Orientierungslauf in Deutschland


Platz 39 für Deutschland über die Sprintdistanz

Es war fast schon das erwartet spannende, abwechslungsreiche und hauchdünne Sprint-Finale im Herzen von Wroclaw. Ganze 5 Sekunden trennten im Herrenrennen den Sieger vom Drittplatzierten. Im Damenrennen teilten sich gleich drei Teilnehmerinnen den dritten Platz. Marvin Goericke (Berliner TSC) beendete das Finale über die Sprintdistanz auf Rang 39.

Marvin Goericke auf dem Weg zum Sichtposten.
Marvin Goericke auf dem Weg zum Sichtposten.  Foto: Debora Zuanetti

Herrentrainer Andreas Lückmann gab seinem Berliner Schützling ganz klar die Devise mit sein Rennen zu genießen, unabhängig davon wie hoch das Niveau in einem Finallauf eines Weltcups ist. Dass die Messlatte gegenüber dem Vorlauf nochmal ein ganzes Stück höher liegt, merkte der deutsche Finalist schon relativ früh im Rennen. Nachdem die ersten vier Posten noch problemlos zu meistern waren, folgte am fünften Posten ein Fehler. Beim Anlaufen des Kontrollpunktes lief Marvin in eine Sackgasse hinein, musste umkehren und verlor einige Sekunden. Im weiteren Rennen war es umso wichtiger bei höchster Laufgeschwindigkeit im Universitätsgelände mögliche Durch- und Eingänge zu erkennen sowie sich durch die ungleichmäßig angeordneten und gebauten Häuser nicht irritieren zu lassen.

Nach dem Wettkampf waren sowohl der Auswahlläufer als auch der Bundestrainer mit der abgerufenen Leistung zufrieden. Andreas Lückmann zeigte sich vor allem von den läuferischen Fähigkeiten seines Schützlings angetan und analysierte noch Potenzial im technischen Bereich und der Routine, welche bei einem Weltcup-Rennen noch weitere Kräfte freisetzt.

Das 5er Podest bei den Damen.
Das 5er Podest bei den Damen.  Foto: Debora Zuanetti

Ganz vorne im Klassement entwickelte sich im Damen- und Herrenbereich ein packendes Rennen. Bei den Damen sah es lange nach einem Doppel- oder sogar Dreifachsieg aus. Die Entscheidung machten dann aber die Weltmeister der Jahre 2015 und 2014 unter sich aus. Zunächst setzte Maja Alm (Dänemark) mit einem fulminanten Schlussspurt auf den letzten Postenverbindungen eine neue Bestzeit. Judith Wyder (Schweiz) gelang es als Letztgestartete nach langen Verletzungsproblemen wieder an ihre alte Leistungsstärke anzuknüpfen. Mit 8 Sekunden Vorsprung konnte die Eidgenossin über den Tagessieg jubeln.

Auch bei den Herren stand ein Schweizer Läufer ganz oben auf dem Podest. Mit einem Vorsprung von einer Sekunde konnte Matthias Kyburz noch Landsmann Daniel Hubmann vom ersten Rang verdrängen. Der dritte Platz ging an Weltmeister Jonas Leandersson (Schweden).

Matthias Kyburz gewinnt mit hauchdünnem Vorsprung.
Matthias Kyburz gewinnt mit hauchdünnem Vorsprung.  Foto: Debora Zuanetti

Zum Abschluss der Weltcup-Runde folgt am Montag die Sprintstaffel. In Trzebnica gehen die gemischten 4er-Staffeln ab 14 Uhr auf ihre Bahnen. Deutschland läuft in der Aufstellung Patricia Siegert, Sören Riechers, Marvin Goericke und Patricia Nieke.

Ergebnisse


Damen

1. J. Wyder		Schweiz		13:53 min
2. M. Alm Dänemark 14:01 min
3. T. Alexandersson Schweden 14:22 min
3. M. Teini Finnland 14:22 min
3. N. Volynska Ukraine 14:22 min





Herren

1. M. Kyburz		Schweiz		14:33 min
2. D. Hubmann Schweiz 14:34 min
3. J. Leandersson Schweden 14:38 min
39. M. Goericke Deutschland 16:57 min


Mehr:
Homepage Veranstaltung / Live Center
Bilderdatenbank orientierungslauf.de (Pressezugang)

Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 01.05.2016

© 2001-2017 TK OLImpressum