Orientierungslauf in Deutschland


Abwechslungsreiche Läufe zu Pfingsten in Berlin

Zum Abschluss der ersten Hälfte der nationalen OL-Saison reisten zahlreiche OLer in die Bundeshauptstadt, um beim Mehrtagelauf zu starten. Geboten wurden drei sehr unterschiedliche Orientierungsläufe mit einem hohen Erlebnisfaktor. Die Gesamtwertung in der Damenkonkurrenz gewann Sabine Rothaug (OSC Kassel). Bei den Herren triumphierte Erik Döhler (TUS Rüppurr). Nach den Spezialisten starteten am Sonntag und Montag zahlreiche Turnfestteilnehmer.

Sabine Rothaug gewinnt die Damenkonkurrenz.
Sabine Rothaug gewinnt die Damenkonkurrenz.  Foto: Bettina Rudert

Die erste Etappe des Mehrtagelaufes war ein Sprint mit Wertung als Lauf zur Deutschen Park Tour im Volkspark Friedrichshain. Bei regnerischen Bedingungen begaben sich die Orientierungsläufer nach 14 Uhr mit freier Startzeit auf ihre Bahnen. Charakteristisch für den Lauf waren die unterschiedlichsten Routenwahlmöglichkeiten, welche aufgrund der beiden im Park vorhandenen Berge zustande kamen. Durch unterschiedliche Mauerhöhen sowie bestehende Auflagen war das Berggelände abseits der Wege mit Oliv, also als nicht zu passieren, gekennzeichnet. Mit Bedauern stellten die Ausrichter vom IHW Alex Berlin während und im Anschluss des Rennens fest, dass nicht alle Teilnehmer die Herausforderung in den Routenwahlen suchten, sondern regelwidrig abkürzten. Als Konsequenz mussten mehrere Läufer disqualifiziert werden. Die meisten Orientierungsläufer diskutierten im Zielgelände aber leicht durchnässt über die schnellsten korrekten Varianten, wie die Posten angelaufen werden mussten.

Erik Döhler steht bei den Herren ganz oben auf dem Podest.
Erik Döhler steht bei den Herren ganz oben auf dem Podest.  Foto: Marilena Werth (Archiv)

Am Sonntag ging es für die OL-Gemeinde dann zum City Race ins Zentrum von Berlin. Auf der Fischerinsel begaben sich die ersten Läufer ab 7:30 auf ihre Bahnen, welche bis zu 9,4 km lang waren. Gerade die Altersklassen mit den längeren Strecken konnten bei regnerischen Bedingungen einen relativ schnellen Wettkampf mit technischen Finessen erleben. So waren beispielsweise auch mehrere Posten in den Hackeschen Höfen platziert. Größere Straßen wurden an Unterführungen gequert. Aufgrund der frühen Startzeit und der Wetterbedingungen waren der Autoverkehr sowie die Anzahl der Passanten überschaubar.

Zum Pfingstmontag ging es dann bei Sonnenschein in den Tegeler Forst. Im glazial geprägten Gelände bestand die Aufgabe das sehr feingliedrige Höhenbild korrekt zu interpretieren sowie sich nicht anhand des unregelmäßigen Wegenetzes und der zahlreichen Fortschneisen verwirren zu lassen. Im nordwestlichen Teil der Karte waren die Posten in grünen Abschnitten mit erhöhter Aufmerksamkeit anzulaufen. Läuferisch galt es im oft schnell belaufbaren Geläuf nochmal die letzten Kraftreserven zu mobilisieren.

Beeindruckende Kulisse zum City Race.
Beeindruckende Kulisse zum City Race.  Foto: Matthias Jandrig

Sabine Rothaug lief in der Damen-Elite zum Bundesranglistenlauf am Montag und in der Gesamtwertung auf den ersten Rang. Bei den Herren konnte Erik Döhler noch den bis zur zweiten Etappe führenden Christian Teich (OSC Hamburg) abfangen und gewann die Gesamtwertung.

Viele Teilnehmer zogen ein überaus positives Fazit von der Veranstaltung. Der Wunsch nach ein bisschen mehr verbliebener Kraft war nicht selten im Ziel der dritten Etappe zu vernehmen. Die Anreise mit dem ÖPNV zu den Etappen war im Gegensatz zu anderen OL-Veranstaltungen etwas Besonderes.

Mit der Eröffnung des Internationalen Deutschen Turnfestes am Samstagabend rückte der OL auch wieder ein wenig mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Zahlreiche angemeldete Teilnehmer nahmen am Sonntag und Montag schon an Orientierungsläufen in einer Einzel- oder Gruppenwertung teil. Bis zum 9. Juni besteht nun noch die Möglichkeit auf der Messe Berlin (Sommergarten) an einem Trimm-Orientierungslauf zu starten.


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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 05.06.2017

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