Orientierungslauf in Deutschland


Weltcup-Auftakt in Finnland: Sprint-Staffel

Zwei deutsche Teams standen zum Weltcup-Auftakt bei der Sprint-Staffel in Turku am Start. In derzeitiger Bestbesetzung lief Team 1 mit Startläuferin Arntraut Götsch und Schlussläuferin Susen Lösch auf. Die beiden mittleren Strecken werden von den Herren bestritten, in diesem Fall von Marvin Goericke und Felix Späth. Zum Team 2 gehörten Paula Starke, Matthias Kretzschmar, Bjarne Friedrichs und Anna Reinhardt. In die offizielle Nationenwertung geht nur das jeweils beste Team ein. Team 1 konnte sich gegenüber Team 2 mit knapp vier Minuten Vorsprung behaupten.

Logo Weltcup
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Insgesamt waren 34 reguläre Staffeln gemeldet, wobei mehrere Nationen zwei Teams, Gastgeber Finnland sowie Dänemark und die Schweiz sogar drei Teams stellten.
Gleich zu Beginn hatten die Läufer einen deutlichen Anstieg zu bewältigen, bevor es dann durch Parkgelände und bebautes Gebiet ging. Der Schlussteil verlief dann auf beiden Seiten entlang eines kleinen Flusses.

Arntraut war leider durch eine Erkältung beeinträchtigt. Dies führte, neben kleineren Fehlern, dazu, dass sie nicht wie gewohnt im Feld mithalten konnte. Marvin lief dann aber ein gutes Rennen und machte damit 6 Plätze gut. Er konnte als einziger deutscher Läufer den Rückstand auf die Streckenbestzeit unter einer Minute halten. Auch Felix war mit seinem Lauf durchaus zufrieden, hatte aber eventuell das Pech, doch öfter etwas ungünstige Gabelposten zu erwischen. Dennoch, auch er verbesserte die Platzierung um einen weiteren Rang.

Marvin Goericke bei der Sprintstaffel vor den voll besetzten Rängen
Marvin Goericke bei der Sprintstaffel vor den voll besetzten Rängen  Foto: Patricia Nieke

Susen stellte dann ihren Kampfgeist unter Beweis, in dem sie sich im Schlussspurt einen halben Meter vor Lettland schob. (Das die Letten schlussendlich einen Fehlstempel hatten, konnte man da ja noch nicht wissen). Damit glückte ihr nicht nur eine Revanche für den knapp verlorenen Spurt bei der letztjährigen WM-Staffel, sie brachte damit auch das Team auf Rang 14 in der Nationenwertung.

Damit war das grob gesteckte Ziel erreicht, auch wenn weiterhin festzustellen ist, dass die meisten deutschen Läufer schneller werden müssen, wenn sie im Sprint richtig mithalten wollen.

An der Spitze entwickelte sich recht schnell ein Dreikampf zwischen Schweden, der Schweiz und Dänemark, den die Schweden für sich entscheiden konnten. Durch einen Fehlstempel der amtierenden Weltmeisterin Maja Alm fiel dann Dänemark aber aus der Wertung. Lachender Dritter wurde dann das Team aus Großbritannien.

Bereits morgen wird wieder gesprintet, diesmal im Einzel. Die Qualifikationsläufe sind zusammen mit dem Ergebnis des Mitteldistanzrennens die Basis für den Jagdstart über die Langdistanz am Sonntag.


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Autor: Heidrun Finke
Eingestellt am 24.05.2017

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