Orientierungslauf in Deutschland


Ostern in Dänemark und Schweden

Geländewechsel und Multitechnik-OL – unter diesen Stichpunkten lässt sich das diesjährige Oster-Trainingslager des deutschen Nationalteams zusammenfassen. Im Anschluss an die „Danish Spring“-Wettkämpfe folgten zwei Trainingstage in Dänemark südlich von Hillerød, bevor das Team nach Südschweden umzog, um dort in abwechslungsreichem Gelände zahlreiche Technik-Einheiten zu absolvieren.

Veit Slodowski beim Kompasstraining
Veit Slodowski beim Kompasstraining  Foto: Nina Döllgast

Juniorentrainer Thomas Meier hatte sich für die knapp 30 Teilnehmer aus dem B-, C- und D/C-Kader ein strammes zweiteiliges Trainingsprogramm überlegt, bei dem vor allem Kompasslauf und Höhenkurven im Vordergrund standen. Nina Döllgast und Teodor Yordanov komplettierten das Trainergespann, welches in den letzten Tagen noch durch Damentrainer Jan Birnstock ergänzt wurde.

Die dänischen Wälder waren geprägt von Grabensystemen, Sümpfen und wechselnder Belaufbarkeit. Übernachtet wurde in geselligen Bungalows direkt am Meer, wo gemeinsames Kochen und Spielrunden für gute Laune sorgten und ein wenig von dem kalten Wind und dem immer wiederkehrenden Nieselregen ablenkten. Nach vier Einheiten an zwei Tagen brach das Team zunächst nach Kopenhagen auf, um dort ohne Karte die Innenstadt zu erkunden, und fuhr schließlich über die Öresundbrücke nach Schweden in die Nähe von Kristianstad.

das Team beim Einlaufen am Strand
das Team beim Einlaufen am Strand  Foto: Nina Döllgast

Die Unterbringung in der Jugendherberge Tollarp war eine gute Wahl, so fuhr man sowohl zu den Küstenwäldern als auch zu den kontinental geprägten Terrains nicht länger als 30 Minuten. In den folgenden vier Tagen wurde den Athleten in neun Trainingseinheiten alles geboten: verschiedenste Geländetypen, abwechslungsreiche Trainingsformen, jede Menge Posten, gute Verpflegung sowie jede erdenkliche Wetterlage. Die Abende wurden mit Auswertung, Spielen und jeder Menge Gesprächsstoff nicht langweilig und die Stimmung in der Mannschaft war durchweg positiv.

Die brettflachen, offenen Wälder nahe der Küste wurden für Kompass-Blindflug und Korridor-OL genutzt. Weite Sicht und gute Belaufbarkeit sorgten für ein hohes Tempo, bei dem trotzdem die nötige Konzentration im detailarmen Gelände gefragt war. Viel Isohypsen-OL wurde hingegen in den feingliedrigen und moosbewachsenen Dünen absolviert. Während dies für die Erfahreneren Kader ebenfalls eine hohe Laufgeschwindigkeit bedeutete, konnten die Jüngeren hier viel dazulernen und mit dem eigenen Tempo experimentieren. Nach dem Training ging es oft zum Auslaufen an den nunmehr sonnigen Strand, an dem wohl einige gerne länger geblieben wären. Doch das Programm ließ tagsüber wenig Freizeit zu, abgesehen von einem C-Kader-internen Fußballturnier. Für Entlastung sorgte der Umstand, dass nicht nur in Dänemark die Trainingseinheiten vom Veranstalter des „Danish Spring“ (Alleröd OK) angeboten wurden. In Schweden konnte das Festpostennetz von PAN Kristianstad verwendet werden.

die Geländevielfalt rund um Kristianstad
die Geländevielfalt rund um Kristianstad  Foto: Zusammenschnitt Nina Döllgast

Einen Kontrast zu den Küstenwäldern bildeten die kontinental anmutenden hügeligen Waldgebiete, in denen ein Intervall-Duell-OL sowie eine Mitteldistanz gelaufen wurden. Highlights waren ein Nachtsprint am Karfreitag sowie der Felsen-OL im Boulderparadies Kjugekull. Und natürlich durfte die traditionelle Ostereier-Suche am Ostersonntag nicht fehlen. In diesem Fall durchforsteten die Athleten einen Korridor auf der Suche nach Schoko-Hasen. Danach hieß es Abschied nehmen von Skandinavien und mit der Nachtfähre in Richtung Heimat fahren.


Autor: Moritz Döllgast
Eingestellt am 07.04.2015

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