Orientierungslauf in Deutschland


3-Tage-OL-Abenteuer im Schwarzwald

In den vergangenen Jahren wurde Orientierungsläufern in Deutschland wohl selten ein so differenziertes und beeindruckendes Geländespektrum wie bei den Blackforest3days geboten. Im Rahmen des Mehrtagelaufes und Ländervergleichskampfes des Nachwuchses konnten die 1400 Läufer ihre Fähigkeiten beim Sprint, auf einer Mittel- und einer Langdistanz vergleichen. Die Sieger in den Eliteklassen kommen aus der Schweiz.

Matthias Merz gewinnt die Herren-Elite.
Matthias Merz gewinnt die Herren-Elite.  Foto: Fred Härtelt

In Freiburg begann am Freitagnachmittag der erste Mehrtagelauf seit vielen Jahren im Südwesten Deutschlands. Zahlreiche Orientierungsläufer aus der Schweiz sorgten für ein in Deutschland sonst kaum gekanntes Starterfeld. Unter diese Teilnehmer reihte sich auch die 23-fache Weltmeisterin Simone Niggli (OLV Hindelbank) sowie die amtierende Weltmeisterin über die Sprintdistanz ein. Weltmeisterin Judith Wyder (OLG Thun) musste sich auf der ersten Etappe in den Gassen der historischen Altstadt aber der Altmeisterin geschlagen geben. Das Herrenrennen gewann am Freitag Christoph Meier (OLV Baselland).

Am Samstag wurde die Langdistanz im Waldgebiet rund um den heilklimatischen Kurort Titisee-Neustadt ausgetragen. Dort erwartete die Teilnehmer auf der Karte „Eisweiher“ ein sehr unterschiedlich zu belaufendes Gelände. Sumpfige Passagen wechselten mit steilen und steinigen sowie grünen Abschnitten. Zwischendurch lockerte der teilweise wie mit einem Teppich überzogene Wald die Muskulatur der Läufer wieder auf. In den Eliteklassen setzten Simone Niggli und Matthias Merz (OLG Rymenzburg) die klaren Bestzeiten.

Nationalläuferin Christiane Tröße beim Mehrtagelauf.
Nationalläuferin Christiane Tröße beim Mehrtagelauf.  Foto: Fred Härtelt

Unmittelbar unterhalb der Adlerschanze in Hinterzarten befand sich das Start- und Zielgebiet am Sonntag. Beim Wettkampf über die Mitteldistanz mussten sich die Läufer mit dem oft sehr steilen und nicht selten schwer belaufbaren Wald mit technisch teilweise sehr hohem Anspruch auseinandersetzen. Als Tagessieger konnten Simone Niggli und Matthias Merz in den Eliteklassen auch die Gesamtwertung gewinnen. Die besten deutschen Platzierungen im Gesamtklassement erreichten Susen Lösch (6., USV Jena) sowie Sören Riechers (5., Bielefelder TG).

Begleitet wurde die Veranstaltung von ausgiebigen Regenschauern über alle drei Tage. Am für die Mehrtageläufer freien Samstagvormittag hatte der Wettergott aber ein Einsehen, so dass zumindest in diesen Stunden der Hochschwarzwald verhältnismäßig trocken erkundet werden konnte. Die Ausrichter von der Gundelfinger Turnerschaft meisterten mit dem gesamten Organisationsteam diese feuchte Gegebenheit aber genauso wie den Rest der Veranstaltung mit Bravour. Durch eine beim OL in Deutschand sonst kaum gekannte Öffentlichkeitsarbeit gelang es zudem in sehr vielen Medien die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und nicht nur in der Region nachhaltig Werbung für die Sportart Orientierungslauf zu betreiben.

Glückliche Gesichter trotz großer Anstrengung.
Glückliche Gesichter trotz großer Anstrengung.  Foto: Fred Härtelt

Gesamtwertung


Damen-Elite
(Ergebnisse 1./2./3.Etappe, Punktzahl Gesamt)

1. S. Niggli		OLV Hindelbank	16:40 min	63:10 min	35:52 min	3000 
2. R. Friederich OLG Basel 16:52 min 71:19 min 42:05 min 2726
3. L. Holer OLK Fricktal 18:35 min 76:29 min 40:08 min 2617
6. S. Lösch USV Jena 19:28 min 74:11 min 42:08 min 2558



Herren-Elite
(Ergebnisse 1./2./3.Etappe, Punktzahl Gesamt)

1. M. Merz OLG Rymenzburg 17:12 min 75:39 min 36:16 min 2973
2. C. Meier OLV Baselland 16:44 min 78:59 min 36:29 min 2952
3. F. Schneider ol norska 17:46 min 76:29 min 38:15 min 2879
5. S. Riechers Bielefelder TG 17:13 min 80:41 min 40:10 min 2813
6. Bjarne Friedrichs MTV Seesen 17:57 min 78:22 min 42:19 min 2754


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Autor: Daniel Härtelt  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 04.05.2015

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