Orientierungslauf in Deutschland


Russland und Schweden gewinnen Staffelwettbewerb zum Abschluss

Die größte bisher in Deutschland ausgetragene Ski-Orientierungslauf-Veranstaltung ist Geschichte. Am Mittwoch ging die insgesamt fünf Wettkämpfe zählende Weltcup-Runde im Erzgebirge mit der Staffel zu Ende. Während zum Abschluss in Klingenthal die Schweden bei den Herren ihrer Favoritenrolle letztlich gerecht wurden, konnte sich bei den Damen Russland knapp behaupten. Die deutschen Damen wurden Fünfte, die Herren Sechste.

Nicht ideal, aber gut und fair sind die Verhältnisse bei den Staffelwettbewerben in Klingenthal.
Nicht ideal, aber gut und fair sind die Verhältnisse bei den Staffelwettbewerben in Klingenthal.  Foto: Wieland Kundisch

Es war ein hartes Stück Arbeit für die schwedischen Herren, um bei den Wettkämpfen in Deutschland eine weiße Weste zu behalten. Aber am Ende gewannen sie auch den letzten Wettbewerb. Erik Blomgren, Ulrik Nordberg und der bisher alles dominierende Erik Rost auf der Schlussstrecke setzten sich gegen den ärgsten Mitfavoriten Russland durch. Mussten sie noch auf den ersten beiden Strecken dem Team mit Stepan Malinovskii, Eduard Khrennikov und Andrey Lamov knapp den Vortritt machen, war es wieder einmal Rost, der den Sieg am Ende sogar souverän nach Hause lief. Die Norweger Jørgen Madslien und Øyvind Wätterdal konnten froh sein, den amtierenden Weltmeister auf der Langdistanz, Lard Moholdt, als Schlussläufer zu haben. Er lief dank Tagesbestzeit das Team noch vom vorvorletzten Platz auf den dritten Rang. Das deutsche Herrenteam war eigentlich fast ein Damenteam. Sebastian Groß (SV Wissenschaft Quedlinburg) ging zusammen mit Resi Rathmann (SV Schmalkalden) und Anke Dannowski (Preetzer SV) ins Rennen. Das Trio kam in der offiziellen Nationenwertung auf Platz sechs.

Die deutsche Damenstaffel mit Anke von Gaza, Rieke Bruns und Hanka Straube (v.li.) holt mit Rang fünf nominell die beste Platzierung bei einer Weltcup-Staffel.
Die deutsche Damenstaffel mit Anke von Gaza, Rieke Bruns und Hanka Straube (v.li.) holt mit Rang fünf nominell die beste Platzierung bei einer Weltcup-Staffel.  Foto: Resi Rathmann

Bei den Damen gelang den Russinnen mit Alena Trapeznikova, Polina Frolova und Mariya Kechkina ein Start-Ziel-Sieg. Die Schwedinnen, die schon nach Startläuferin Evelina Wickbom einen deutlichen Rückstand hatten, hatten nie die Chance, noch an Russland heranzukommen. Zwar liefen Magdalena Olsson und Tove Alexandersson die besten Zeiten des Tages, doch nach 92 Minuten Gesamtlaufzeit fehlten ihnen am Ende 23 Sekunden zum Sieg. Klar dahinter kam Finnland mit Mirka Suutari, Mira Kaskinen und Salla Koskela auf Rang drei ins Ziel. Die deutschen Damen mit Rieke Bruns (MTK Bad Harzburg), Anke von Gaza (OLV Uslar) und Hanka Straube (SV Lengefeld) kamen hinter Tschechien auf den fünften Platz in der offiziellen Nationenwertung.

Auch wenn die Schneeverhaltnisse durch das starke Tauwetter alles andere als ideal waren, konnte die Staffel noch unter regulären Bedinungen in Klingenthal ausgerichtet werden. Damit sind die Weltcup-Runde und die Wettkämpfe in Deutschland beendet. Insgesamt haben die Ausrichter einen bemerkenswerten Job gemeistert. Und Deutschland hat - trotz aller anfänglicher Skepsis - damit ein weiteres Mal bewiesen, ein so genanntes IOF Major Event organisieren zu können, jetzt auch im Ski-Orientierungslauf.
Die dritte und letzte Weltcup-Runde dieses Winters wird bei den Europameisterschaften, die zusammen mit den Junioren-Weltmeisterschaften und Jugend-Europameisterschaften vom 29. Februar bis 5. März im österreichischen Obertilliach stattfinden, ausgetragen.


Mehr:
Homepage des Ski-Orientierungslauf-Weltcups in Deutschland

Autor: Eike Bruns  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 27.01.2016


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