Orientierungslauf in Deutschland


JAKT in Rheinhessen ein voller Erfolg!

Die 5. Auflage des Jugendanschlusskadertreffens, kurz JAKT, fand dieses Jahr vom 3.-5.11. im rheinhessischen Budenheim statt. Knapp 80 Jugendliche und 20 Betreuer waren in die vereinseigene Halle der TGM Budenheim eingeladen worden, um mit anspruchsvollen Trainings, Vorträgen und jeder Menge Spaß ins Wintertraining für die Saison 2018 zu starten. Auch die Teilnahme am Weinberg-OL in Saulheim stand auf dem Programm.

Sturm auf die Karten bei der Postenhatz
Sturm auf die Karten bei der Postenhatz  Foto: Christian Harms

Das Wochenende startete direkt von der Unterkunft aus mit einem Nachtsprint durchs Wohngebiet, bei dem virtuelle Mauern die Schwierigkeit bei der Suche nach der besten Routenwahl erhöhten. So mussten nicht wenige der OL-Nachwuchshoffnungen im Ziel feststellen, dass sie mindestens eine unerlaubte Route gelaufen waren. Mauern gewollt überwunden wurden dann beim anschließenden Kennenlernspiel, bei dem sich die Kommunikation zwischen den Teilnehmern der elf Landesverbände zusehends verbesserte. Danach wurde trotz später Stunde nicht nur gebannt zugehört, als die neuen Gesichter im D/C-Trainerteam vorgestellt wurden, sondern auch, als die JEM-Teilnehmer Hannah Hänsel und Till Geiler mit vielen Bildern und Anekdoten von ihrem Kaderjahr 2017 berichteten. Die anwesenden Trainer und Betreuer nutzten den Rest des Abends danach noch, um über künftige JLVK- und JAKT-Ausrichter zu diskutieren.

Action beim 50-Aufgaben-Spiel
Action beim 50-Aufgaben-Spiel  Foto: Christian Harms

Pünktlich um 7:20 Uhr startete dann der intensive Samstag gemeinsam mit einem kleinen Warm-up und einer Dehnrunde. Spätestens zur Team-Postenhatz am Bad Kreuznacher Kuhberg, bekannt u.a. von der DM Staffel 2012, mussten dann alle hellwach sein, um zusammen mit ihrem Partner möglichst viele Punkte zu erlaufen. In der Mittagspause wurde nach Saulheim umgesiedelt, wo der letzte von vier Läufen des Weinberg-Cups 2017 stattfand. Als Massenstart mit mehreren Schmetterlingen ausgetragen, entwickelte sich in nahezu allen Klassen ein sehr schnelles Rennen mit viel Gegnerkontakt durch das Labyrinth von Rebzeilen. Besonders das Vorplanen und genug Kraft auf den letzten Metern waren wichtig, um sich gegen die zahlreichen Verfolger durchzusetzen. Nach der Siegerehrung mit viel Traubensaft ging es dann nach dieser für die meisten neuen OL-Erfahrung wieder zurück nach Budenheim, wo vor dem Abendessen eine Runde „Triff den Bundeskader“ anstand: An sieben Tischen saß je ein Bundeskader bereit, der den interessierten JAKTlern Rede und Antwort stand. Wer sich für Veit Slodowski als Gesprächspartner entschied, wusste danach zum Beispiel, dass es für ihn in jeder Situation am wichtigsten ist, sich den Glauben an sich selbst zu erhalten und daran, dass alles irgendwann gut wird. Mit reichlich Nudeln im Bauch stand als letzter Programmpunkt das 50-Aufgaben-Spiel an, bei dem die Jugendlichen in acht Teams im ganzen Gebäude kleine Nummernzettel suchen mussten und lustige Gruppenaufgaben zu bewältigen hatten. Nachdem das letzte Weihnachtslied gesungen und die letzte Menschenpyramide gebaut war, war Nachtruhe angesagt, die die meisten nach dem langen Tag mehr als nötig hatten.

Juniorentrainer Thomas Meier erklärt das Trainingsziel
Juniorentrainer Thomas Meier erklärt das Trainingsziel  Foto: Christian Harms

Am Sonntagmorgen wurde trotz des Regens wieder eine kleine Warm-up-Runde gelaufen. Im Anschluss lauschte die Gruppe dem Vortrag „OL mit Plan“ von Juniorentrainer Thomas Meier, der mit einem Kurzfilm über Judith Wyder begann. Angefangen vom Plan zum nächsten Posten über den Plan zum nächsten internationalen Wettkampf wurde die Skala immer größer, bis hin zur eigenen Karriereplanung. Beim Abschlusstraining, für das extra eine neue Karte aufgenommen worden war, sollten Inhalte des Vortrages direkt angewendet werden. Im schönen Sanddünengelände konnten die Teilnehmer sechs Schlaufen mit Fokus auf verschiedenen Techniken laufen, für die sie sich vor dem Start selbst sogenannte Mini-Drehbücher überlegen sollten. Nach dem Mittagessen, einer kurzen Abschlussbesprechung und jeder Menge verdientem Applaus für die Organisatoren verteilten sich die ca. 100 Teilnehmer mit neuer Motivation und neuen Ideen wieder in alle Richtungen Deutschlands.

Ein riesengroßer Dank gebührt Klaus Wersin und seinem Helferteam von der TGM Budenheim, die nicht nur die perfekten Räumlichkeiten für eine solche Veranstaltung zur Verfügung stellten, sondern mit vielen ehrenamtlichen Helfern auch die Verpflegung und den Abwasch managten, die Karten bereitstellten, Postenstandorte kontrollierten, beim Postensetzen halfen und auch sonst immer ansprechbereit waren, um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen. Ein weiterer Dank gilt dem Trainerteam um Nina Döllgast, Thomas Meier, Anne-Katrin Klar und Karsten Leideck sowie allen weiteren Helfern, die zum Gelingen des tollen Wochenendes beitrugen. Es bleibt zu hoffen, dass sich für 2018 bald ein Ausrichterteam findet, damit die JAKT-Idee weitergeht!


Mehr:
Ergebnisse Weinberg-OL
Fotos Weinberg-OL

Autor: Nina Döllgast
Eingestellt am 07.11.2017

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