Orientierungslauf in Deutschland


Orientierungslauf virtuell

Seit vielen Jahren nutzen Orientierungsläufer das Spiel „Catching Features“, um ihre technischen Fähigkeiten weiter zu entwickeln, sich bestimmte Geländearten anzuschauen oder einfach, um virtuell auf Postensuche zu gehen und bei einem Wettkampf ein gutes Resultat zu erzielen. Mit dem Simulator "Virtual-O" soll der Orientierungslauf nun weltweit auch in Nicht-OLer-Kreisen verbreitet werden.

Postenstandort
Postenstandort  Foto: World of O

Das Spiel Catching Features ist in Deutschland zumindest auch im Kreise der Nationalläufer nicht unbekannt. Mehrere aktuelle und ehemalige Nationalläufer vergleichen sich auch virtuell bei großen Wettkämpfen mit der von Greg Walker vor über 10 Jahren entwickelten Software. Aber auch zum klassischen Training wird das Programm anhand der eingespielten OCAD-Kartendateien intensiv genutzt.

Da sich in den letzten Jahren gerade im Bereich der Softwareentwicklung sehr viel getan hat, begann der 32-jährige Slovake Peter Furucz das Konzept neu aufzusetzen. Unter Abstimmung mit einer offenen Entwicklungsgruppe ist das Spiel Virtual-O entstanden. Dieses entspricht grafisch dem aktuellen Stand der technischen Möglichkeiten.

Im Gegensatz zu Catching Features, welches vor allem für den Kreis der Orientierungsläufer und Ski-Orientierungsläufer konzipiert wurde, soll Virtual-O noch mehr Spieler ohne Bezug zum Orientierungslauf in seinen Bann ziehen. Damit dies gelingt soll das Spiel auf der Plattform Steam weltweit verbreitet werden. Diese digitale Verteilungsplattform für Spiele und Software erreicht mehr als 125 Millionen Benutzer. In einer Kampagne kann aktuell durch jeden Benutzer, der dort registriert ist, für das OL-Spiel abgestimmt werden. Zum aktuellen Zeitpunkt befindet sich Virtual-O auf Rang 21 von 2140 möglichen Spielen zur Veröffentlichung.

Auf Postenjagd mit Karte und Kompass.
Auf Postenjagd mit Karte und Kompass.  Foto: Peter Furucz

Aus Sicht der Entwicklung werden mit Virtual-O folgende Ansätze verfolgt: Die Software soll sowohl als Simulaton aber auch als klassisches Spiel eingesetzt werden. In den Stufen Beginner, Normal und Elite müssen die Aufgaben in verschiedenen Geschwindigkeiten gelöst werden. Große Aufmerksamkeit wird auf die möglichst realistische Darstellung des Geländes gelegt. Viele sonstige Elemente wie z.B. Unterbewuchs oder Einzelobjekte sollen ein möglichst realistisches Bild der Umgebung vermitteln. In der Zukunft sollen die Geländeaufnahmen auch auf Laserdaten (LIDAR) basieren.

Im Vorfeld der Veröffentlichung wird auf verschiedenen Foren schon intensiv über die Nutzung sowie das Einbinden von Karten aus der eigenen Region diskutiert. Jeder Interessierte kann und soll sich nach Aussage von Peter in der Facebook-Gruppe "Virtual-O Early Access" an der weiteren Entwicklung der Software beteiligen.

Nachträgliche Anmerkung der Redaktion: Die Registrierung bei Steam ist kostenlos. Das Spiel Virtual-O wird in Zukunft weltweit veröffentlicht. Danke an alle, die dafür abgestimmt haben!


Mehr:
Homepage Virtual-O
Video Virtual-O und Abstimmung
Homepage Catching Features

Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 22.02.2016


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