Orientierungslauf in Deutschland


Team Nighthawk triumphiert beim 24h-OL

Sieger des 20. Thüringer 24h-Orientierungslaufes wurde das Team Nighthawk. Lediglich dieser hochkarätig besetzten Mannschaft gelang es alle Bahnen abzulaufen. Der Sieg in der 12h-Wertung ging an ein deutsch-tschechisches Team. Beim Wettkampf in der Nähe der Bleilochtalsperre mussten viele Teilnehmer bis an ihre Grenzen gehen. Durch die sehr gute Versorgung vor Ort und das angebotene Rahmenprogramm bestanden aber auch viele Möglichkeiten die Batterien wieder aufzuladen.

Zieleinlauf der Staffel Nighthawk
Zieleinlauf der Staffel Nighthawk  Foto: Fred Härtelt

Schon am Freitagabend zeigten im Wettkampfzentrum auf dem Bauernhof in Karolinenfield alle Involvierten, dass am Wochenende etwas ganz Besonderes ansteht. Über mehrere Stunden spielte die Band AntiToXin bis kurz nach Mitternacht. Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit sich für den kommenden Wettkampf warm zu tanzen.

Am Samstag starteten dann Punkt 9 Uhr die 12- und 24h-OL Teams auf ihre Startstrecken. Die zunächst nur ganz kurz und nach dem Sichtposten sehr unterschiedlich gegabelten Bahnen gaben den Startläufern einen ersten Einblick in die kommenden Anforderungen, wobei diese je nach Himmelsrichtung sehr unterschiedlich waren.

Läufer auf der Startstrecke
Läufer auf der Startstrecke  Foto: Fred Härtelt

So konnte in den wenigen offenen Waldgebieten eine sehr hohe Laufgeschwindigkeit erreicht werden. Oft war aufgrund von Unterbewuchs, Forstarbeiten oder durch Posten in grünen Bereichen nur ein moderates Tempo möglich. Aufgrund der Auswirkungen des Orkans Kyrill war im Nordwesten der Karte das Laufen nur schwer möglich. Viele Läufer, welche die langen schweren Nachtbahnen auch in kompletter Dunkelheit absolvierten, mussten in diesem Kartenabschnitt durch die Kombination der schweren Belaufbarkeit, diffuser Vegetation und damit verbundenen hohen technischen Anforderungen Zeiteinbußen hinnehmen.

Scheinbar komplett unbeeindruckt davon zeigte sich das Team Nighthawk, welches in der Besetzung B. Blumenstein, H. Haga, A. Lubina, E. Doetsch, C. Brandt und M.-C. Böhm innerhalb von 24 Stunden alle Bahnen absolvierte und damit deutlich gewann. Siegreich in der 12h-Wertung war das Team „Achtung! Achtung! Bulldozer!“ in der Besetzung F. Flechsig, J. Neumann, V. Zakouril, und D. Wolf.

Blues Brothers zu zweit beim 12h-OL
Blues Brothers zu zweit beim 12h-OL  Foto: Fred Härtelt

Neben den obligatorischen Eierkuchen des Ausrichters sorgte das Team des Bauernhofs für eine optimale Versorgung vor Ort. So konnten die Teilnehmer nicht nur auf den Wiesen rund um den Karolinenhof campieren. Die Hallen des Hofes wurden ebenso für die Nutzung zum Waschen, Duschen und Essen umfunktioniert. Zusätzlich stellten die zahlreichen Mitarbeiter des Bauernhofes die sehr gute Essensversorgung sicher.

Nach Zielschluss am Sonntag 9 Uhr wurden zahlreiche Mannschaften und Helfer geehrt. Viele erschöpfte und zufriedene Gesichter applaudierten den Geehrten und waren sicherlich genauso stolz ihre Bahnen in 12 oder 24h absolviert zu haben. Gesamtleiter Mirko Hoppe teilte zudem mit, dass es auch in Zukunft einen 24h-OL geben soll, auch wenn er dann nach vielen Jahren nicht mehr das Zepter in der Hand behält.

Am Montag kommt im MDR Thüringen Journal nach 19 Uhr ein Bericht über den 24h-OL.


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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 17.05.2015

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