Orientierungslauf in Deutschland


Rost zum Dritten und wieder sechs deutsche Medaillen

Zum Abschluss der Einzelrennen der Ski-Orientierungslauf-Weltcup-Runde in Deutschland hat sich der Schwede Erik Rost zum König von Oberwiesenthal gekrönt. Im dritten Rennen hat er den dritten Sieg eingefahren. Bei der Langdistanz am Sonntag ist indes bei den Damen der Knoten bei der Russin Mariya Kechkina geplatzt. Nach fünf zweiten Plätzen in allen bisherigen fünf Weltcup-Rennen der Saison hat sie den Sprung auf Platz eins geschafft und die Überfliegerin Tove Alexandersson aus Schweden auf Rang zwei verwiesen. Bei den deutschen Altersklassenläufern, die mit der Langdistanz die parallel ausgetragenen Senioren-Weltmeisterschaften beendeten, gab es erneut sechs Medaillen. Anke von Gaza vom OLV Uslar sicherte sich dabei den zweiten Titel innerhalb von zwei Tagen.

Anne Röhnert ist auf der Langdistanz als 26. beste Deutsche am Sonntag in Oberwiesenthal.
Anne Röhnert ist auf der Langdistanz als 26. beste Deutsche am Sonntag in Oberwiesenthal.  Foto: Anke Dannowski

Es waren Strecken, die klar die Handschrift von Bahnleger Harald Männel trugen. Der ehemalige Bundestrainer verlangte von den Teilnehmern viele Höhenmeter und entsprechend gute Kondition ab. Kein Problem für Erik Rost. Der Schwede bleib in Oberwiesenthal unbezwungen und baute seine Führung im Gesamt-Weltcup aus. Dabei saß ihm der ärgsten Verfolger dicht im Nacken. Doch Eduard Khrennikov musste sich nach 14,9 Kilometer Luftlinie, 700 Höhenmetern und 71 Minuten Laufzeit um nur 21 Sekunden geschlagen geben. Dennoch beindruckte der 42-jährige Russe mit seiner Leistung, mit der er den amtierenden Weltmeister auf der Langstrecke, Lars Moholdt aus Norwegen, auf Rang drei verwies. Khrennikov scheint alles dafür zu tun, bei seiner Heim-WM, die kommendes Jahr in Krasnojarsk in Sibirien ausgetragen wird, noch einmal zu triumphieren.

Gut lief es auch für Martin Weisbrich (SSV Planeta Radebeul) zum Abschluss seines Weltcup-Debüts. Mit Rang 39 war er bester Deutscher und nicht allzu weit von den Punkten entfernt. Einen Platz dahinter folgte Andrei Krämer (Post SV Dresden). Florian Bergmann (SV TU Ilmenau), der am Vortag seinen ersten Weltcup-Punkt verbuchen konnte, musste sich am Sonntag mit Platz 41 begnügen.

Martin Weisbrich kommt in seinem dritten Weltcup-Rennen mit Platz 39 als schnellster Deutscher ins Ziel.
Martin Weisbrich kommt in seinem dritten Weltcup-Rennen mit Platz 39 als schnellster Deutscher ins Ziel.  Foto: Anke Dannowski

Bei den Damen gab es einen kleinen Wachwechsel - zumindest für einen Tag. Die Russin Mariya Kechkina triumphierte über die in Oberwiesenthal bis dahin noch ungeschlagene Schwedin Tove Alexanderssson. Und das nach 10,4 Kilometer Luftlinie, 510 Höhenmetern und 64 Minuten Laufzeit mit beindruckenden knapp zwei Minuten Vorsprung. Im Gesamtweltcup führt Alexandersson aber nach wie vor vor Kechkina. Noch einmal zwei Minuten dahinter rettete die Schwedin Evelina Wickbom den dritten Platz mit gerade mal zwei Sekunden Vorsprung vor der Norwegerin Anna Ulvensøen ins Ziel.

Bei den deutschen Damen gelang Anne Röhnert (Post SV Dresden) als 26. die beste Platzierung des Wochenendes für das deutsche Team. Rieke Bruns (MTK Bad Harzburg) und Resi Rathmann (SV Schmalkalden) folgten auf den Rängen 28 und 29. Insgesamt hatte das deutsche Team in Oberwiesenthal so viele Weltcup-Debütanten wie seit Jahren nicht mehr in ihren Reihen - darunter die erst 15-jährige Pia Buchholz (MTK) -, was Hoffnung für die Zukunft macht.

Noch einmal sechs Medaillen holten indes die deutschen Senioren bei den parallel ausgetragenen Weltmeisterschaften. Auf der abschließenden Langstrecke war es Anke von Gaza vom OLV Uslar in der W45 vorbehalten, ihrem Titel vom Vortag noch einen zweiten beizufügen. Nicht ganz gelang das Mittelstrecken-Siegerin Anne Heinemann (SV Robotron Dresden), die am Sonntag in der W40 Silber holte. Einen weiteren Vize-Seniorenweltmeister-Titel sicherte sich Sergej Sonnenberg (Osnabrücker TB) in der M60. Bronze ging jeweils an Ute Schönfeld (SV TU Ilmenau) in der W45, Elena Malkova (Post SV Dresden) in der W50 und Helmut Conrad (USV TU Dresden) in der M75.

Während für die Senioren die Weltmeisterschaften damit zu Ende gegangen sind, haben sich die Weltcup-Teilnehmer auf den Weg nach Klingenthal gemacht, wo am Dienstag und Mittwoch mit der Sprintstaffel und der Staffel die Weltcup-Runde zu Ende geht. Die Hoffnung der Ausrichter geht dahin, dass die steigenden Temperaturen die Verhältnisse nicht zu sehr verschlechtern. Insgesamt sind den Organisatoren bis hierhin gute Wettkämpfe gelungen.

Ergebnisse Weltcup Langdistanz



Damen

1. Mariya Kechkina RUS 1:04:08
2. Tove Alexandersson SWE 1:06:01 +1:53
3. Evelina Wickbom SWE 1:08:03 +3:55
...
26. Anne Röhnert (Post SV Dresden) 1:34:00 +29:52
28. Rieke Bruns (MTK Bad Harzburg) 1:45:54 +41:46
29. Resi Rathmann (SV Schmalkalden) 1:51:43 +47:35


Herren

1. Erik Rost SWE 1:11:33
2. Eduard Khrennikov RUS 1:11:54 +0:21
3. Lars Moholdt NOR 1:12:44 +1:11
...
39. Martin Weisbrich (SSV Planeta Radebeul) 1:38:53 +27:20
40. Andrei Krämer (Post SV Dresden) 1:39:05 +27:32
41. Florian Bergmann (SV TU Ilmenau) 1:40:32 +28:59


Mehr:
Homepage des Weltcups und der Senioren-Weltmeisterschaften 2016

Autor: Eike Bruns  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 24.01.2016


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