg (Platz 6 / H 50, Turbine Neubrandenburg), Michael Finkenstaedt (Platz 7 / H 50, OSC Hamburg), Hanka Straube (Platz 10 / D 45, SV Lengefeld) und Erika Lemnitzer (Platz 11 / D 75, Kaulsdorfer OLV) zumindest noch fünf weitere deutsche Aktive platzieren.

Sehr viele Posten in diversen kleinen Tälchen oder an einer der unzähligen Kuppen verwirrten selbst gestandene Orientierungsläufer wie z.B. den mehrfachen Weltmeister Jörgen Martensson (Schweden). Der Wahlnorweger verlor im Grün einiges an wertvollen Sekunden und fand sich dann auf Platz vier wieder. Auch die haushohe Favoritin der D 40 und mehrfache Eliteweltmeisterin Simone Niggli (Schweiz) musste einige Zusatzrunden absolvieren und war sich beim Zieleinlauf nicht sicher, ob das noch ausreichte. Ihr Glück war, dass es ihren Konkurrentinnen genau so erging. Arg traf es hier die nur eine Minute vor ihr gestartete Kristin Hagen-Ritzenthaler (TSV Jetzendorf), die dann mit 15:29 min Rückstand auf Platz 33 einlief. In dem dichten, unübersichtlichen Geläuf waren vielfach nicht einmal die normalen Höhenstrukturen (2,5 m) erkennbar.

Anreise zu Fuß zum WKZ mitten im Wald
Anreise zu Fuß zum WKZ mitten im Wald  Foto: Bernd Wollenberg

Interessant ist der neue Qualifikationsmodus für die am Freitag folgende Langstrecke: Aus der Qualifikation vom Dienstag für die Mitteldistanz und dem Ergebnis des Finallaufes der Mitteldistanz wird mit einem neu entwickeltem System die Zuordnung zu den jeweiligen Startgruppen zum Finale der Langdistanz ermittelt. So können die Letztplatzierten eines jeweiligen Finales der Mitteldistanz noch in ein niedrigeres Finale der Langdistanz absteigen. Die Bestplatzierten können ebenso in Kombination mit den Qualifikationsergebnisse vom Dienstag aufsteigen.

Gelaufen wird am Freitag im Waldgebiet nördlich von Hillerød.


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Autor: Bernd Wollenberg & Daniel Härtelt
Eingestellt am 11.07.2018

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