Orientierungslauf in Deutschland


Deutsche Staffeln bleiben hinter den Erwartungen zurück

Nach dem verregneten Auftakt bei der Jugendeuropameisterschaft (JEM) in Rumänien wurden heute bei schönstem Sonnenschein die Staffelentscheidungen ausgefochten. Dabei galt es, das Tempo immer wieder dem Terrain mit schnellen Wiesenhügeln und diffusen Dickichten anzupassen. Am besten gelang das den tschechischen Staffeln in der W-16 und W-18, dem französischen Team in der M-16 und den Schweden in der M-18, die allesamt Gold holten. Das deutsche Team erlief sich zwei Top-10 Platzierungen.

Riccardo Casanova im Zieleinlauf
Riccardo Casanova im Zieleinlauf  Foto: Thomas Rewig

Aufgrund der guten Vorbereitung im JEM-Trainingslager auf den Staffelwald war das Ziel der deutschen Mannschaft, mindestens ein Diplom zu holen. Durch Probleme mit der Fehlerminimierung bei den Dickichtposten und zeitintensive Parallelfehler konnte dieses Ziel jedoch nicht erreicht werden. Das beste Ergebnis erliefen somit nicht wie erwartet die Damenmannschaften, sondern durch ein konstant gutes Rennen die M-16 in der Besetzung Riccardo Casanova (OLG Regensburg), Henning Kapischke (OK Mark Brandenburg) und Franz Gawlitza (SV Robotron Dresden) mit dem 9. Platz.

Die deutsche W-18 Staffel wurde schon auf der ersten Teilstrecke trotz eines ordentlichen Laufes von Mareike Seeger (Baiersdorfer SV) im läuferisch starken Starterfeld weit nach hinten gereicht. Patricia Siegert (USV TU Dresden) erwischte einen etwas gebrauchten Tag und musste abgeschlagen auf Dorothea Müller (Post SV Dresden) übergeben, die durch eine sehr gute Schlussstrecke der Mannschaft den 10. Platz sicherte.

Während Colin Kolbe (TuS Lübbecke) beim Sichtposten im starken M-18 Feld nach einer guten ersten Runde noch im Plan lag, musste er nach langem Suchen im falschen Dickicht auf der ersten Schlussschlaufe schon die Hoffnung auf eine gute Platzierung begraben. Lukas Janischowsky (OLG Regensburg) übergab nach einem konstanten Lauf an Veit Slodowski (USV Jena), der mit der fünftbesten Zeit auf der dritten Bahn das Team noch auf einen 15. Platz führte.

Mareike Seeger auf den letzten Metern
Mareike Seeger auf den letzten Metern  Foto: Thomas Rewig

Die jungen Mädchen in der W-16 starteten mit Ann-Charlotte Spangenberg (TG 1860 Münden) sehr gut ins Rennen. Die international noch unerfahrene Hannah Hänsel (SV Lengefeld) verlor bei einem bis dahin guten Lauf jedoch im Dickicht komplett die Kontrolle und Ellen Klüser (USV TU Dresden) konnte danach mit einem Lauf im Schongang nur noch den 16. Platz erreichen.

Morgen findet der wohl laufbetonte Sprint in Cluj-Napoca statt.

Ergebnisse



W-16

1. Tschechien	71:04 min
2. Dänemark + 02:02
3. Ungarn + 04:07
16. Deutschland (Spangenberg, Hänsel, Klüser) + 34:33


W-18

1. Tschechien	98:32 min
2. Norwegen + 00:44
3. Finnland + 00:57
10. Deutschland (M.Seeger, Siegert, D. Müller) + 12:11


M-16

1. Frankreich	83:42 min
2. Österreich + 01:41
3. Estland + 02:48
9. Deutschland (Casanova, Kapischke, Gawlitza) + 09:23


M-18

1. Schweden	92:17 min
2. Schweiz + 01:56
3. Finnland + 03:21
15. Deutschland (Kolbe, L.Janischowsky, Slodowski) + 25:00


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Autor: Thomas Rewig
Eingestellt am 27.06.2015

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