Orientierungslauf in Deutschland


Kick-off in weißer Winterlandschaft

Winterlich verschneit präsentierte sich Regensburg, oder genauer gesagt Nittendorf bei Regensburg, als sich der Bundeskader zum diesjährigen Kick-off am letzten Januar-Wochenende traf. 33 Athleten und 7 Trainer/ Betreuer bezogen das Naturfreundehaus, das am Hang oberhalb von Nittendorf gelegen war. Von dort konnten alle praktischen Einheiten zu Fuß erreicht werden, was angesichts der streng winterlichen Temperaturen ein großer Vorteil war.

Hannah Hänsel beim Crosstest
Hannah Hänsel beim Crosstest  Foto: Nationalteam

Freitagabend wurden zunächst das Programm des Wochenendes genauer vorgestellt und organisatorische Fragen geklärt.

Am Samstagvormittag stand dann die erste harte Einheit auf dem Programm: ein Crosstest mit etlichen Höhenmetern. Je nach Alter und Geschlecht wurde eine unterschiedliche Rundenzahl gelaufen. Kaum waren die Startvorbereitungen getroffen, sorgten zwei Traktoren, die durch den Wald fuhren und genau auf den vorgesehenen Start- und Zielpunkt zuhielten, für eine Schrecksekunde. Es handelte sich um Waldarbeiter, die Baumfällungen vornehmen wollten. In einem freundlichen Gespräch konnte aber zum Glück geklärt werden, dass man sich gegenseitig nicht ins Gehege kam. Schnellster bei den Herren war Erik Döhler, bei den Frauen hatte Anna Reinhardt die Nase vorn. Aber auch einige Jüngere präsentierten sich in guter From, so Katrin Hertel, Hannah Hänsel und Kilian Höck.

Erik Döhler trotzt den Temperaturen
Erik Döhler trotzt den Temperaturen  Foto: Nationalteam

Am Nachmittag folgte die Winterlauf-Serie der OLG Regensburg. Um die Gelegenheit eines Trainings mit Gegnerkontakt zu nutzen, startete der Kader im Massenstart auf unterschiedlich lange Bahnen. Aber damit war immer noch nicht genug Sport getrieben worden: am Abend ging es als Social Event in die Soccerhalle. Hier war die Parole "ohne Ehrgeiz" zu spielen angesagt, schon allein, um Verletzungen zu vermeiden. Die gab es zum Glück auch nicht, aber ob sich jeder an die Vorgabe "ehrgeizlos" hielt, darf angesichts der Tatsache, dass fast alle am Ende völlig durchgeschwitzt waren, bezweifelt werden.

Ansonsten wurden Nachmittag und Abend wie immer intensiv zu Teambesprechungen und für Einzelgespräche genutzt. Abgerundet wurde das Programm durch Vorträge von Thomas Meier. Er stellte das "High Intensity Training" (HIT) vor und ging dabei auch kurz auf die Entwicklung der Trainingsmethodik im Ausdauersport und die Geschichte der sportmedizinischen Forschung ein. Das HIT wurde dann am Sonntagvormittag gleich mit einer praktischen Einheit beispielhaft erprobt.

Wie immer war die Durchführung des Kick-offs ohne die Unterstützung von Orientierungsläufern vor Ort nicht möglich. In diesem Fall geht der Dank an Valerio Casanova und die OLG Regensburg. Valerio hat nicht nur das gute Quartier besorgt und mit einem Koch die Mahlzeiten organisiert, sondern uns auch mit Karten versorgt und war Verantwortlicher für den Lauf der Winterlaufserie.

Mareike Seeger beim HIT
Mareike Seeger beim HIT  Foto: Nationalteam

Und alle Aktiven freuten sich, dass sie dank einer Spende aus dem Geld des Kalender-Verkaufs, ein Projekt, das Patricia Nieke und Josef Neumann durchgeführt haben (http://www.orientierungslauf.de/1/2/0/2084) und bei dem unter anderem Fred Härtelt vom Presseteam orientierungslauf.de sowie weitere Fotografen komplett kostenfrei ihr Bildmaterial zur Verfügung gestellt haben, noch nicht einmal halb so viel Eigenbeteiligung zahlen mussten, wie ursprünglich vorgesehen. Dazu beigetragen hat auch, dass diese Spende von Josef Neumanns Mutter (http://www.art-glas-else.de/) großzügig aufgestockt wurde. Vielen Dank im Namen des Trainerrates und aller Athleten für die tolle finanzielle Unterstützung dieser Maßnahme! - Es sind übrigens noch Kalender vorhanden und es ist erst ein Monat im Jahr rum...


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Bilderdatenbank orientierungslauf.de

Autor: Heidrun Finke und Daniel Härtelt
Eingestellt am 06.02.2017


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