Orientierungslauf in Deutschland


Deutsche ziehen nicht ins Finale ein

Ohne deutsche Finalisten wurden am Nachmittag bei der Europameisterschaft im Orientierungslauf die Titel über die Sprintdistanz vergeben. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren aus Deutschland war der Finaleinzug im tschechischen Jesenik in Reichweite. Die Titel gingen am Nachmittag an Judith Wyder und Matthias Kyburz (beide Schweiz).

Sören Riechers in der Qualifikation
Sören Riechers in der Qualifikation  Foto: Iveta Malá (Ausrichter)

Von schönen und abwechslungsreichen Bahnen sprach Damentrainer Jan Birnstock im Nachgang der Qualifikationsläufe am Vormittag. Diese führten durch einen Mix aus Wald-, Wiesen- und Stadtgelände. In jeweils 3 Vorläufen mussten die Damen und Herren im europäischen Vergleich in die Top 17 laufen, um sich für das Finale am Nachmittag zu qualifizieren. Mit den Plätzen 19 (Antraut Goetsch, USV Jena), 21 (Marvin Goericke, Berliner TSC), 23 (Christoph Prunsche, TuS Lübbecke), 26 (Moritz Döllgast, TV Oberbexbach) sowie einer Disqualifikation (Sören Riechers, Bielefelder TG) wurde das Ziel verfehlt.

Bundestrainer Jan Birnstock analysierte das Scheitern bei mehreren deutschen Läufern in Zusammenhang mit der läuferischen Komponente, die zum aktuellen Zeitpunkt durch verschiedene Ursachen nicht optimal war. Sören Riechers zeigte sich an diesem Tag allerdings in starker läuferischer Form. Der Bielefelder Orientierungsläufer passierte einen Posten aber wenige Meter und lochte diesen nicht, da der nächste Kontrollpunkt schon geplant worden war. Trotz starker Laufzeit im Ziel bedeutete dies die Disqualifikation. Im B-Finale zeigte Sören Riechers aber, dass an diesem Tag etwas möglich gewesen wäre.

Marvin Goericke zieht nicht ins Finale ein
Marvin Goericke zieht nicht ins Finale ein  Foto: Iveta Malá (Ausrichter)

Rund um das Heilbad Priessnitz mussten die Finalteilnehmer am Nachmittag vor allem mit zahlreichen Höhenmetern kämpfen. Mehreren Sprintern bereitete dieser Umstand größere Probleme. Hinzu kam die Problematik, dass der Wettkampf oft durch eine Art Wiesen- und Waldgelände im Areal des weltweit ältesten Wasserheilbades führte.

Die Schweizer Nationalläufer hatten sich auf das Gelände einmal mehr optimal vorbereitet. So gewann das Damenrennen Judith Wyder. Der Sieg im Herrenrennen ging an Matthias Kyburz. Auf den weiteren Plätzen folgte bei den Damen Nadiya Volynska (Ukraine) und Galina Vinogradova (Russland). Bei den Herren ergänzten Gustav Bergman (Schweden) und Florian Howald (Schweiz) das Podest.

Am Montag folgt in Bílá Voda von 10 – 13 Uhr die Qualifikation über die Langdistanz.

Ergebnisse


Damen

1. J. Wyder Schweiz 14:23 min
2. N. Volynska Ukraine 14:28 min
3. G. Vinogradova Russland 14:32 min


Herren

1. M. Kyburz Schweiz 13:42 min
2. G. Bergmann Schweden 13:44 min
3. F. Howald Schweiz 13:45 min


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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 22.05.2016

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