Orientierungslauf in Deutschland


Dreimal Edelmetall zur Senioren-Weltmeisterschaft

Mit Helmut Conrad (USV TU Dresden), Michael Finkenstädt (OSC Hamburg) und Erika Lemnitzer (Kaulsdorfer OLV) errangen drei deutsche Starter beim Auftakt der diesjährigen Weltmeisterschaften der Senioren im historischen Zentrum der dänischen Hauptstadt Edelmetall für das deutsche Team. Ähnlich wie beim Stadt-OL in Venedig war das Wasser ein prägendes Element der Karte zum Finale über die Sprintdistanz. Mit Touristenströmen mussten alle Teilnehmer in Kopenhagen ebenso gut umgehen können.

Michael Finkenstädt über die Sprintdistanz.
Michael Finkenstädt über die Sprintdistanz.  Foto: Konrad Tonn

Für die ersten beiden deutschen Goldmedaillen sorgten Michael Finkenstädt (H50) und Helmut Conrad (H75). Erika Lemnitzer lief in der D75 auf den dritten Rang.

Kristin Hagen-Ritzenthaler (Platz 4 D40 / TSV Jetzendorf) fehlten für Bronze 34 Sekunden, Kristina Bringezu (Platz 5 D45 / OLV Potsdam) dagegen lediglich 8 Sekunden. Noch geringer fiel mit nur 7 Sekunden der Rückstand für den aus der „Poleposition“ gestarteten Michael Thierolf (Platz 6 H55 / TSG Bad König) aus.

Nils Schmiedeberg (Platz 5 H50 / Turbine Neubrandenburg) haderte um 10 Sekunden zu Bronze – eine einzige ungünstigere Route war die Ursache und ein kurzzeitig parkender Lieferwagen gerade in einer der vielen teils sehr engen Passagen brachte bei einer ansonsten fehlerfreien Bahn Raik Zschäkel (Platz 8 H50 / IHW Alex 78 Berlin) 16 Sekunden Rückstand ein. Die ebenfalls und für sie selbst völlig überraschend in „Poleposition“ gestartete Veronika Lange (Platz 20 D60 / USC Magdeburg) startete von Beginn an übernervös und konnte ihre sonst gute Konzentration zu keiner Zeit herstellen.

Helmut Conrad auf den letzten Metern.
Helmut Conrad auf den letzten Metern.  Foto: Konrad Tonn

Die Touristenmassen waren in Kopenhagen beim Sprint-Finale der Senioren rund um das alte Schloss und die diversen Sehenswürdigkeiten teilweise so zahlreich, dass vielfach die Posten kaum zu erkennen waren. Die vielen engen Durchgänge, die teilweise gerade einmal für zwei Personen nebeneinander Platz boten, taten ein Übriges, um die notwendige Konzentration auf Kartenlesen und Tempolaufen stark zu beeinträchtigen. Somit fanden sich viele Teilnehmer immer wieder vor nicht erkannten Mauern oder Hecken wieder. Zeit- und kraftkostende Umwege mussten daher immer wieder in Kauf genommen werden.

Durch die Organisatoren waren 400 ehrenamtliche Helfer eingesetzt, die diesen Stadtsprint für über 4200 Orientierer absicherten, so dass es zu keinerlei Störungen kam. Allerdings beeinträchtigte die feuchtwarme Luft vor allem die älteren Semester, die quer durch die Stadt bei ihren Läufen selbst von völlig unbeteiligten Passanten bei Erkennen der Altersklassen von 35 bis 95 lautstark angefeuert wurden.

Die deutschen Medaillengewinner beim ersten Finale.
Die deutschen Medaillengewinner beim ersten Finale.  Foto: Bernd Wollenberg

Mit dem Modelevent für die tags darauf folgende Qualifikation der Mitteldistanz geht es am Montag weiter. Dann bewegt sich der Tross der Orientierer und ihrer Begleiter durch die Wälder um Tisvilde.


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Autor: Bernd Wollenberg & Daniel Härtelt
Eingestellt am 08.07.2018

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