Orientierungslauf in Deutschland


Europameisterschaften im Tessin

In der Südschweiz werden ab Sonntag die Europameister im Orientierungslauf bei insgesamt fünf Entscheidungen gesucht. Im Teilnehmerfeld aus 33 Nationen wird auch ein großes deutsches Team um vordere Platzierungen kämpfen. Nach Absprache zwischen dem Deutschen Orientierungssport-Verband (DOSV) und der Internationalen Orientierungssport Föderation (IOF), wird es erstmals speziell produzierte Fernsehclips deutscher Läufer aus dem Tessin geben.

Europameisterschaft im OL
Europameisterschaft im OL  Foto: Fred Härtelt

Das Wettkampfzentrum der Europameisterschaften befindet sich in Cadempino, einer politischen Gemeinde im Bezirk Lugano. Für die zahlreichen touristischen Attraktionen und Seen sowie den mediterranen Kulturmix im italienischsprachigen Teil der Schweiz, wird das deutsche Team wohl eher weniger Zeit aufbringen können, auch wenn die Distanzen zwischen Wettkampfzentrum und Wettkampfgebiet nie mehr als 35 km betragen. Dass die Europameisterschaften in einer der wämsten Gegenden der Schweiz ausgetragen werden, kann allerdings durchaus Auswirkungen auf die Resultate haben.

Am Sonntag beginnen die Europameisterschaften mit dem Vorlauf und dem Finale der Sprintdistanz. Die Entscheidungen über die Mitteldistanz, in der Sprintstaffel und der klassischen Staffel folgen in den Tagen danach. Den Abschluss bildet am Sonntag in einer Woche die Langdistanz.

Nationalteam
Nationalteam  Foto: Fred Härtelt

Das deutsche Team besteht aus folgenden Läufern:

Damen: Arntraut Götsch, Susen Lösch (beide USV Jena), Dorothea Müller (Post SV Dresden), Patricia Nieke, Anna Reinhardt, Paula Starke (alle USV TU Dresden)

Herren: Moritz Döllgast (TV Oberbexbach), Bjarne Friedrichs (MTV Seesen), Marvin Goericke (Berliner TSC), Wieland Kundisch (USV TU Dresden), Philipp Müller (Post SV Dresden), Christoph Prunsche (TUS Lübbecke), Felix Späth (OLG Siegerland)

Betreut werden die Nationalläufer durch die Trainer Thomas Meier, Jan Birnstock sowie durch Josef Neumann.

Gerade die starken Orientierungslaufnationen können bei den Europameisterschaften, die gleichzeitig auch die erste Weltcup-Runde 2018 darstellen, aus dem Vollen schöpfen. Im Gegensatz zu den Weltmeisterschaften können mehr Teilnehmer pro Land an den Start gehen. Eine vordere Platzierung ist daher auch aus deutscher Sicht eine Aufgabe, bei der alle Parameter stimmen müssen.

Landschaft im Tessin
Landschaft im Tessin  Foto: Fred Härtelt

Parallel zu den Europameisterschaften wird ein gut besuchter 5-Tage-OL durchgeführt. Die Teilnehmer werden vermutlich zusammen mit den zahlreich erwarteten Zuschauern vor Ort für das ansprechende Begleitwerk der intensiven Titelkämpfe sorgen. Alle daheimgebliebenen können die jeweiligen Finalläufe über diverse ausländische Fernsehsender und die kostenpflichtige Plattform Live Orienteering verfolgen.

Nachdem der Output im Bereich Öffentlichkeitsarbeit bei Weltcups, Europa- und Weltmeisterschaften in den vergangenen Jahren auf ähnlichem Niveau verblieben ist, wurde durch den DOSV klar die Zielstellung vorgegeben, diesen nach Möglichkeit zu erhöhen. So wurde inzwischen nicht nur der Facebook, Twitter und Vimeo(Video)-Account auf die neue Marschrichtung umgestellt. In Absprache mit der IOF werden in den benannten Medien in diesem Jahr erstmalig während der Entscheidungen kurze Clips mit deutschen Läufern zu sehen sein. Im Anschluss jeder Entscheidung besteht dann das Ziel, eine individuelle Zusammenfassung zu produzieren.

Die Qualifikation über die Sprintdistanz startet am Sonntag ab 9:30 Uhr. Im gut belaufbaren Stadtgebiet von Bellinzona wird mit künstlichen Barrieren gearbeitet. Zum Finale am Nachmittag müssen sich die Läufer in der Altstadt von Mendrisio ebenfalls auf künstliche Barrieren sowie einen Kartenwechsel einstellen.

Zum Sprint steht nur Wieland Kundisch nicht am Start.

Wettkämpfe:


Sonntag, 6. Mai: Sprint Qualifikation ab 09:30 (Bellinzona) + Sprint Finale ab 16:00 (Mendrisio) 
Dienstag, 8. Mai: Mitteldistanz Quali ab 10:00 (Carona)
Mittwoch, 9. Mai: Mitteldistanz Finale ab 10:00 (Serpiano)
Donnerstag, 10. Mai: Sprintstaffel ab 17:00 (Tesserete)
Samstag, 12. Mai: Staffel ab 14:00 (Vaglio)
Sonntag, 13. Mai: Langdistanz ab 09:30 (Capriasca)


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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 05.05.2018

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