Orientierungslauf in Deutschland


Colin Kolbe ist Juniorenweltmeister!

Colin Kolbe gewinnt den Weltmeisterschaftslauf der Junioren über die Sprintdistanz. 27 Jahre nach dem letzten Titel bei den Junioren durch Kristin Liebich steht mit dem Lübbecker Orientierungsläufer wieder ein Deutscher ganz oben auf dem Podest. Das Damenrennen gewann erneut die Schweizer Überfliegerin Simona Aebersold. Ann Charlotte Spangenberg (TG 1860 Münden) lief als beste deutsche Dame auf Rang 30 in der Altstadt von Kecskemét.

Colin Kolbe bei der Siegerehrung
Colin Kolbe bei der Siegerehrung  Foto: Nationalteam

Schon bei den Interviews im Vorfeld der Weltmeisterschaften waren bei den deutschen Nachwuchskadern der absolute Wille und das Selbstvertrauen zu erkennen, welches für eine herausragende Leistung eines jeden Einzelnen notwendig ist. So war es für den amtierenden Deutschen Meister nach einem durchwachsenen Rennen über die Langdistanz auch kein Problem sich komplett neu auf die Sprintdistanz zu fokussieren.

Vor dem Wettkampf hatte der in Dortmund lebende Student das Rennen schon mehrfach im Kopf absolviert und von einer Platzierung in den Top15 geträumt.

Juniorenweltmeister
Juniorenweltmeister  Foto: Nationalteam

Als drittletzter Starter ging Colin dann konzentriert auf die 4,1 km lange Bahn. Komplett fehlerfrei kam wohl kaum ein Läufer durch den Mix aus Wohngebieten, Durchgängen, Brücken, weitläufigen Parks mit gesperrten Bereichen sowie natürlichen und künstlichen Barrieren. Im relativ dicht gesetzten Postenbereich 6-9 gingen auf dem Weg zum neunten Kontrollpunkt einige Sekunden verloren. Da Colin die gesamte Bahn mit bestechender Form „im Flow“ absolvierte und bei den unterschiedlichsten kleineren und größeren Routenwahlen stets die richtige Entscheidung traf, gab der Nationalläufer ab dem 17. Kontrollpunkt virtuell die Führung nicht mehr ab.

Somit gab es nach dem Zieleinlauf neben den Trainern und Aktiven vor Ort wohl nicht wenige Orientierungssportler und Fans, die jubelnd vor den Live-Ergebnissen saßen und beteten, dass dies kein Traum war.

Ann Charlotte Spangenberg wird beste deutsche Dame.
Ann Charlotte Spangenberg wird beste deutsche Dame.  Foto: JWOC2018

Die Podestplätze komplettierten Matthew Fellbaum (Großbritannien) auf Rang 2 sowie Otto Kaario (Finnland) und Kasper Fosser (Norwegen) auf einem geteilten dritten Rang.

Aber auch Erik Döhler (TUS Rüppur) und Ole Hennseler (MTV Seesen) zeigten mit den Rängen 31 und 43 erneut eine gute Leistung.

Im Damenrennen lief Simona Aebersold die 3.7 km erneut in einer eigenen Liga und siegte mit 26 Sekunden Vorsprung auf Tereza Janosikova (Tschechien) und Csilla Gardonyi (Ungarn).

Ann Charlotte Spangenberg lief ein stabil starkes Rennen. Durch einen Fehler am vorletzten Kontrollpunkt fiel die Mündener Orientierungsläuferin noch vom 25. auf den 30. Rang zurück.

Mareike Seeger (OLG Regensburg), Birte Friedrichs (MTV Seesen) und Isabel Seeger (OLG Regensburg) beendeten des Rennen auf den Plätzen 47, 53 und 56.

Am Mittwoch findet keine Entscheidung statt. An diesem Tag können sich die Teams auf die Staffel und die Qualifikationsläufe der Mitteldistanz vorbereiten, welche am Donnerstag in Bócsa folgt.

Ergebnisse


Damen

1. S. Aebersold		Schweiz			15:35 min
2. T. Janosikova Tschechien 16:01 min
3. C. Gardonyi Ungarn 16:37 min
30. A.C. Spangenberg Deutschland 18:10 min
47. M. Seeger Deutschland 18:45 min
53. B. Friedrichs Deutschland 19:02 min
56. I. Seeger Deutschland 19:06 min
104. H. Hänsel Deutschland 20:55 min


Herren

1. C. Kolbe		Deutschland		15:48 min
2. M. Fellbaum Großbritannien 15:56 min
3. O. Kaario Finnland 15:57 min
3. K. Fosser Norwegen 15:57 min
31. E. Döhler Deutschland 17:00 min
43. O. Hennseler Deutschland 17:26 min
122. C. Klein Deutschland 20:16 min


Interview der Sieger


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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 10.07.2018

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