Orientierungslauf in Deutschland


Bundesweit erster Natursporterlebnistag in Bingen – Orientierungslauf als „die“ Natursportart dabei

Der Rheinhessische Turnerbund hatte am 21.6.2015 zum ersten Natursporterlebnistag in Bingen unter der Schirmherrschaft von Ulrike Höfken, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz, eingeladen.

Postenfinden mit Ausblick
Postenfinden mit Ausblick  Foto: Rheinhessischer Turnerbund

Eigens für diese Veranstaltung wurde eine Karte des Parks am Mäuseturm aufgenommen. Insgesamt 4 Bahnen von Beginner bis technisch Anspruchsvoll wurden gelegt. Jeder Läufer hatte die theoretische Möglichkeit alle Bahnen zu laufen, was vier Aktive in die Tat umsetzten. Fast 50 Läufer absolvierten zusammen über 70 Bahnen. Es gab auch einen Fähnchenlauf, der von vielen Kindern mit und ohne Eltern genutzt wurde. Von „echt cool“ bis zu „Kann ich nochmal?“ war die Begeisterung bei Groß und Klein zu hören.

Neben den sportlichen Angeboten fand parallel ein Bühnenprogramm mit verschiedenen Vorträgen und Podiumsdiskussionen statt. Professionell moderiert von Christian Döring (SWR) ergaben sich interessante Gespräche zum Themenkreis Sport und Umwelt.

belagertes OL Infozelt und Ziel
belagertes OL Infozelt und Ziel  Foto: Stefan Röhl

Die rheinhessischen Orientierungsläufer nutzten die Möglichkeit, um die frische Studie zum Thema „Orientierungslauf - im Einklang mit der Natur“ vorzustellen und zu diskutieren. Die Vorstellung übernahm Stefan Röhl (Sportwart OLF Mainz). Er erläuterte die Ergebnisse, die in Leitlinien für die Durchführung von OL Wettbewerben zusammengeführt wurden. Die Podiumsdiskutanten Prof. Dr. Herbert Göttler (Vorsitzender der Kreisgruppe Mainz-Bingen des BUND), Paul Peitz (Förster im Forstrevier Heiligkreuz / Stadtwald Bingen), Michael Staaden (Referent für Umwelt und Sport im Umweltministerium), Anne-Katrin Klar (Fachwartin Orientierungslauf Rheinhessen) und Stefan Röhl (Sportwart OLF Mainz) konnten das gesamte Spannungsfeld der verschiedenen Interessenslagen umfassend aufzeigen.

Der positive Tenor: Alle begrüßen es, wenn Bildung und Erholung im Freien stattfindet. Gerade das Thema organisierter Sport und Individualsport und die Unterschiede in der Möglichkeit des Dialogs wurden herausgearbeitet und dem OL zugute gestellt.

im Dialog
im Dialog  Foto: Rheinhessischer Turnerbund

Das Fazit nach der Veranstaltung lautet daher, dass es wichtig ist im Orientierungslauf das Thema Umwelt zu besetzen und weiter proaktiv daran zu arbeiten.

Es gilt mit Interessengruppen und Entscheidungsträgern im Gespräch zu bleiben, die gegenseitigen Bedürfnisse und Sichtweisen zu verstehen. Hierfür gibt es positive Beispiele. So lassen sich Lösungen entwickeln, die uns OLern erlauben werden unsere schöne Sportart weiterhin auch in deutschen Wäldern abseits der Wege ausüben zu können.


Mehr:
Homepage Rheinhessischer Turnerbund

Autor: Anne-Katrin Klar
Eingestellt am 02.07.2015

© 2001-2017 TK OLImpressum