Orientierungslauf in Deutschland


OL und Smartphone - die besten Apps (1)

Orientierungslauf? Das ist doch dieser Ableger vom Geocaching, bei dem ohne Technik auf altmodische Art und Weise mit einer Karte die Punkte gesucht werden müssen. So oder so ähnlich fällt oft das Feedback von Mitgliedern der stetig wachsenden Gemeinde von Geocachern aus, die schon mal etwas vom OL gehört haben. Dass die weit über 100 Jahre alte Sportart OL auch für Technikbegeisterte passende Ableger bereithält, wissen die Wenigsten. Einige davon möchten wir in dieser Reihe vorstellen.

Auswertung im Ziel
Auswertung im Ziel  Foto: Homepage iOrienteering

Apps für Tablet und Smartphone gibt es inzwischen für alle Lebenslagen.
Auch wer in GooglePlay unter dem Stichwort „orienteering“ sucht findet über 100 Apps, die speziell für den Orientierungslauf programmiert wurden.

„iOrienteering“ – ideal für Festpostennetze

Diese App ist der Favorit vom ehemaligen Nationalläufer Ingo Horst. Ein Freund von ihm hat extra dafür ein Smartphone angeschafft! Sie ersetzt für das Training, für Schulen oder für Festpostennetze die Funktionen vom Sportident Trainingsmodus. Der Organisator legt im Internet die Bahn an (Linear oder Postennetz) und druckt die QR-Codes für die Bahnbezeichnung aus. Als Start-, Posten- und Zielmarkierungen werden ebenfalls QR-Codes ausgehängt (diese sind immer gleich) - fertig ist die OL-Bahn mit Ergebnisdienst im Internet!

Die Posten werden beim Laufen mit dem Smartphone gescannt, im Ziel wird die Datei von den Läufern „hochgeladen“ und jeder sieht direkt, wer die Bahn wie schnell abgelaufen hat und wie die Zwischenzeiten waren.

QR-Code am Posten
QR-Code am Posten  Foto: Homepage iOrienteering

Das ist natürlich für Festpostennetze ideal, denn die QR-Code-Posten sind verschleißfest, extrem billig herzustellen und jeder Benutzer kann seine Ergebnisse im Internet selbst anschauen, ohne dass extra Homepages dafür hergestellt werden müssen.

Auch für Schulklassen und Trainings ist das ein Weg, den Organisator zu entlasten, denn hier spart sich der Lehrer das mühsame Stoppen der Zeiten und das anschließende Eingeben der Namen. Ingo Horst hängt wochenweise an Schulen solche Bahnen raus, die dann die ganze Woche über selbstständig abgelaufen werden können.

Bahnen können übrigens „öffentlich“ und „privat“ angelegt werden. Die App ist sehr einfach zu bedienen, sie ist in der englischen Sprache und kostet nichts.

Noch einen Schritt weiter geht „MOBO“, wo auch die Karte mit der OL-Bahn aufs Smartphone geladen wird. Hier braucht man dann gar keine ausgedruckte Karte mehr. Allerdings gibt es diese App nur in estnischer Sprache. Das verstehen wohl die wenigsten Schüler, Festpostenabläufer und sonstigen Orientierungsläufer aus Deutschland.

Habt ihr auch eine Lieblings-App für den Orientierungslauf? Dann stellt sie doch hier vor! Sendet dazu einfach eine Mail mit einer kurzen Beschreibung an presse@orientierungslauf.de.


Mehr:
iOrienteering (kostenlos im Google Play Store)

Autor: Ingo Horst & Daniel Härtelt
Eingestellt am 18.03.2016


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