Orientierungslauf in Deutschland


Bobach und Kyburz gewinnen Langdistanz

Mit einem durchwachsenen Ergebnis starteten die deutschen Nationalläufer zur zweiten Weltcuprunde 2015 in Skandinavien. Die Sieger des Weltcups über die Langdistanz kommen aus Dänemark und der Schweiz. Beste deutsche Läuferin südlich von Halden wurde Susen Lösch (USV Jena) mit Rang 56.

Matthias Kyburz gewinnt den Weltcup über die Langdistanz.
Matthias Kyburz gewinnt den Weltcup über die Langdistanz.  Foto: Fred Härtelt

Wohl auch mit Hinblick auf die Weltmeisterschaften im kommenden Jahr reisten viele Nationalläufer aus der ganzen Welt zum Weltcup nach Norwegen. Nicht mal 8 km vom heutigen Austragungsort wird im kommenden Jahr das Wettkampfzentrum der Langdistanz entfernt sein. Im exquisiten Wald, der vom Naturschutz für ca. 200 Läufer freigegeben wurde, gingen auch fast genau die Anzahl Orientierungsläufer im Weltcup auf die Damen- und Herrenbahn.

Gelaufen wurde in einem typisch norwegischen Gelände mit Unterbewuchs, feuchten Abschnitten aber auch verhältnismäßig vielen Felsformationen und Hügeln im Osten der Karte. Ida Bobach (Dänemark) bestätigte im Damenrennen ihre gute Form der letzten Wochen und gewann vor Tove Alexandersson (Schweden) und der amtierenden Weltmeisterin über die Langdistanz Svetlana Mironova (Russland). Ähnlich wie im Herrenrennen waren neben einer guten Physis vor allem die richtige Routenwahl bei den langen Postenverbindungen sowie die richtige Technik bei den kniffligen Posten entscheidend.

Damenpodest beim Weltcup in Norwegen.
Damenpodest beim Weltcup in Norwegen.  Foto: Fred Härtelt

Susen Lösch lief ein kontinuierlich gutes Rennen wobei im zweiten Abschnitt ein dreiminütiger Fehler zu verzeichnen war. Platz 56 war das beste deutsche Ergebnis des Tages. Antraut Götsch (USV Jena) beendete das Rennen auf Rang 72, Sabine Rothaug (OSC Kassel) wurde 80.

Bei den Herren waren die Routenwahlen zu Beginn des Weltcups entscheidend. So wählte Matthias Kyburz (Schweiz) auf der langen Verbindung zu Posten 2 die schnellste Route. Auf der nächsten langen Verbindung zu Posten 6 gelang es dem Schweizer Nationalläufer auf Thierry Gueorgiou (Frankreich) aufzulaufen. Gemeinsam hielten beide das Tempo bis ins Ziel hoch. Der Schweizer gewann vor dem Franzosen und Gustav Bergmann (Schweden).

Als 78. erreichte Bjarne Friedrichs (MTV Seesen) das beste deutsche Herrenergebnis des Tages. Gleich zum Anfang des Rennens musste sich der Student zunächst wieder aus einem Schacht befreien, nachdem er bis zum Oberkörper darin verschwunden war. Auch sonst haderte Friedrichs mit seinen Routenwahlentscheidungen auf den langen Verbindungen. Matthias Kretzschmar (Post SV Dresden) merkte beim Wettkampf die deutlichen Unterschiede zwischen einem deutschen und dem norwegischen Terrain und erreichte trotz guter Form nur den 90. Rang. Bojan Blumenstein (OSC Kassel) musste aufgrund von Knieproblemen den Wettkampf vorzeitig beenden.

Susen Lösch erreicht das beste deutsche Ergebnis.
Susen Lösch erreicht das beste deutsche Ergebnis.  Foto: Fred Härtelt

Am 5. Juni folgt im Gebiet der Festung Fredriksten die Sprintstaffel. Der erste Start ist 16.30 Uhr.

Ergebnisse


Damen

1. Ida Bobach 		DEN 	1:07:17 		
2. Tove Alexandersson SWE 1:08:22
3. Svetlana Mironova RUS 1:12:45
56. Susen Loesch GER 1:27:26
72. Arntraut Goetsch GER 1:35:26
80. Sabine Rothaug GER 1:42:29


Herren

1.	Matthias Kyburz  	SUI 	1:29:57 	
2. Thierry Gueorgiou FRA 1:31:56
3. Gustav Bergman SWE 1:32:30
78. Bjarne Friedrichs GER 1:58:52
90. Matthias Kretzschmar GER 2:13:40
Bojan Blumenstein GER dnf


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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 03.06.2015

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