Orientierungslauf in Deutschland


Nachwuchs für Junioren-WM selektiert

Nachdem im April und Mai mehrere Bundesveranstaltungen als Sichtungsläufe dienten, wurde inzwischen die Mannschaft für die Junioren-Weltmeisterschaft (JWOC) im norwegischen Rauland nominiert. Trotz der Entfernung bleiben vom 5. bis zum 10. Juli lediglich zwei Startplätze der Damen unbesetzt.

Erik Döhler ist der Jüngste im Team.
Erik Döhler ist der Jüngste im Team.  Foto: Fred Härtelt

Die Junioren sind diesmal Anfang Juli in Norwegen zu Gast, also einem klassischen OL-Land. Gerade auch für Deutsche handelt es sich um kein unbekanntes Terrain, denn nicht zuletzt durch Familie Schmitt-Gran, die über Jahre hinweg deutschen OLern eine Au-pair-Stelle anbot, gibt es zahlreiche Spitzenläufer mit vielen Norwegen-Erfahrungen. Hoffentlich kann das Team hiervon profitieren.

Die Mannschaft:


Herren: Erik Döhler (TUS Rüppurr), Moritz Döllgast (TV Oberbexbach), Markus Grätsch (USV TU Dresden), Korbinian Lehner (OLG Regensburg), Mark Otto (Kaulsdorfer OLV), Florian Pasda (USV Jena)

Damen: Birte Friedrichs (MTV Seesen), Patricia Nieke, Paula Starke (beide USV TU Dresden), Leonore Winkler (USV Jena)

Letztes Jahr feierte Moritz Döllgast mit einer Top 10-Platzierung auf der Langstrecke einen herausragenden Erfolg. Drücken wir ihm die Daumen, dass ihm auch diesmal wieder ein gutes Rennen gelingt und er eine Leistung von gleichem Niveau zeigen kann.

Der Jüngste ihm Team ist Erik Döhler, sicher eines unserer größten Talente. Mit gerade einmal 17 ist er aber bereits zum zweiten Mal dabei. Zwar wird es für ihn nicht leicht, sich gegen die bis zu drei Jahre ältere Konkurrenz durchzusetzen, aber schon letztes Jahr konnte er sich gut „verkaufen“.

Patricia Nieke läuft ihre erste JWM.
Patricia Nieke läuft ihre erste JWM.  Foto: Fred Härtelt

Auch für Mark Otto ist es keine Premiere. Vor einem Jahr hatte er aber während der Wettkampfwoche mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Davon bleibt er dieses Mal hoffentlich verschont, um seine läuferische Stärke optimal ausnutzen zu können.

Richtig unglücklich war im Vorjahr Markus Grätsch. Er war bereits nominiert, musste aber verletzungsbedingt kurzfristig auf die JWOC verzichten. Dieses Jahr nun meldet er sich zurück und ist für skandinavisches Gelände gut gerüstet, da er seit dem Herbst als Au-pair in Schweden weilt und hier schon viele Trainingseinheiten absolviert hat.

Mit im Team sind Korbinian Lehner, der in der Sichtung aus gesundheitlichen Gründen sein Potenzial noch nicht abrufen konnte, sowie der laufstarke Florian Pasda aus Jena.

Auch bei den Frauen ist eine noch sehr junge Läuferin im Aufgebot: Birte Friedrichs ist vom gleichen Jahrgang wie Erik. Aber auch für sie gilt, dass sie sich nicht verstecken muss, wenn ihr ein guter Lauf gelingt. Ihr vierter Platz bei der letztjährigen EYOC zeigt, dass sie international sehr gut mithalten kann, sicher auch bei den Älteren.

Die anderen drei sind „echte“ Juniorinnen, wobei nur Paula Starke bereits an einer Junioren-Weltmeisterschaften teilgenommen hat. Diese Erfahrungen will sie dieses Jahr nutzen und sich weiter verbessern.

Leonore Winkler hatte bei der Sichtung, bedingt durch das Abitur, noch etwas Trainingsrückstand, zeigte aber eine gute Leistung bei der DM Sprint und kann hoffentlich bis zum Sommer noch einiges aufholen.

Diesmal hat es auch für Patricia Nieke mit der Nominierung geklappt, nachdem sie in der Vergangenheit zweimal knapp das Nachsehen hatte. Um sich auf ihr großes Ziel noch besser vorzubereiten, verzichtete sie gemeinsam mit Moritz, Korbinian und Paula auf die DM Mittel und absolvierte stattdessen ein „privates“ Trainingslager in Norwegen. Da ließ es sich Junioren-Trainer Thomas Meier nicht nehmen mitzufahren, um die Gruppe zu unterstützen.

Blicken wir also gespannt Anfang Juli nach Norwegen und drücken unserem OL-Nachwuchs ganz fest die Daumen!


Mehr:
Homepage Veranstaltung

Autor: Heidrun Finke
Eingestellt am 19.06.2015

© 2001-2017 TK OLImpressum