Orientierungslauf in Deutschland


ISOM 2017 veröffentlicht

Die Internationalen Spezifikationen für Orientierungslaufkarten werden als ISOM bezeichnet. Mit diesen wird weltweit der Darstellungsstandard für Orientierungslaufkarten gesetzt. Im März 2017 wurde durch die Kartenkommission der Internationalen Orientierungssport Föderation (IOF) eine neue ISOM veröffentlicht.

Darstellung Tunnel
Darstellung Tunnel

Wettkämpfe im Orientierungssport werden seit Jahrzehnten weltweit in den unterschiedlichsten Geländetypen durchgeführt. Zu Beginn wurden Orientierungssportveranstaltungen noch mit relativ unspezifischem Kartenmaterial ausgetragen. Nach offiziellen Quellen gab es seit den 1950er Jahren Bestrebungen spezielle Orientierungssportkarten herzustellen. Gerade aber bei internationalen Veranstaltungen stellte sich heraus, dass die Zeichen von Land zu Land variieren. Mit diesem Hintergrund wurde erstmalig im Jahr 1969 eine ISOM veröffentlicht.

Nachdem anfänglich vor allem das Augenmerk auf Symbole gelegt wurde, so wurde bei der ISOM 1972 die Farbe Grün eingeführt, um die Belaufbarkeit des Geländes darzustellen. Im Laufe der Jahre wurde die Darstellungsvorschrift von vielen Ländern auch für die Kartenherstellung der nationalen und regionalen Wettkämpfe übernommen. Daher ist es für Orientierungssportler ohne Probleme möglich, weltweit an Veranstaltungen teilzuehmen. Teilweise abweichende Spezialsymbole werden in der Regel in der Ausschreibung dargestellt. Bei Wettkämpfen der IOF gilt die ISOM allerdings als bindend.

Anweisung Kartendruck
Anweisung Kartendruck

Die letzte ISOM wurde im Jahr 2000 veröffentlicht. In der Zwischenzeit hat sich vor allem durch die Digitalisierung sehr viel getan. Inzwischen zählt die Kartenaufnahme mittels digitalem Höhenmodell, Orthofotos oder Airbone Laserscanning zur Normalität. Daher steht den Kartenaufnehmern seit geraumer Zeit eine große Anzahl von Informationen zur Verfügung. Diese gilt es auf der Karte möglichst sinnvoll zu generalisieren, um eine gute Lesbarkeit beim Lauf zu erreichen. Aber auch die Farbgebung und die Abstände zwischen verschiedenen Objekten spielen eine nicht unwesentliche Rolle. Somit werden jedem Kartenhersteller mit der ISOM eine Fülle von Handlungsanweisungen zur Verfügung gestellt.

Für alle Wettkämpfe zwischen dem 1.Mai und dem 31.Dezember 2017 gelten beide ISOM. Ab dem Jahr 2018 sollte die Kartenaufnahme bei IOF-Wettkämpfen streng nach der ISOM 2017 erfolgen – es sei denn es existieren vertragliche Bindungspflichten.

Für die Sportarten Mountainbike Orientieren, Trail Orientieren sowie Ski-Orientierungslauf existieren eigene Darstellungsvorschriften, welche allerdings auf der ISOM als Basis aufsetzen. Durch diverse Besonderheiten in urbanem Gelände basieren Sprintkarten auf der ISSOM.


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ISOM 2017
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Artikel OL-Kartenherstellung im Ostharz - einst und heute

Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 08.04.2017

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