Orientierungslauf in Deutschland


Förderverein Orientierungslauf – Fels in der Brandung

Geld ist nicht alles. Trotzdem wird auch im deutschen Orientierungssport ein Grundstock benötigt, um trotz vieler ehrenamtlicher Arbeiten zumindest die Handlungsfähigkeit aufrecht zu erhalten und die Nationalläufer bei Weltmeisterschaften starten zu lassen. So sind die Gelder, welche jährlich an den Förderverein Orientierungslauf e.V. gespendet werden, aktuell die Lebensversicherung der Orientierungsläufer.

Der Förderverein unterstützt seit vielen Jahren das Nationalteam.
Der Förderverein unterstützt seit vielen Jahren das Nationalteam.  Foto: Jan Birnstock

In nicht mehr allzu vielen Tagen beginnen die Olympischen Winterspiele in Südkorea. Vermutlich werden nicht wenige Orientierungssportler dann gespannt das Abschneiden der deutschen Teilnehmer verfolgen. Auch wenn bei vielen der dort teilnehmenden Sportler nicht unendlich viel Geld zur Verfügung steht, so ist zumindest der Status einer olympischen Sportart Garant dafür eine gewisse Grundförderung zu erhalten.

Der Orientierungslauf wurde zwar 1977 als olympische Sportart anerkannt. Die finanzielle Lage hat sich aber auf Bundesebene in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert und tendiert nun auf Bundesebene gegen 0. Nach dem Wegfall des Förderplatzes bei der Bundeswehr wurden auch die Zuschüsse des Deutschen Turner-Bundes stetig nach unten gefahren. Die aktuellen massiven finanziellen Probleme des DTB werden mit einem 2011 fertiggestellten Neubau in Verbindung gebracht.

Da auf Bundesebene im Orientierungssport in Deutschland ausschließlich ehrenamtlich gearbeitet wird, gehört es inzwischen schon zur Normalität, dass neben Zeit nicht selten auch Geld mitgebracht wird, um seine Tätigkeit auszuüben. Gerade im Nachwuchsbereich und Leistungssport ist dieser Ansatz aber sehr problematisch, da dadurch diejenigen Talente, welche in finanziell schlechter gestellten Familien leben oder bei nicht so gut situierten Vereinen starten, aufgrund des inzwischen sehr hohen Eigenanteils keine Möglichkeit haben an Maßnahmen teilzunehmen und somit ihr wirkliches Leistungsniveau kaum zeigen können.

Der Pokal ging 2017 an Susen Lösch und Felix Späth.
Der Pokal ging 2017 an Susen Lösch und Felix Späth.  Foto: WOVO

Hinzu kommen die Kaderathleten, welche zur zielgerichteten Vorbereitung auf Wettkämpfe Trainingskilometer in relevantem Gelände brauchen. So sind viele Ergebnisse auf internationaler Ebene kein Selbstläufer, sondern zumeist die Summe aus Vorbereitungszeit, Unterstützung und Trainingskilometern in relevantem Gelände.

Der Förderverein Orientierungslauf sorgt seit mehreren Jahren dafür, dass hier zumindest ein Grundstock an finanziellen Mitteln zur Verfügung steht.

Unabhängig von den gesamten Themen rund um den Leistungssport, gilt es aber auch Ziele zu definieren und die Weiterentwicklung der Orientierungssportarten voranzutreiben. So hat sich der erste Vorsitzende des Fördervereins Orientierungslauf Lutz Spranger auch beim Thema neue Homepage aller Orientierungssportarten aktiv mit eingebracht. Zusammen mit dem Webadministrator Simon Harston wurde sich um die neuen Domain-Namen der aktuell im Teststatus befindlichen Seite gekümmert.

Die Vergabe des Wanderpokals an Susen Lösch und Felix Späth für das Projekt „World Orienteering Volunteer Organisation“ sowie beispielsweise Kompasse für eine Leipziger Montessori-Schule sind weitere Beispiele für die Arbeit des Fördervereins.

Auch im kommenden Jahr werden wieder finanzielle Mittel für die unterschiedlichsten Projekte benötigt. Daher freut sich der Förderverein Orientierungslauf über jede noch so kleine Spende und jedes neue Mitglied.


Mehr:
Aktivitäten des Förderverein Orientierungslauf 2017

Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 13.12.2017

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