Orientierungslauf in Deutschland


Geschwindigkeitskontrolle in Polen

Am Technik-Trainingslager vom 10.-14. Februar in Stettin nahmen 23 Athleten aus dem D/C- und C-Kader teil. In sechs OL- und zwei Laufeinheiten wurden wichtige Techniken verfeinert und Ideen für das eigene tägliche Training gegeben.

Bahntests werdem im Bundeskader regelmäßig durchgeführt
Bahntests werdem im Bundeskader regelmäßig durchgeführt  Foto: Jitka Kraemer

Mit vielen neuen Eindrücken ist das Jugendnationalteam aus dem polnischen Stettin zurückgekehrt. Direkt nach der Anreise am Mittwochmittag konnte bei einem Linien-OL das Gelände erkundet werden, das durch die gute Belaufbarkeit und seine feinen Höhenstrukturen sofort einige Pluspunkte sammelte. Nach dem gemeinsamen Abendessen standen zur Eröffnung des Trainingslehrgangs einige Spiele auf dem Programm, die den Teamgeist auf die Probe stellten und für ausgelassene Stimmung sorgten.

Am Donnerstag und Freitag besuchte man je vormittags das Stadion, wo, wie auch 2014 und 2015, auf einer Tartanbahn zunächst ein 3000m-Test und dann der O400 gelaufen wurden. Somit bestanden schon einige Vergleichswerte, anhand derer die jungen Athleten ihre Leistungsentwicklung abschätzen können. Während es beim Bahntest wie zum jetzigen Zeitpunkt zu erwarten keine Bestzeiten gab, kamen beim O400 gleich acht Läufer fehlerfrei über die Runden. Dennoch sollte weiterhin Wert darauf gelegt werden, solche Übungen ins eigene Training einzubauen, um das schnelle Kartenlesen unter Belastung weiter zu fördern.

Nachmittags wurde zunächst ein Ampel-OL unter dem Namen „Geschwindigkeitskontrolle“ durchgeführt, bevor ein Isohypsen-OL auf dem Plan stand. Bei beiden Einheiten wurde deutlich, dass das Höhenbild nicht wie auf OL-Karten üblich aufgenommen worden war, wodurch das Postensetzen und -finden zum Teil eine Herausforderung war. Somit wurde der Kompasseinsatz ungewollt umso wichtiger. Samstags konnte man sich dann bei den Staffelstarts zunächst so richtig auspowern und die Techniken unter erhöhtem Tempo und bei Gegnerkontakt üben, nachmittags wurde es beim Golf-OL wieder extensiver. Hier wurde das prospektive Kartenlesen geschult, da sich die Läufer in Zweierteams abwechselnd drei Postenverbindungen merken und die Standorte mit möglichst wenigen Kartenkontakten erreichen mussten. Den Abschluss bildete am Sonntag ein inszenierter Mitteldistanz-Wettkampf, den die Athleten mit Konzentration auf wenige Grundtechniken bestreiten sollten. Während zwei Autobesatzungen danach die Rückreise antraten, besuchte die näher wohnende Hälfte zur Regeneration noch ein Schwimmbad.

Aufstellung mit dem polnischen Team
Aufstellung mit dem polnischen Team  Foto: Nina Döllgast

Durch die zentral gelegene Unterkunft konnten alle Trainings in weniger als 30 Minuten erreicht werden, sodass zwischen den Einheiten immer wieder Zeit für gemeinsames Dehnen war. Abends traf man sich im Besprechungsraum, um die Trainings mit GPS auszuwerten, über Mentaltraining für die EYOC zu sprechen, das schweizer Modell des Trainingsaufbaus kennenzulernen oder einfach, um sich zu unterhalten. Unterstützt wurde das Team im Vorfeld und vor Ort durch Bartlomiej Mazan vom OL-Verein KOS BnO Szczezin, der mit einer noch jungen Trainingsgruppe ebenfalls an den meisten Trainings teilnahm. Finanzielle Unterstützung gab es für die Athleten aufgrund der schwierigen Lage des DTB dagegen leider keine, weshalb der komplette Aufenthalt selbst finanziert werden musste.

Das Nationalteam bedankt sich bei allen mitwirkenden Organisatoren, die den fast reibungslosen Ablauf möglich gemacht haben, vor allem bei Hauptorganisatorin Jitka Kraemer, die durch das Trainingslager ihren gelungenen Einstand im Trainerstab gab. Einzig an den Außentemperaturen muss für die kommenden Trainingslager noch gearbeitet werden.


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Nationalteam Orientierungslauf

Autor: Nina Döllgast
Eingestellt am 17.02.2016


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