Orientierungslauf in Deutschland


Alexandersson/Rost - wer sonst?

Das war ein mächtig spannendes Spektakel: Die Sprinstaffel beim Ski-Orientierungslauf-Weltcup hat am Dienstag in Sachen Dramatik kaum Wünsche offen gelassen. Und am Ende gewann doch das Duo, an dem bei dieser in Deutschland ausgetragenen Weltcup-Runde (fast) kein Weg vorbeiführt: Tove Alexandersson und Erik Rost aus Schweden. Die deutschen Staffel-Teams belegten die Plätze 14 und 15.

Erik Rost bringt am Ende mit zehn Sekunden Vorsprung den Sieg in der Sprinstaffel zusammen mit Tove Alexandersson für Schweden I ins Ziel.
Erik Rost bringt am Ende mit zehn Sekunden Vorsprung den Sieg in der Sprinstaffel zusammen mit Tove Alexandersson für Schweden I ins Ziel.  Foto: Milan Venhoda

Bange Blicke auf die Witterung: Wird der Schnee für die Wettkämpfe in Klingenthal, wo der Weltcup-Zirkus hin weitergezogen ist, reichen? Ja, er hat gereicht. Und es hat wieder einmal für Alexandersson und Rost gereicht. Dabei war es mitnichten ein Start-Ziel-Sieg für die beiden, die bisher fast alle Einzelrennen für sich entschieden haben und die nun erstmals in diesem Weltcup-Winter gemeinsam bei der Sprintstaffel an den Start gingen. Denn die größte Konkurrenz erwuchs aus dem eigenen Team mit Schweden II, das in der Besetzung Magdalena Olsson und Ulrik Nordberg an den Start ging. Mit Ulrik Nordberg hat Tove Alexandersson die erste Sprintstaffel des Winters im Dezember im finnischen Ylläs gewonnen. Nun ging es gegeneinander.

Bei der Sprintstaffel laufen eine Dame und ein Herr wechselweise je drei Mal. Die Nationen dürfen mehrere Teams an den Start stellen. Von vorneherein waren natürlich Alexandersson/Rost die Top-Favoriten. Doch Russland I mit Maryia Kechinka und Eduard Khrennikov hatte berechtigte Hoffnungen, den Schweden einen Strich durch die Rechnung zu machen. Allerdings nur bis zum ersten Wechsel, denn schon auf der Startstrecke handelte sich Maryia Kechinka einen Fehlstempel ein. Damit sollte sie nicht alleine bleiben an diesem Tag.
So schwang sich Schweden II zum ärgsten Widersacher auf, zunächst mit Erfolg. Denn Olsson/Nordberg gingen vom Start weg in Führung und blieben das auch bis zur Mitte des Rennens, wenn auch mit selten mehr als zehn Sekunden. Allerdings leistete sich Ulrik Nordberg auf der vierten Strecke einen Fehler, der das Team zwischenzeitlich auf Rang drei zurück warf. Die Chance ließ sich Erik Rost nicht entgehen - zeitweise ging das Team mit mehr als einer Minute in Führung - und doch machte er es auf der Schlussrunde noch mal spanndend. Letztlich brachte Rost aber den Sieg mit zehn Sekunden Vorsprung vor Schweden II ins Ziel.
Und es hätte beinahe ein Tag in Blau-Gelb werden können. Denn auch Schweden III mit Evelina Wickbom und Erik Blomgren waren zeitweise bis auf Rang zwei vorgelaufen. Am Ende mussten sie aber als Fünfte das Podium räumen für Finnland II mit Salla Koskela und Janne Häkkinen. Platz vier ging an Norwegen. Die Russen spielten an diesem Tag keine Rolle, nachdem auch Routinier Andrey Lamov Russland II mit einem Fehlstempel aus dem Rennen gebracht hatte.

Deutschland hatte sogar drei Teams am Start. Leider verabschiedete sich Deutschland III mit Anke von Gaza (OLV Uslar) und Sebastian Groß (SV Wissenschaft Quedlinburg) schon nach der Startstrecke mit einem Fehlstempel. Deutschland I und II mit Rieke Bruns (MTK Bad Harzburg) und Mark Huster (SV Sachsen 90 Werdau) sowie Resi Rathmann (SV Schmalkalden) und Wieland Kundisch (USV TU Dresden) wechselten sich in ihren Positionen immer wieder ab, am Ende mit dem glücklicheren Ende für Rathmann/Kundisch, die als 14. einen Platz vor Bruns/Huster ins Ziel kam.
Am Mittwoch geht dann die größte internationale Ski-Orientierungslauf-Veranstaltung, die jemals in Deutschland ausgetragen wurde, zu Ende. Dann steht der abschließende Staffelwettbewerb in Klingenthal auf dem Programm. Im Anschluss gibt es noch einen Bundesranglistenlauf.


Mehr:
Homepage des Ski-Orientierungslauf-Weltcups in Deutschland

Autor: Eike Bruns  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 26.01.2016


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