Orientierungslauf in Deutschland


JLVK – Sachsen siegt, aber nicht überall

Ein sonniges JLVK-Wochenende ist vorbei und am Ende gab es mit dem Landesverband Sachsen einen erwartbaren und klaren Gesamtsieger. Damit können die Sachsen den Deutschland-Pokal bereits das dritte Mal in Folge mit nach Hause nehmen. In der Juniorenwertung mussten sie sich allerdings der Konkurrenz aus Bayern geschlagen geben.

Gesamt- & Jugendsieger Sachsen
Gesamt- & Jugendsieger Sachsen  Foto: Bettina Rudert

Der Einzellauf in Blankenfelde am Samstag stand ganz unter der Frage, wie grün der Wald denn nun tatsächlich sei. Die grüne Hölle erwies sich als dicht bewachsener Laubwald, der mit einer Vielzahl von Löchern und Senken zwar Auffangpunkte bereithielt, aber häufig nur mit Zeitverlusten gequert werden konnte. So erwies sich der Weg außen rum fast immer als die schnellere Route. Zumindest setzen die Sieger und Platzierten auf den vorderen Plätzen auf diese Taktik, wie sie Sprecher Mark Otto im Interview nach dem Zieleinlauf verrieten. Im Duo mit Christian Gieseler (LTV Westfalen) hielt er die Jugendlichen stets auf dem neusten Stand der Ergebnisse, so dass sie bei allen Entscheidungen live mitfiebern konnten. Besonders knapp waren die Ergebnisse in der D-16 und der D-18. In der D-18 lief die Erstplatzierte Meike Hennseler (LTV Niedersachsen) ihre 6,7 km lange Strecke in 59:45 Minuten, Maren Guthier (LTV Hessen) folgte mit fünf Sekunden Abstand. In der D-16 lagen zwischen der Erstplatzierten Josephine Müller (LTV Sachsen) und der Zweitplatzierten Lina Buchberger (LTV Niedersachsen) nur drei Sekunden. Doch es sind nicht zuletzt solche spannenden Entscheidungen, die bei den Landesverbänden immer wieder lautstarke Jubelstürme hervorrufen. Denn auch, wo es nicht zu Podestplätzen gereicht hat, feuerten sich die Teilnehmer eifrig an. Nicht nur Siege bringen Punkte.

Juniorensieger Bayern
Juniorensieger Bayern  Foto: Bettina Rudert

Lautstark ging es am Sonntag mit der Staffel weiter. Das WKZ befand sich hier im KiEZ am Frauensee, das auch als Unterkunft genutzt wurde. Somit konnten sich alle Läufer und Läuferinnen bereits vor dem Massenstart um 9:30 ein gutes Bild vom Wald machen. Denn so offen wie sich das Gelände des KiEZ präsentierte, war es auch ringsherum. Hier lag die Schwierigkeit vor allem darin, die Geschwindigkeit hoch zu halten, sich auf den eigenen Gabelposten zu konzentrieren und auf der Sichtstrecke trotz Publikum und Sprecherteam die Nerven zu bewahren.

Sachsen kam an beiden Tagen mit den Anforderungen am besten zu recht und sicherte sich so zum dritten Mal hintereinander den Gesamtsieg. Platz zwei eroberte sich Niedersachsen und Platz drei Bayern. Die sächsische Dominanz in allen drei Wertungen bekam in diesem Jahr allerdings einen Riss. Den Herbert-Schmidt-Pokal in der Jugendwertung konnten sich die Sachsen zwar sichern, doch der Pokal für die Juniorenwertung ging in diesem Jahr an Bayern. Sachsen erreichte hier nur den dritten Rang nach Niedersachsen. Am Ende spiegeln die Ergebnisse wie jedes Jahr eine Mischung aus einzelnen Top-Platzierungen, solidem Mittelfeld und genügend Läufern in jeder Altersklasse wieder.

Ausgerichtet wurde der JLVK von Helfern aller Berliner OL-Vereine und insgesamt haben alle zu einem positiven Gesamtbild der Veranstaltung beigetragen. Einzig bei der Siegerehrung am Sonntag gab es aufgrund der Berechnung der Jugend-Wertung zwischenzeitlich Verzögerungen.


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Autor: Isabell Jänich
Eingestellt am 06.05.2018

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