Orientierungslauf in Deutschland


Weltcup-Sprint mit neuer Austragungsvariante

Der Weltcup im Orientierungslauf, das sind hochwertige, internationale Wettkämpfe. Das ist aber auch immer mal wieder eine Gelegenheit, neue Formate zu erproben. So gab es bereits den Knock-Out-Sprint, und auch die Sprintstaffel feierte ihre Premiere im Weltcup, allerdings damals inoffiziell.

Susen wird beim Weltcup 50. zur Qualifikation.
Susen wird beim Weltcup 50. zur Qualifikation.  Foto: Hannu Kaasalainen

Auch die diesjährige erste Weltcuprunde wartet mit neuen Austragungsformen auf: Heute stand ein Sprint mit einem vorangegangenen Qualifikationslauf auf dem Programm. Soweit nichts besonderes, aber alle Athleten absolvierten bei der Qualifikation exakt die gleiche Bahn, statt mehrerer paralleler Läufe. Somit zog sich der Start über knapp zwei Stunden hin. Die besten 40 Damen und 40 Herren konnten dann am frühen Abend im Finale um Weltcup-Punkte kämpfen. Neu wird auch der Jagdstart beim abschließenden Lauf über die Langdistanz sein, wobei die Zeitrückstände aus dem heutigen Qualifikationslauf und aus der am Samstag folgenden Mitteldistanz die Basis bilden.

Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren gingen über 100 Läufer in einem hochklassig besetzten Feld an den Start. Die Hürde, hier einen Platz unter den besten 40 Läufern zu erreichen, war leider für die deutsche Mannschaft zu hoch. Etwas Pech war auch noch im Spiel: Marvin Goerickes Laufzeit hätte ganz knapp für den Einzug ins Finale reichen können, aber bei einem Posten löste die Erfassung nicht aus, und Marvin hatte nicht darauf geachtet, ob die Registrierung erfolgt ist. Hätte er es gemerkt und korrigiert, wären ihm allerdings die entscheidenden Sekunden verloren gegangen.

Felix erreicht als bester Deutscher Rang 63. zur Quali.
Felix erreicht als bester Deutscher Rang 63. zur Quali.  Foto: Hannu Kaasalainen

Solide Läufe zeigten Susen Lösch und Felix Späth. Beide verpassten das Finale um 18 Sekunden und führten dies auf die läuferische Komponente zurück. Bei konsequenter Vorbereitung ist in Zukunft aber ein Finalplatz durchaus möglich.

So also fand das Finale dann ohne deutsche Beteiligung statt. Bei den Herren hatte Yannick Michiels aus Belgien die Nase vorn. Er ist durchaus kein Überraschungssieger, zeigte er doch seine Klasse bereits beim Weltcup-Sprint vor zwei Jahren in Schweden, bei dem er die schnellste Laufzeit erzielte. Der Lauf musste dann aber insgesamt annulliert werden. So hat ihm heute sicher jeder diesen Sieg gegönnt. Auf das Podest liefen ferner Matthias Kyburz aus der Schweiz und Emil Svensk aus Schweden. Bei den Damen war einmal mehr die Dänin Maja Alm die schnellste Sprinterin und machte damit ihr gestriges Missgeschick vergessen. Danach platzierten sich gleich drei Läuferinnen aus Schweden, wobei Tove Alexandersson und Lina Strand der Sprung aufs Treppchen gelang.


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Autor: Heidrun Finke
Eingestellt am 25.05.2017

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