Orientierungslauf in Deutschland


Versöhnlicher Abschluss der JEM bei der Sprintentscheidung

Nach den verpatzten Staffelentscheidungen konnte das deutsche Team beim Sprint ein versöhnliches Mannschaftsergebnis zum Abschluss der Jugendeuropameisterschaft (JEM) in Rumänien erreichen. Beste Deutsche wurde dabei Ellen Klüser (USV TUDresden) mit einem sehr guten 7. Platz. Die Sieger kamen in der M-16 und W-18 jeweils aus der Schweiz, in der M-18 aus Finnland und in der W-16 aus Tschechien. Nach den Erfolgen auf der Langdistanz und der Staffel gewann Tschechien damit deutlich die Nationenwertung.

Mannschaftsfoto
Mannschaftsfoto  Foto: Thomas Rewig

Das sehr schnelle Sprintgelände in einem typischen Wohngebiet von Cluj Napoca war geprägt von Zäunen und unpassierbaren Hecken, was ein genaues Erkennen von Durchgängen bei der Routenwahl erforderte. Da solch ein unspezifisches Stadtterrain auch in Deutschland anzutreffen ist, kam das deutsche Team wieder besser mit den Anforderungen dieses Wettkampfes zurecht. So konnten sich sieben der deutschen Athleten in der vorderen Hälfte platzieren. Nur die H-18 musste dem starken internationalen Feld Tribut zollen und kam bei vergleichbaren Rückständen nicht zu einem „zählbaren“ Ergebnis. Ellen Klüser konnte mit einem so gut wie fehlerfreien Lauf fast in die Diplomränge sprinten, nur die Laufgeschwindigkeit der Damen auf den Diplomrängen konnte sie nicht ganz mitgehen. Dorothea Müller (Post SV Dresden) überraschte nach einer langen Verletzungspause und somit suboptimalen Laufform mit einem starken 16. Platz.

Somit konnte das Ziel von Diplomrängen bei der JEM dieses Jahr nicht erreicht werden, auch wenn durch drei hoffnungsvolle Top 10 Platzierungen gezeigt wurde, dass das Team zumindest in der Reichweite dieses Ziels lag.

Als Fazit der JEM kann gezogen werden, dass die deutsche Jugend weiterhin zu weit von der Spitze weg ist, um im Kampf um die Medaillen eingreifen zu können. Trotz Fokus in den Trainingslagern auf die Staffeln und anspruchsvolle Orientierungsaufgaben ist das o-technische und läuferische Niveau in Deutschland noch zu niedrig um international weiter voranzukommen. Hier muss konsequent der eingeschlagene Weg des Nationalteams und der Leistungszentren fortgesetzt werden, dass Trainingslager und Wettkämpfe im Ausland genutzt werden, um schon in jungen Jahren die Jugend auf das anspruchsvolle internationale Niveau zu heben. Dass dies sicherlich auch ein Problem des Budgets und somit auch der begrenzten maximalen Leistungsfähigkeit des Trainerehrenamtes ist, ist sicherlich nichts Neues.

Ergebnisse



M-16
 
1. Nicola Muller Switzerland 10:27 min
2. Jonas Fencl Czech Republic +0:22
3. Pierre Erbland France +0:43
33. Riccardo Casanova Germany +1:45
40. Henning Kapischke Germany +1:56
50. Franz Gawlitza Germany +2:07
75. Dennis Bräuer Germany +3:14


M-18
 
1. Olli Ojanaho Finland 11:49 min
2. Florian Attinger Switzerland +0:08
3. Isac von Krusenstierna Sweden +0:14
60. Colin Kolbe Germany +1:59
66. Lukas Janischowsky Germany +2:06
73. Veit Slodowski Germany +2:24
78. Joris Hochstetter Germany +2:36


W-16
 
1. Tereza Janosikova Czech Republic 10:14 min
2. Irina Lazareva Russia +0:34
3. Elena Pezzati Switzerland +0:36
7. Ellen Klüser Germany +0:58
42. Ann-Charlotte Spangenberg Germany +2:27
55. Meike Hennseler Germany +3:08
79. Hannah Hänsel Germany +5:45


W-18
 
1. Valerie Aebischer Switzerland 10:07 min
2. Noora Koskinen Finland +0:02
3. Tove Ronnback Sweden +0:10
16. Dorothea Müller Germany +1:05
31. Mareike Seeger Germany +1:35
34. Patricia Siegert Germany +1:39
54. Isabel Seeger Germany +2:26


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Autor: Thomas Rewig
Eingestellt am 29.06.2015

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