Orientierungslauf in Deutschland


Wettkampfleiter bereiten kommende Saison vor

Was war 2016 verbesserungswürdig, was soll 2017 besser laufen? Wie jedes Jahr sind die Wettkampfleiter und Technischen Delegierten zu ihrer Tagung zum Jahresbeginn in Dresden zusammengekommen. Neben der Nachbereitung der Saison 2016 standen vor allem der Nachwuchs und Innovationen im technischen Bereich im Mittelpunkt.

Die Teilnehmer der Wettkampfleiter- und TD-Tagung in Dresden hören zahlreiche Vorträge.
Die Teilnehmer der Wettkampfleiter- und TD-Tagung in Dresden hören zahlreiche Vorträge.  Foto: Eike Bruns

Wenig verwunderlich sind auch 2016 die Veranstaltungen nicht so perfekt gelaufen, dass es keine Anregungen zur Verbesserung geben würde. In mehreren Vorträgen und sachlichen Diskussionen haben die Wettkampfleiter und Technischen Delegierten (TDs) herausgearbeitet, was man 2017 oder 2018 besser machen kann. Denn traditionell sind diese Funktionsträger der kommenden Saisons bei der Sitzung mit dabei, um die Anregungen und Tipps für ihre Veranstaltung mit aufzunehmen.

In den Fachvorträgen ging es bei der zweitägigen Sitzung zunächst um kindgerechten Orientierungslauf. Was kann man den jüngsten Nachwuchskategorien zumuten, was nicht? Wie lösen das andere Nationen? Und wie gewinnt man mehr Kinder für OL? Unter dem Strich stand nach längerer Diskussion hier zu Buche, dass es vor allem wichtig ist, bei Wettkämpfen verlässliche Standards anzubieten.

Ein weiterer Diskussionspunkt waren Sprintwettkämpfe. Wie weit lassen sich die mittlerweile schon zehn Jahre alten Vorgaben der internationalen Kartendarstellungsnorm (ISSOM 2007) umsetzen, wo kommen sie an ihre Grenzen? Die Darstellungsformen waren Fragestellungen, die auch für „Waldkarten“ erörtert wurden.
Der neue TK-Vorsitzende Steffen Lösch ging zudem auf die Werbung für den Orientierungslauf ein. Dabei ging es darum, inwieweit Bundesveranstaltung für die öffentliche Wahrnehmung des Sports dienen sollen und müssen.

Die technischen Vorträge hatten unter anderem die Bundesrangliste zum Inhalt. Wie funktioniert sie, welche wichtige Mitarbeit müssen die Ausrichter leisten und wie funktioniert das mittlerweile vor Jahrzehnten aufgesetzte System nach wie vor reibungslos, waren die Punkte, die vorgestellt wurden.
Das Online-Meldesystem OManager, das in der vergangenen Saison richtig ins Rollen gekommen ist, nahm weiteren Raum ein. So ließen sich die Teilnehmer informieren, wie jetzt auch die Staffel- und Mannschaftsfunktion oder die Unterstützung von Spezialwettkämpfen wie dem Jugend- und Juniorenländervergleichskampf eingearbeitet wurden oder werden.
Schließlich war das Zusammenspiel der einzelnen Systeme ein Thema. Dabei ging es darum, welche Erfahrungen und neue Verfahren es mit der Startpassliste gibt, wie sie mit der Bundesrangliste und dem OManager zusammenpasst und welche Erleichterungen Ausrichter künftig durch das Zusammenspiel dieser Datenbanken haben sollen.
Ein Resümee der Entwicklungen des berührungslosen Stempelsystems SportIdent Air+ musste ausfallen. Referent Diethard Kundisch konnte witterungsbedingt nicht von den parallel laufenden Deutschen Meisterschaften Mitteldistanz im Ski-Orientierungslauf abreisen.

Zum Abschluss stellte Jan Müller, der als TK-Beauftragter für Wettkampfwesen zu dem jährlichen Treffen eingeladen hatte, die aktuelle Änderungen der Wettkampfbestimmungen vor, die in diesem Jahr recht übersichtlich sind.


Autor: Eike Bruns  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 15.01.2017

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