Orientierungslauf in Deutschland


Susen Lösch 37. zum Weltcup

Zwei Deutsche schafften zur abschließenden Sprintdistanz im Zentrum von Cesis den Sprung in das Finale. Susen Lösch (USV Jena) kam am Nachmittag unter die besten 40 der Damenkonkurrenz. Markus Grätsch (USV TU Dresden) rutschte durch ein Missgeschick der lettischen Ausrichter in den Endlauf, hatte dort aber keine Chance. Die Siege gingen an Tove Alexandersson (Schweden) und Vojtech Kral (Tschechien).

Susen Lösch ist erneut stärkste Deutsche.
Susen Lösch ist erneut stärkste Deutsche.  Foto: Fred Härtelt

Dass die Trauben auch über die Sprintdistanz sehr hoch hängen, konnten die deutschen Auswahlläufer zur abschließenden Sprintdistanz im Zentrum von Cesis feststellen. Einzig Susen Lösch schaffte als 9. ihres Vorlaufes am Vormittag regulär den Einzug ins Finale. Da Markus Grätsch bei den Herren eine falsche Karte erhalten hat und somit zum Start zurücklaufen musste, konnte der Dresdner Orientierungsläufer nach der Entscheidung durch die Ausrichter ebenfalls im Finale starten.

Den geringsten Abstand zum 15. Rang hatte bei den Damen Arntraut Götsch (USV Jena) mit 24 Sekunden Rückstand. Marvin Goericke (Berliner TSC) lief bei den Herren 25 Sekunden an der Qualifikation für das A-Finale vorbei. Alle weiteren deutschen Starter waren im schnellen und auch kräftezehrenden Wettkampf klar und deutlich am A-Finale vorbeigelaufen.

Das Finale wurde am Nachmittag ebenfalls direkt im Stadtzentrum mit demselben Zielgebiet ausgetragen. Im Gegensatz zum Vormittag ging es nun allerdings westlich in den Kern der Innenstadt. Auf mehreren Schlaufen waren nicht wenige Höhenmeter zu absolvieren. Aus technischer Sicht mussten alle Starter auf einem sehr abwechslungsreichen Kurs durch Straßen, Park- und verzeinzelte Waldbereiche orientieren.

Markus Grätsch startete im Finale der Herren.
Markus Grätsch startete im Finale der Herren.  Foto: Fred Härtelt

Auf der 2,6 Kilometer langen Damenbahn lag Susen Lösch schon bei der ersten Zwischenzeit auf dem 37. Platz von insgesamt 45 Startern. Im Ziel hatte die abermals stärkste deutsche Läuferin damit 2:22 Minuten Rückstand auf die schwedische Tagessiegerin Tove Alexandersson, die vor Natalia Gemperle (Russland) und Sabine Hauswirth (Schweiz) gewann.

Auf den 2,7 Kilometern der Herrenbahn konnte Markus Grätsch seine ersten Erfahrungen bei einem Finallauf im Rahmen eines Weltcups sammeln. Als Letztplatzierter und 46. war der Rückstand mit fast 5 Minuten auf den tschechischen Sieger deutlich. Vojtech Kral verwies bei seinem ersten Sieg im Weltcup Jerker Lysell (Schweden) und Matthias Kyburz (Schweiz) auf die weiteren Podestplätze.

Nach einer mehr als durchwachsenen Einstimmung auf das lettische Gelände reisten einige Auswahlläufer nach dem Weltcup zusammen mit anderen Nationen weiter zu einem Trainingslager. Bis zum Mittwoch sollen dabei noch weitere Erfahrungen im relevanten Gelände der WM 2018 gesammelt werden.

Vojtech Kral feiert den ersten Sieg im Weltcup.
Vojtech Kral feiert den ersten Sieg im Weltcup.  Foto: Fred Härtelt

Ergebnisse


Damen

1. T. Alexandersson	Schweden		15:22 min
2. N. Gemperle Russland 16:01 min
3. S. Hauswirth Schweiz 16:04 min
37. S. Lösch Deutschland 17:44 min



Herren

1. V. Kral		Tschechien		15:08 min
2. J. Lysell Schweden 15:13 min
3. M. Kyburz Schweiz 15:15 min
46. M. Grätsch Deutschland 19:53 min


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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 27.08.2017

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