Orientierungslauf in Deutschland


Weltcup in Schweden annulliert

Zum Weltcup über die Sprintdistanz in Schweden ist genau das passiert, was nicht passieren darf. Aufgrund von Problemen mit mehreren Posten wurde nach dem Rennen in Lysekil Protest eingereicht, der schließlich von der Jury stattgegeben wurden. Im Rennen zeigte Susen Lösch (USV Jena) die beste deutsche Leistung.

Zieleinlauf in Lysekil
Zieleinlauf in Lysekil  Foto: Fred Härtelt

30 Kilometer westlich von Uddevalla gingen ab 13:15 Uhr insgesamt 97 Damen und 121 Herren auf ihre Bahnen durch das ehemalige Fischerdorf an der Ostsee. Zu absolvieren waren für die Damen 3,4 km und für die Herren 3,8 km.

Susen Lösch zeigte mit Abstand die stärkste deutsche Leistung und wurde im starken Teilnehmerfeld vor dem Protest nach Ende des Rennens auf Rang 28 geführt. Die weiteren deutschen Damen und Herren erreichten in der vorläufigen Ergebnisliste Platzierungen ab Rang 67. Die Schnellsten des Tages waren die Schwedin Tove Alexandersson und der Belgier Yannick Michiels. Im typisch städtischen Gelände mit Straßen, Grünflächen und einem geringen Waldanteil mit Felsgebieten wird sich vor allem der Belgier ärgern, der nach einem herausragenden Lauf seinen ersten Weltcupsieg hätte feiern können.

Susen Lösch zeigt eine starke Leistung
Susen Lösch zeigt eine starke Leistung  Foto: Fred Härtelt

Doch zu diesem Sieg kam es nicht, da die Stationen im Touch-Free System nicht überall korrekt programmiert waren. So liefen einige der SPORTIdent Air+ Stationen noch im Eco Mode, was dazu führte, dass Läufer teilweise umdrehen und zur Station zurücklaufen mussten. Gerade in einer Disziplin wie dem Sprint bedeuten diese Zeitverluste von wenigen Sekunden zahlreiche Platzierungen. Im Laufe des Rennens wurden die Stationen zwar ausgetauscht. Proteste nach dem Weltcup waren aber vorauszusehen.

Als Ursache war aus Schweden zu vernehmen, dass die Veranstalter noch keine Möglichkeit hatten das berührungsfreie System auszutesten. Ob natürlich gerade der Weltcup dafür geeignet ist die neue Technik erstmals auszuprobieren, ist zu hinterfragen. Zur Mitteldistanz am Sonntag steht das System vor der zweiten Bewährungsprobe in Schweden. In Deutschland kam SPORTIdent Air+ beim Orientierungslauf zur Präsentation der Sprintstaffel des Bundeskaders und beispielweise im Rahmen der Sprintserie in Dresden zum Einsatz. Mit dem in Norwegen eingesetzten berührungsfreien System gab es zur Sprintstaffel am Donnerstag keine Probleme.

Der letzte Wettkampf bei der Weltcup-Runde in Skandinavien wird am Sonntag im schwedischen Munkedal ausgetragen. Erster Start der Mitteldistanz ist 10 Uhr. Diese kann wieder über das IOF-LiveCenter verfolgt werden.


Mehr:
Homepage Veranstaltung
LiveCenter Sprint Schweden
Hintergrundinformationen Sprint bei World of O

Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 06.06.2015

© 2001-2017 TK OLImpressum