Orientierungslauf in Deutschland


Gelungene MOC im katalanischen Durcheinander

Die 14. Mediteranean Open Championships (MOC) fanden dieses Jahr vom 23.-25. Februar in der spanischen Region Katalonien statt. Seit 2005 werden diese, gemeinsam mit der MOC Tour und dem Camp für Eliteläufer, in verschiedenen Mittelmeerländern ausgetragen. Auch eine kleine deutsche Delegation nutze die 3 Wettkämpfe zur Saisonvorbereitung.

Das deutsche Team zusammen mit Kerstin Uiboupin (Estland, 2.v.r.).
Das deutsche Team zusammen mit Kerstin Uiboupin (Estland, 2.v.r.).

Den ersten Sieg über die Nacht-Sprintdistanz sicherten sich Elena Roos (Schweiz) und Tim Robertson (Neuseeland), die beide auch schon im Trainingslager stark auftraten. Die nächtliche Stimmung und romantische Beleuchtung der von schmalen Gassen geprägten Altstadt Montblancs machten den Lauf zu einem besonderen Erlebnis.

Am Samstag mussten auf einer fordernden Langdistanz noch einmal alle Reserven mobilisiert werden. Das Gelände mit teils sehr grünen Flusstälern, unübersichtlichen Hangposten und die spannende Bahnanlage mit Kartenwechsel erforderten gute Planung und hohe Konzentration. Natalia Gemperle (Russland) und Martin Hubmann (Schweiz) überzeugten mit jeweils sehr großem Vorsprung. Zwei gute 19. Plätze gelangen Felix Späth (OLG Siegerland) und Paula Starke (USV TU Dresden) mit technisch sauberen Läufen. Sabine Rothaug (OSC Kassel) und Marvin Goericke (Berliner TSC) hatten teils mit dem ungewohnten Gelände und großen Fehlern zu kämpfen.

Einen gelungenen Abschluss bot am Sonntag eine urbane Mitteldistanz, die durch die historische Hafenstadt Tarragona und ihre zahlreichen römischen Bauten noch einmal bei schönstem Sonnenschein führte. Trotz der Länge ließ die anspruchsvolle Bahn keine Routine aufkommen. Die schnellsten Beine hatten Frederic Tranchand (Frankreich) und bei den Damen einmal mehr Natalia Gemperle (Russland). Zwar waren wohl nur wenige nach der intensiven Woche noch in läuferischer Bestform, doch das Sprintroutine-Training der letzten Tage zeigte Wirkung und alle Deutschen Teilnehmer zogen ein positives Fazit. So ist der denkbar chaotische Auftakt ins Wochenende kaum der Rede wert. Selbst eine geheimnisvolle Startverschiebung beim Prolog am Donnerstag, stundenlange Parkplatzsuche im Verkehrschaos Tarragonas und unbewusst Stress verbreitende Kampfrichter im Vorstart konnten das Bild einer überaus liebevoll organisierten Veranstaltung nicht trüben.

Ergebnisse


Gesamtwertung Damen:

1. Natalia Gemperle (Russland)
2. Anna Dvorianskaia (Russland)
3. Kirsi Nurmi (Finnland)
18. Paula Starke (Deutschland)
24. Sabine Rothaug (Deutschland)

Gesamtwertung Herren:

1. Daniel Hubmann (Schweiz)
2. Jonas Leandersson (Schweden)
3. Isac von Krustierna (Schweiz)
21. Felix Späth (Deutschland)
(Marvin Goericke wegen Krankheit am Samstag nicht gestartet)


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Autor: MOC Team
Eingestellt am 03.03.2018

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