Orientierungslauf in Deutschland


Nominierungsrichtlinien für die internationalen Einsätze der Nationalmannschaft

Die Höhepunkte der Saison 2017 finden alle innerhalb von knapp drei Wochen statt. Für das gesamte Nationalteam gilt es also, Ende Juni/Anfang Juli fit zu sein. Der Trainerrat hat nun für die internationalen Meisterschaften des Jahres 2017 sowie für den Junior-Europa-Cup (JEC) und den Welt-Cup die Nominierungsrichtlinien veröffentlicht.

Patricia Siegert zur Junioren-WM 2016
Patricia Siegert zur Junioren-WM 2016  Foto: Remy Steinegger

Den Auftakt machen die Jugendlichen der Kategorien 15/16 und 17/18 mit der Jugend-Europameisterschaft (EYOC) in der Slowakei. Wie immer stehen drei Wettkämpfe auf dem Programm: Sprint, Lang und Staffel. Bei den Walddisziplinen erwartet die Läufer recht steiles Gelände, das durch Bergbautätigkeiten Gebiete mit einem hohen Detailreichtum aufweist. Hier gilt es, immer die richtige Tempodosierung zu wählen. Auch das Sprintgelände mit der Altstadt von Banska Stiavnika weist etliche Höhenmeter auf, so dass interessante Routenwahlprobleme zu erwarten sind.

Parallel zu den Wettkämpfen der Jugend-Europameisterschaft finden auch schon die Sprint-Rennen der Elite-Weltmeisterschaft in Estland statt. Qualifikation und Finale werden an zwei Tagen hintereinander ausgetragen, und den Abschluss der Sprintläufe bildet dann am Sonntag die Sprint-Mixed-Staffel. Auch in Estland wird das Sprintgelände mit einigen knackigen Anstiegen aufwarten. Es wird seitens des Trainerrates angestrebt, alle zur Verfügung stehenden Sprint-Startplätze auch zu besetzen.

Im Langdistanz-Rennen darf Deutschland dieses Jahr bei den Herren nur einen Läufer an den Start stellen. Die Damen haben zwei Startplätze. Genauso verhält es sich auf der Mitteldistanz. Der Wald wird viele grüne Passagen aufweisen, wobei das Langdistanz-Gelände noch von zahlreichen Sümpfen, das Mitteldistanz- und Staffelgelände hingegen von vielen kleinen Senken und Rippen geprägt sein werden. Erklärtes Ziel ist bei den Herren der Wiederaufstieg in die Division 2, damit bei der nächsten Weltmeisterschaft, der letzten ungeteilten WM, wieder jeweils zwei Startplätze bei den Walddisziplinen zur Verfügung stehen.

Sprintstaffel in Strömstad mit Marvin Goericke
Sprintstaffel in Strömstad mit Marvin Goericke  Foto: Fred Härtelt

Unmittelbar im Anschluss an die WM wird es dann für die Junioren ernst. Die Reise geht noch etwas weiter nach Norden, nämlich nach Finnland: Tampere bzw. Maisansalo, das Wettkampfzentrum, hatte vor fast 40 Jahren (1979) schon einmal eine Weltmeisterschaft zu Gast.

Auch bei den Junioren-Weltmeisterschaften ist der Sprint für finnische Verhältnisse recht steil. Und die Wälder warten sowieso mit anspruchsvollem Gelände auf. Aber der deutsche Nachwuchskader hat ja bereits im vergangenen Herbst vor Ort trainiert und wird gut vorbereitet an den Start gehen.

Neben den internationalen Meisterschaften stehen noch drei Weltcuprunden an, die möglichst mit mehr Läufern beschickt werden sollen als in der Vergangenheit.

Den Abschluss der internationalen Höhepunkte bilden dann zeitgleich im Herbst der Junioren-Europacup in Österreich und das Weltcup-Finale in der Schweiz. Erfreulich aus deutscher Sicht: es gibt in diesem Jahr keine Überschneidungen mit der DM Langdistanz.

Überwiegend werden die Nominierungen über Sichtungen erfolgen. Lediglich für den WM-Sprint bei den Herren und für die Jugend-Europameisterschaft kann man sich auch direkt qualifizieren. Sämtliche Sichtungen sind auch für ambitionierte Läufer offen, die nicht dem Kader oder einer Infogruppe angehören. Sie müssen sich allerdings rechtzeitig bei der Trainerratsvorsitzenden Heidrun Finke (spitzensport@orientierungslauf.de) anmelden.

Alle Anmeldetermine sind den Nominierungsrichtlinien zu entnehmen.


Mehr:
Nominierungsrichtlinien

Autor: Heidrun Finke
Eingestellt am 24.02.2017

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