Orientierungslauf in Deutschland


Gelungener Auftakt zur Junioren-WM

Mit einem 12. und einem 20. Platz konnten Ole Henseler (MTV Seesen) und Erik Döhler (TUS Rüppur) zum Auftakt der Junioren-Weltmeisterschaften die Erwartungen erfüllen. Die besten deutschen Juniorinnen waren Birte Friedrichs (MTV Seesen) und Isabel Seeger (OLG Regensburg) auf den Rängen 37 respektive 56. Die überlegenen Sieger über die Langdistanz kamen aus der Schweiz und aus Norwegen.

Ole Hennseler gezeichnet beim Interview im Ziel
Ole Hennseler gezeichnet beim Interview im Ziel  Foto: Nationalteam

Der Wettergott meinte es gut mit den über 300 Juniorinnen und Junioren. Zum Auftakt der Junioren-WM im ungarischen Kecskemét wurde es nichts mit der befürchteten Hitzeschlacht. Mit Temperaturen um die 24 Grad und zeitweise leichtem Nieselregen herrschten für alle Starter faire Bedingungen. Bei einem Startfenster von 9 bis 14:30 Uhr ist dies naturgemäss nicht selbstverständlich.

In der ungarischen Steppe gab es sowohl bei den Junioren als auch bei den Juniorinnen überlegene Sieger. Die nun achtfache Juniorenweltmeisterin Simona Aebersold aus der Schweiz siegte mit einem Vorsprung von 5:03 auf die Ungarin Zsofia Sarkozy und die Tschechin Tereza Janosikova. Bei den Junioren schwang der Norweger Kasper Fosser mit 4:21 Vorsprung oben auf. Zweiter wurde der Franzose Mathieu Perrin vor dem Tschechen Daniel Vandas.

Ole Henseler und Erik Döhler konnten die Erfahrungen aus den Trainingslagern von den deutschen Athleten am besten umsetzen. Mit soliden Läufen in die Top-20 dürfen sie für den weiteren Verlauf der WM zuversichtlich sein. Colin Kolbe (TUS Lübbecke) kämpfte nach einem guten Start, der ihn bei Posten 3 noch in Führung sah, mit gesundheitlichen Problemen, welche einen deutlichen Leistungseinbruch auf der zweiten Streckenhälfte zur Folge hatten.

Cedrik Klein am Posten zur Langdistanz
Cedrik Klein am Posten zur Langdistanz  Foto: Nationalteam

Birte Friedrichs war mit ihrem 37. Rang nicht glücklich. Die Ziele waren höher gesteckt. Ebenso wollten sich Isabel und Mareike Seeger (beide OLG Regensburg) über ihre Platzierungen in der ersten Hälfte nicht so richtig freuen und streben eine Steigerung in den kommenden Wettkämpfen an. Ann-Charlotte Spangenberg (TG 1860 Münden) verzeichnete nach einem guten ersten Wettkampfdrittel einen Blackout, was mit einer über 10-minütigen Suchaktion verbunden war.

Das über weite Teile offene Wettkampfgelände erforderte ein schnelles Laufen auf anspruchsvollem sandigem Untergrund. Präzises Arbeiten mit dem Kompass war erforderlich, um sich durch die zahlreichen kleinen undurchdringlichen Dickichte nicht von der Richtung abbringen zu lassen. Im Kontrast dazu standen zu Beginn des Laufes einige Waldpassagen, welche mit passierbaren Dickichtstreifen, die Entscheidung zwischen Kampf oder Umlaufen erforderten.

Deutsches Team zur Eröffnungszeremonie
Deutsches Team zur Eröffnungszeremonie  Foto: Nationalteam

Am Dienstagnachmittag geht es weiter mit der Entscheidung im Sprint. Der Start erfolgt im Stadtkern von Kecskemét zwischen 14 und 16:45 Uhr.









Ergebnisse


Damen (10,2 km, 18 Posten)

1. S. Aebersold		Schweiz		54:37 min
2. Z. Sarkozy Ungarn 59:40 min
3. T. Janosikova Tschechien 60:33 min
37. B. Friedrichs Deutschland 70:48 min
56. I. Seeger Deutschland 73:09 min
61. M. Seeger Deutschland 73:37 min
82. H. Hänsel Deutschland 78:36 min
92. A.C. Spangenberg Deutschland 81:30 min


Herren (15 km, 29 Posten)

1. K. Fosser		Norwegen	69:25 min
2. M. Perrin Frankreich 73:46 min
3. D. Vandas Tschechien 75:02 min
12. O. Hennseler Deutschland 77:26 min
20. E. Döhler Deutschland 79:10 min
80. C. Kolbe Deutschland 93:46 min
137. C. Klein Deutschland 109:11 min


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Autor: Thomas Meier
Eingestellt am 09.07.2018

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