Orientierungslauf in Deutschland


Alexandersson und Rost weiter ungeschlagen, sieben Medaillen für Deutschland

Die Schweden Tove Alexandersson und Erik Rost drücken dem Ski-Orientierungslauf-Weltcup in Oberwiesenthal ihren Stempel auf. Wie schon den Sprint am Vortag gewannen sie auch die Mittelstrecke am Sonnabend. Freude auch im deutschen Lager. Bei den parallel ausgetragenen Senioren-Weltmeisterschaften gab es sechs Medaillen, darunter zwei Titel.

Die Schwedin Tove Alexandersson dominiert die Weltcup-Rennen in Oberwiesenthal und gewinnt nach dem Sprint auch die Mitteldistanz.
Die Schwedin Tove Alexandersson dominiert die Weltcup-Rennen in Oberwiesenthal und gewinnt nach dem Sprint auch die Mitteldistanz.  Foto: Wieland Kundisch

Es war fast eine andere Welt: Herrschte am Freitag bei klirrender Kälte noch eitel Sonnenschein, folgten nach einem Wetterumschwung Schnee, Eisregen und Temperaturen um den Gefrierpunkt. Eine Herausforderung für Teilnehmer und Ausrichter. Die, die damit scheinbar wieder am Besten zurecht kamen, waren die Vortagessieger aus Schweden. Tove Alexandersson hat mit ihrem vierten Sieg im fünften Rennen dieses Winters die Führung im Gesamtweltcup weiter ausgebaut. Die einzige, die noch ansatzweise Schritt halten kann, ist die "ewige Zweite" (fünf zweite Plätze in fünf Einzelrennen) Mariya Kechkina aus Russland. Wie am Vortag musste sie sich nur der Schwedin geschlagen geben und behielt dieses Mal Oberhand über die drittplatzierte Mira Kaskinen aus Finnland.

Die deutschen Damen Rieke Bruns (MTK Bad Harzburg), Anne Röhnert (Post SV Dresden), Pia Buchholz (MTK Bad Harzburg) und Resi Rathmann (SV Schmalkalden) belegten, wenn auch in anderer Reihenfolge, wie am Vortag die Plätze 31 bis 34.

Fast genau so souverän wie seine Teamkameradin gewann Erik Rost bei den Herren und baute damit ebenso seine Führung im Gesamtweltcup aus vor dem russischen "Urgestein" Eduard Khrennikov, der am Sonnabend als Vierter das Podium um nur eine Sekunde verpasste, und dem Bulgaren Stanimir Belomazhev, der Sechster wurde. Auf dem Podium standen andere: der Finne Ville Petteri Saarela hatte sich schon im Sprint als Dritter gut aufgelegt gezeigt und wurde nun über die Mitteldistanz sogar Zweiter und verwies damit den Norweger Lars Moholt auf Rang drei.

Einer von vier deutschen Weltcup-Debütanten: Martin Weisbrich vom SSV Planeta Radebeul.
Einer von vier deutschen Weltcup-Debütanten: Martin Weisbrich vom SSV Planeta Radebeul.  Foto: Wieland Kundisch

Bester deutscher Herr war wie am Vortag Florian Bergmann (SV TU Ilmenau) auf Platz 37. Andrei Kraemer (Post SV Dresden) kam als 42. einen Platz vor Martin Weisbrich (SSV Planeta Radebeul) ins Ziel.

Was sich am Vortag nach dem ersten von zwei Wertungsrennen über die Mitteldistanz schon abzeichnete, wurde am Sonnabend Realität: Anne Heinemann (SV Robotron Dresden) in der W40 und Anke von Gaza (OLV Uslar) verwerteten ihre guten Vorgaben und wurden jeweils in ihrer Altersklasse Senioren-Weltmeisterin. Noch jeweils einen Platz verbessern konnten sich Sergej Sonnenberg (Osnabrücker TB) in der M60 und Helmut Conrad (USV TU Dresden) in der M75, was ihnen jeweils den Titel des Vize-Senioren-Weltmeisters einbrachte. Bronze sicherten sich zudem Susanne Bergmann (SV TU Ilmenau) in der W50, Margit Reichert (USV TU Dresden) in der W65 und Gerhard Horn (TGV Horn) in der M80.

Am Sonntag gehen die Senioren-Weltmeisterschaften mit der Langstrecke schon wieder zu Ende. Die Weltcup-Teilnehmer machen sich nach der Langstrecke auf den Weg nach Klingenthal, wo am Dienstag und Mittwoch die Staffelwettbewerbe ausgetragen werden.

Ergebnisse Weltcup Mitteldistanz



Damen

1. Tove Alexandersson SWE 33:23
2. Mariya Kechkina RUS 34:20 +0:57
3. Mira Kaskinen FIN 35:25 +2:02
...
31. Rieke Bruns (MTK Bad Harzburg) 51:25 +18:02
32. Anne Röhnert (Post SV Dresden) 55:38 +22:15
33. Pia Buchholz (MTK Bad Harzburg) 58:34 +25:11
34. Resi Rathmann (SV Schmalkalden) 59:17 +25:54
dns Anke Dannowski (Preetzer TSV)


Herren

1. Erik Rost SWE 34:32
2. Ville Petteri Saarela FIN 35:15 +0:43
3. Lars Moholdt NOR 35:26 +0:54
...
37. Florian Bergmann (SV TU Ilmenau) 45:54 +11:22
42. Andrei Kraemer (Post SV Dresden) 47:15 +12:43
43. Martin Weisbrich (SSV Planeta Radebeul) 47:58 +13:26


Mehr:
Homepage des Weltcups und der Senioren-Weltmeisterschaften 2016

Autor: Eike Bruns  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 23.01.2016


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