Orientierungslauf in Deutschland


Dänemark überragend zur Sprintstaffel

Zwei herausragende Einzelleistungen der Damen bildeten den Grundstein für den Sieg des dänischen Teams am Samstagabend zur Sprintstaffel im schottischen Küstenort Nairn. Die norwegische und russische Schlussläuferin konnten auf der letzten Schleife noch die Schweiz abfangen und auf die Plätze zwei und drei vorlaufen. Das deutsche Team beendete bei wechselhaften Wetterbedingungen die Entscheidung auf Rang 23.

Start zur Sprintstaffel
Start zur Sprintstaffel  Foto: Fred Härtelt

Ähnlich wie bei der WM 2014 war die gemischte Sprintstaffel große Werbung für die Sportart Orientierungslauf, bei der Tausende Zuschauer das Wettkampfzentrum und das Laufgebiet bevölkerten. Die Startläufer liefen nach dem Startschuss direkt auf das Meer und frenetisch anfeuernde Zuschauer zu, bevor diese in die Dünen von Nairn abbogen. Im weiteren Verlauf galt es in der Küstenstadt Routenwahlentscheidungen zu treffen, durch die Häuserzeilen und Parks zu navigieren, an den kurzen Anstiegen in den Dünen das Tempo hoch zu halten sowie technisch sauber zu laufen. Mehrere aufgebaute künstliche Zäune erhöhten die technischen Anforderungen zusätzlich.

Dänemark holt in Schottland das erste Gold
Dänemark holt in Schottland das erste Gold  Foto: Fred Härtelt

Mit einem fulminanten Start gelang es Emma Klingenberg sich vom restlichen Feld abzusetzen. Die Dänin übergab mit mehr als 45 Sekunden Vorsprung auf Tue Lassen. Der Däne büßte zwar etwas Zeit ein, konnte die Führung aber behaupten. Schlussläuferin Maja Alm ging gemeinsam mit der Schweizerin Judith Wyder auf die letzte Runde, nachdem der Schweizer Matthias Kyburz auf den amtierenden dänischen Sprintweltmeister Sören Bobach aufgelaufen war. Während die Dänin ein technisch und läuferisch starkes Rennen zeigte und mit mehr als 1:20 min Vorsprung den Sieg nach Hause lief, musste die Schweizerin die Norwegerin Anne Margrethe Hausken sowie die Russin Galina Vinogradova passieren lassen. Der enttäuschende vierte Platz der entthronten Schweizer Staffel war somit die erste große Überraschung bei dieser WM.

Das dänische Team lag sich im Anschluss der Entscheidung jubelnd in den Armen. Nach den starken Sprintresultaten der vergangenen Jahre gingen die Skandinavier als einer der Favoriten in das Rennen.

Christoph Prunsche zur Sprintstaffel
Christoph Prunsche zur Sprintstaffel  Foto: Fred Härtelt

Beim deutschen Team standen die Vorzeichen vor dem Lauf ganz anders. Zielstellung war hier mindestens die Wiederholung der Platzierung aus dem letzten Jahr, was mit Rang 23 nicht ganz gelang. Sabine Rothaug (OSC Kassel) orientierte sicher durch das verschiedenartige Laufgelände und lief das Tempo entsprechend ihrer aktuellen Möglichkeiten. Auf der zweiten Position zeigte Bojan Blumenstein (OSC Kassel) die beste deutsche Leistung an diesem Tag. Christoph Prunsche (TuS Lübbecke) und Anne Kunzendorf (Gundelfinger TS) konnten nicht ganz an die Leistungen der zuvor gestarteten Deutschen anknüpfen, so dass sich das deutsche Team einen Rang schlechter als im vergangenen Jahr platzierte.

Im Vorfeld der Sprintstaffel wurden die Weltmeisterschaften 2015 offiziell eröffnet. Mit Dudelsack und Kilt kamen typisch schottische Elemente zum Einsatz. Mehrere Teams und Läufer konnten daran allerdings nicht teilnehmen, da sich diese im Quarantäne-Bereich zur Sprintstaffel befanden.

Zum Finale über die Sprintdistanz am Sonntag ab 17:50 Uhr (MESZ) werden keine deutschen Teilnehmer starten.

Ergebnisse


1. Dänemark (E. Klingenberg, Lassen, S. Bobach, Alm)		60:54 min
2. Norwegen (Egseth, Westergard, Osterbo, Hausken) 62:15 min
3. Russland (Riabkina, Tikhonov, Khramov, Vinogradova) 62:20 min
23. Deutschland (Rothaug, Blumenstein, Prunsche, Kunzendorf) 70:05 min


Mehr:
Homepage Veranstaltung
Detaillierte Informationen zur Sprintstaffel
Übertragung (im schwedischen Fernsehen)

Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 01.08.2015

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