Orientierungslauf in Deutschland


2. World Orienteering Day wieder ein voller Erfolg

Über 288.000 Teilnehmer bedeuteten einen erneuten Rekord beim Welttag des Orientierungssports am 24. Mai 2017. Deutschland war daran mit 3538 Teilnehmern bei 24 Events beteiligt.

Logo World Orienteering Day
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Zum zweiten Mal hatte der OL-Weltverband IOF zum internationalen "World Orienteering Day" aufgerufen. Am Mittwoch, 24. Mai 2017 sollten weltweit möglichst viele Orientierungssport-Angebote organisiert und die im Vorjahr aufgestellte Marke von 250.000 Teilnehmern übertroffen werden. Mit mehr als 288.000 Teilnehmern wurde dieses Ziel auch klar erreicht.

In 79 Ländern und Regionen der Welt - auf allen Kontinenten - gab es die vielfältigsten Veranstaltungen. Auch an vergleichsweise exotischen Orten konnte man mit Karte und Kompass am "WOD" teilnehmen. So gingen beispielsweise in Honolulu auf Hawaii 13, im grönländischen Nuuk 20 oder auf Mauritius nicht weniger als 36 Teilnehmer an den Start. Sogar die Casey-Forschungsstation in der Antarktis war Schauplatz eines OL-Angebots mit immerhin elf Teilnehmern.

Sehr teilnehmerstark präsentierten sich beispielsweise Norwegen mit 25.000, Schweden und China mit je 19.000 oder Russland mit 16.000 Teilnehmern, vor allem aber die Türkei, die nach den Angaben auf der WOD-Homepage mehr als 86.000 (!) Personen bei OL-Events an den Start brachte. Die Zahl von weniger als 600 Teilnehmern in der OL-Topnation Schweiz ist dagegen auffällig niedrig.

Deutschland liegt mit seinen 3.538 gemeldeten Teilnehmern im mitteleuropäischen Durchschnitt und hat seinen Vorjahreswert von knapp 1.500 Teilnehmern mehr als verdoppelt. Dennoch besteht aber sicher noch weiter Luft nach oben. Insgesamt 24 Events mit Teilnehmern konnten in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gezählt werden. Die größten Veranstaltungen - allesamt Schul-OLs - gab es im hessischen Eppstein mit 451 und im fränkischen Coburg mit 446 Teilnehmern, doch auch kleine OLs wie in Göttingen oder Landshut mit je acht Teilnehmern waren Teil des World Orienteering Days. Besonders aktiv waren die Ausrichter in Dresden, Jena und Uslar, wo gleich mehrere Angebote an diesem Tag stattfanden.

Das Potential, das im World Orienteering Day steckt, haben nicht zuletzt auch zahlreiche Firmen erkannt, die Produkte für den Orientierungslauf herstellen. So gab es zum World Orienteering Day spezielle Trikotkollektionen, eigene WOD-Pakete der beiden weltweit führenden Postenkontrollsysteme, eigens gestaltete OL-Ausrüstung verschiedener Hersteller oder Freeware-Versionen ansonsten kostenpflichtiger OL-Software. Weitere Aktionen, wie Logo- und Fotowettbewerbe oder die "Rabbit-Tour", bei der der Stoffhase "Wody" möglichst viele OL-Nationen erreichen sollte, begleiteten das Event.

Es ist wohl schwierig, ein nationales Gesamtfazit zu ziehen, ob der World Orienteering Day den OL-Sport in Deutschland bekannter gemacht oder vorangebracht hat. In einzelnen Regionen hat die Beteiligung an diesem weltweiten Event aber sicher Türen geöffnet, Interesse geweckt und so Chancen für die Weiterentwicklung mit sich gebracht. Derartige Möglichkeiten gilt es stets zu nutzen, um unsere schöne und faszinierende, aber in unserem Land weiterhin nahezu unbekannte Natursportart in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die nächste Chance bietet der dritte World Orienteering Day, der am 23. Mai 2018 stattfinden wird - dann hoffentlich mit noch mehr Angeboten in Deutschland.


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Autor: Ralph Körner  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 23.06.2017

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