Orientierungslauf in Deutschland


Wettkampfleiter besprechen Neuerungen für die kommende Saison

Worauf muss ich achten, was wird 2018 anders? Wie üblich haben sich die Wettkampfleiter und Technischen Delegierten am Wochenende zu ihrer jährlichen Tagung in Dresden getroffen, um ein Resümee über die Veranstaltungen der vergangenen Saison zu ziehen und sich mit Neuerungen vertraut zu machen.

Wie üblich treffen sich die Wettkampfleiter und Technischen Delegierten im Januar in Dresden.
Wie üblich treffen sich die Wettkampfleiter und Technischen Delegierten im Januar in Dresden.  Foto: Eike Bruns

Wesentlicher Punkt bei der Nachbereitung der Wettkämpfe waren die Probleme mit Genehmigungen, die einige Ausrichter im Jahr 2017 vor großer Herausforderungen gestellt haben. Daraus ergaben sich Empfehlungen für künftige Ausrichter. Prof. Nikolaus Risch gab in seinem Referat Einblicke über die Waldnutzungssituation in Deutschland.
Bei den Neuerungen nahm vor allem die vom DTB geplante Startpass-Reform, die ab 2019 gültig wird, größeren Raum ein und sorgte für längere Diskussionen. Dabei stand die deutliche Kostensteigerung im Mittelpunkt.

In weiteren Fachvorträgen ging es unter anderem um kostenfreie Alternativen für die Kartenaufnahme mit Open Orienteering Mapper. Kai Pastor referierte zudem über die Darstellungsnorm für Waldkarten ISOM 2017, die für internationale Veranstaltungen seit diesem Jahr obligatorisch ist. Jan Müller, TK-Beauftragter für Wettkampfwesen, stellte in Aussicht, dass auf nationaler Ebene dazu Dokumentationen verfügbar gemacht werden. Zudem stellte er die Änderungen vor, die ab März in die Wettkampfbestimmungen einfließen sollen. Dazu gehören eine andere Berechnung der Bundesrangliste, höhere Meldegebühren für den Jugend- und Juniorenländervergleichskampf und kürzere Siegerzeiten bei Deutschen Staffelmeisterschaften. Bereits in diesem Jahr sollen zudem Bundesveranstaltungen im Mischbetrieb aus berührungslosem und konventionellem Stempeln organisiert werden. Spätestens ab 2020 soll dieser Mischbetrieb obligatorisch werden.

Zu diesem Punkt stellte Diethard Kundisch den aktuellen Stand des berührungslosen Stempelsystems SportIdent AIR+ und dessen Einsatz bei Veranstaltungen vor. Weitere Punkte waren Alternativen zur Papiersorte Pretex beim Laserdruck von Karten und die Darstellungsmöglichkeiten von Orientierungslauf im Fernsehen.


Autor: Eike Bruns  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 14.01.2018

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