Orientierungslauf in Deutschland


Deutsche Sprinter scheitern in der Qualifikation

Ein wenig ratlos standen die deutschen Sprinter nach den Qualifikationsläufen in der Arena Strömsvallen, im Osten Strömstads. Trotz oft guter und schneller Läufe gelang es keinem der insgesamt vier Starter in die Top15 des jeweiligen Vorlaufes zu kommen. Die Favoriten gaben sich zum Auftakt der Weltmeisterschaften in Schweden keine Blöße.

Arntraut im Parkgelände
Arntraut im Parkgelände  Foto: Fred Härtelt

9:15 Uhr startete Arntraut Götsch bei besten äußeren Bedingungen als erste deutsche Nationalläuferin auf ihre Sprintstecke. Zu absolvieren waren etwas mehr als 3 Kilometer sowie 60 Höhenmeter. In einem zunächst eher läuferisch geprägten, urbanen Rennen kam die Wahlnorwegerin bis zum 14. Posten ohne größeren Zeitverlust über ihre Bahn. Auf der Verbindung zum 15. Kontrollpunkt ließ sich Arntraut dann von einem Absperrband irritieren, so dass eine ungünstige Route mit ca. 40 Sekunden Zeitverlust gewählt wurde. Die darauf folgenden technisch anspruchsvolleren Posten in einem Parkgelände wurden dann wieder routiniert angelaufen. Dass es an diesem Tag für die einzige deutsche Starterin nicht zu einem Platz im Finale reichen würde, war aufgrund des Rückstandes aber schon relativ früh klar.

Die Herren begaben sich ab 10 Uhr auf Ihre Bahnen. Im Nachgang der 3,5 km – 3,6 km langen Qualifikationsläufe schauten die deutschen Läufer und Verantwortlichen etwas ungläubig auf die Ergebnisliste. Mit gerade 5 Sekunden verpasste Sören Riechers (Bielefelder TG) den Einzug in das Finale. Warum es trotz einer konzentrierten Leistung ohne nennenswerte Fehler nicht für den Sprung unter die besten 15 gereicht hatte, konnte in der Arena noch nicht genau analysiert werden. In jedem Fall stürzte der Nationalläufer während des Rennens und musste danach an der Hand ärztlich versorgt werden. Sören selbst sprach von einem Lauf, bei dem er vielleicht noch mehr Risiko bei den Routenwahlen hätte gehen müssen.

Sören Rieches gezeichnet vom Sturz
Sören Rieches gezeichnet vom Sturz  Foto: Fred Härtelt

Auch Felix Späth (OLG Siegerland) war im Ziel mit seinem Rennen grundsätzlich zufrieden, scheiterte aber mit 24 Sekunden an einer Platzierung unter den besten 15. Einzig Marvin Goericke (Berliner TSC) haderte mit seinem ersten Auftritt bei einer WM. Gerade im anspruchsvollen Parkabschnitt in der zweiten Hälfte des Rennens verlor der Berliner Orientierungsläufer Zeit. Gleichfalls wurden im Nachgang einige der gewählten Routen als nicht wirklich optimal analysiert.

Im Kreise der Favoriten waren die unterschiedlichsten Ansätze zur Qualifikation zu sehen. Während Judith Wyder (Schweiz) mit sehr hohem Tempo aus der Arena Strömsvallen startete und erst zum Ende des Rennens das Tempo herausnahm, starteten andere Medaillenkandidaten relativ Verhalten und forcierten erst im Qualifikationslauf die Geschwindigkeit. In jedem Fall werden die Karten zum Finale ab 15.40 Uhr komplett neu gemischt. Dieses kann Live über die unterschiedlichsten Streams im Internet verfolgt werden. Um das OL-Feeling möglichst authentisch auch in die unterschiedlichsten Teile dieser Welt zu liefern, wurden bei dieser WM so viele Kilometer Kabel wie noch nie verlegt.

Zur WM starten Läufer aus der gesamten Welt.
Zur WM starten Läufer aus der gesamten Welt.  Foto: Fred Härtelt

14 Uhr werden die Weltmeisterschaften in der Arena Strömstad offiziell eröffnet.

Ergebnisse


Damen

Vorlauf A

1. Sari Anttonen		FIN	12:58 min
15. Liliana Gotseva BUL 14:23 min
22. Arntraut Goetsch GER 15:11 min


Herren

Vorlauf A

1. Tue Lassen			DEN	12:32 min
15. Olli Pekka Koistinen FIN 13:06 min
25. Marvin Goericke GER 13:53 min


Vorlauf B

1. Jonas Leandersson		SWE	12:18 min
15. Michal Olejnik POL 13:16 min
18. Sören Riechers GER 13:21 min


Vorlauf C

1. Daniel Hubmann		SUI	12:21 min
15. Aleksander Bernaciak POL 13:16 min
22. Felix Späth GER 13:40 min


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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 20.08.2016

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