Orientierungslauf in Deutschland


Langdistanz mit starken deutschen Leistungen

In Särkänperä, 50 km nordöstlich von Tampere, starteten die Junioren heute zum Weltmeisterschaftslauf über die Langdistanz. Veit Slodowski (USV Jena) lief in Finnland erneut in die Top 20. Ole Hennseler und Birte Friedrichs (beide MTV Seesen) erreichten ebenfalls eine Platzierung im Vorderfeld. Die Goldmedaillen gingen einmal mehr in die Schweiz und nach Finnland.

Ole Hennseler zur Langdistanz
Ole Hennseler zur Langdistanz  Foto: Hannu Numminen

In typisch finnischen Gelände hatten die Herren insgesamt 10,7 km mit 320 Höhenmetern zu absolvieren. Juniorentrainer Thomas Meier hatte seinen Schützlingen im Vorfeld einmal mehr die Strategie mitgegeben, möglichst einfache Routen zu wählen. In Kombination mit der richtigen Marschrichtung konnte Veit Slodowski über die Langdistanz erneut seine zielgerichtete Vorbereitung auf diese Titelkämpfe unter Beweis stellen. Gestartet ist der Jenaer OLer zu Beginn der letzten Startergruppe im Umfeld der meisten Favoriten. Nachdem Veit Slodowski sogar zwischenzeitlich in den Top 10 lag, wurde es am Ende Rang 18.

Auch Ole Hennseler setzte die vorgegebene Strategie um, machte aber einige kleinere Fehler. Im Gesamtklassement bedeutete dies den 26. Rang für den Seesener Orientierungsläufer. Colin Kolbe (TUS Lübbecke) musste sich als dritter deutscher Herr vor allem im läuferischen Bereich nicht hinter den Leistungen der Teamkameraden verstecken. Aufgrund einiger ungünstiger Routenwahlen und einem größeren Fehler zum letzten Posten, wurde es letztendlich Rang 45.

Siegerpodest Herren: Imark, Ojanaho, Hector (v.l.)
Siegerpodest Herren: Imark, Ojanaho, Hector (v.l.)  Foto: Marjo Lalli

Erik Döhler musste als vierter Herr im Team heute krankheitsbedingt endgültig den Start bei diesen Junioren-Weltmeisterschaften absagen. So blieb ihm in der Arena nichts anderes übrig, als den Ausführungen über das starke Teamresultat der deutschen Herren zu lauschen.

Die stärkste deutsche Dame über die 7,6 km lange Bahn mit 240 Höhenmetern war Birte Friedrichs auf dem 32. Rang. Juniorentrainer Thomas Meier bescheinigte der Seesener Orientierungsläuferin eine einwandfreie Leistung, welche Sie in der Zukunft mit mehr Erfahrung noch verbessern kann. Dorothea Müller (Post SV Dresden) hatte einen fahrigen Lauf, mit dem sie auf dem 54. Rang kam und im Ziel nicht zufrieden war. Ann-Charlotte Spangenberg (TG 1860 Münden), Isabel und Mareike Seeger (beide OLG Regensburg) konnten sich mit soliden Läufen auf den Plätzen 66, 73 und 74 platzieren.

Siegerpodest Damen: Klemettinen, Aebersold, Bachmann (v.l.)
Siegerpodest Damen: Klemettinen, Aebersold, Bachmann (v.l.)  Foto: Marjo Lalli

Sichtbar wurde laut Juniorentrainer Thomas Meier einmal mehr, dass gerade im Bereich der Juniorinnen noch an den läuferischen Fähigkeiten gearbeitet werden muss. Simona Aebersold zeigte auch über die Langdistanz ihre herausragenden läuferischen und technischen Fähigkeiten. Mit mehr als 3 Minuten Vorsprung gewann die Schweizerin auch die dritte Einzeldisziplin bei den Weltmeisterschaften des Nachwuchses. Besonders beeindruckend war in der Analyse auch die Routenwahl vom 10. zum 11. Kontrollpunkt, wo eine sehr weite Routenwahl unter sehr hohem Tempo absolviert wurde. Der Vorsprung auf die nachfolgenden Platzierten wurde trotz der Länge der Laufstrecke weiter ausgebaut.

Im Herrenrennen sorgte der Finne Olli Ojanaho für sein persönliches Triple bei diesen Titelkämpfen.

Zum Abschluss der Titelkämpfe der Junioren wird am Samstag die Staffel ausgetragen. Die deutschen Herren gehen ab 12:30 (MESZ) auf ihre Bahnen. Gestartet wird in der Aufstellung Veit Slodowski, Colin Kolbe und Ole Hennseler. Bei den Damen stehen ab 13:45 (MESZ) gleich zwei Staffeln am Start. Die Aufstellungen sind: Isabel Seeger, Birte Friedrichs und Dorothea Müller sowie Ann-Charlotte Spangenberg, Ellen Klüser und Mareike Seeger.


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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 14.07.2017

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