Orientierungslauf in Deutschland


Nachwuchs startet bei der JEM

In Cluj-Napoca werden vom 25. bis zum 28. Juni die Jugend-Europameisterschaften (JEM) ausgetragen. Deutschland reist mit einem kompletten Team in den Südosten Europas und möchte an die Leistungen vergangener Jahre anknüpfen. Der Nachwuchs kann sich in den Kategorien der 16- und 18-jährigen über die Sprint- und Langdistanz sowie in der Staffel beweisen.

Team zur JEM
Team zur JEM  Foto: Nationalteam

Die Jugend-Europameisterschaften finden in Rumänien statt, was für die meisten, wenn nicht sogar für alle in der Mannschaft, Neuland sein dürfte. Denn Rumänien gehört nicht zu den Ländern, in denen der durchschnittliche deutsche Orientierungsläufer seinen OL-Urlaub verbringt. Seit Montag bereitet sich das Team vor Ort auf die JEM vor.



Die Mannschaft:


Damen -18: Dorothea Müller (Post SV Dresden), Isabel Seeger, Mareike Seeger (beide Baiersdorfer SV), Patricia Siegert (USV TU Dresden)
Herren -18: Joris Hochstetter (USV Jena), Lukas Janischowsky (OLG Regensburg), Colin Kolbe (TuS Lübbecke), Veit Slodowski (USV Jena)
Damen -16: Hannah Hänsel (SV Lengefeld), Meike Hennseler (MTV Seesen), Ellen Klüser (USV TU Dresden), Ann-Charlotte Spangenberg (TG 1860 Münden)
Herren -16: Dennis Bräuer (SV Lengefeld), Riccardo Casanova (OLG Regensburg), Franz Gawlitza (SV Robotron Dresden), Henning Kapischke (OK Mark Brandenburg)

Henning Kapischke hat den Sprung ins Team geschafft.
Henning Kapischke hat den Sprung ins Team geschafft.  Foto: Fred Härtelt

Das deutsche Team konnte bei vergangenen Jugend-Europameisterschaften bereits einige Erfolge feiern. Besonders im Gedächtnis geblieben sind die beiden Silbermedaillen von Dorothea Müller vor zwei Jahren in Portugal. Diesmal gehört sie zum ältesten Teilnehmer-Jahrgang und möchte an die Erfolge anknüpfen, auch wenn sie sich wegen einer Verletzung bisher nicht optimal vorbereiten konnte und auf die Sichtungsläufe verzichten musste. Mareike Seeger überzeugte letztes Jahr bei ihrem Einsatz und schaffte so den Sprung in den D/C-Kader, was sie durch ihre nationalen Leistungen bisher bestätigte. Dieses Jahr hat ihre Schwester Isabel, die letztes Jahr aufgrund einer Verletzung nicht antreten konnte, wiederum gezeigt, dass auch sie ins Team gehört, wodurch nun beide Zwillingsschwestern in der D-18 am Start sind. Vierte im Bunde ist die laufstarke Patricia Siegert aus Dresden, die letztes Jahr ein respektables Resultat auf der Langstrecke verbuchen konnte und in diesem Jahr einige starke nationale Auftritte ablieferte.

Auch Ellen Klüser ließ im Zusammenhang mit der JEM bereits aufhorchen, als sie in Portugal als 14-jährige in die Top 10 lief. Sollte ihr ein fehlerarmer Lauf in der D-16 gelingen, ist alles möglich. Die übrigen Läuferinnen im D-16-Team sind zum ersten Mal bei einem großen internationalen Einsatz dabei. Das gilt sowohl für die beiden Läuferinnen aus Niedersachsen, Ann-Charlotte Spangenberg und Meike Hennseler, als auch für Hannah Hänsel, die in der Sichtung vor allem im Sprint glänzte.

Patricia Siegert startet in Rumänien für Deutschland.
Patricia Siegert startet in Rumänien für Deutschland.  Foto: Fred Härtelt

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der H-18. Lediglich Veit Slodowski kann bereits JEM-Erfahrungen und mehrere Platzierungen in den Top 25 vorweisen, die er in Rumänien verbessern möchte. Bemerkenswert ist, dass sich drei Läufer für das Team empfehlen konnten, die weder im Kader noch in der Infogruppe sind. Colin Kolbe, in der Vergangenheit zweimal denkbar knapp gescheitert, hat sich diesmal das Ticket zur JEM erkämpft. Deutschland wird außerdem durch Joris Hochstetter und Lukas Janischowsky vertreten, die zum ersten Mal international am Start sind.

In der H-16 sind alle Läufer noch unerfahren auf dem internationalen Meisterschaftsparkett, aber in der Sichtung zeigten sie verlässlich gute Leistungen. Letztlich konnten sich durchsetzen: Dennis Bräuer, der vor allem auf kurzen Strecken überzeugte, Riccardo Casanova, Franz Gawlitza und Henning Kapischke.

Die Trainer sind froh, dass es noch weitere Läufer gibt, die für die Mannschaft in Frage gekommen wären. Ihnen wird der JEC im Herbst in Bad Harzburg vielleicht noch eine Gelegenheit bieten, sich im internationalen Vergleich zu bewähren.


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Autor: Heidrun Finke & Daniel Härtelt
Eingestellt am 25.06.2015

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