Orientierungslauf in Deutschland


IOF High Level Seminar in Tallinn

73 Teilnehmer aus 18 Nationen waren beim diesjährigen High Level Seminar der International Orienteering Federation (IOF) zugegen, als man gemeinsam über die Ziele für die nächsten Jahre sprach und auf die internationalen Wettkämpfe der letzten Jahre zurückblickte. Im Fokus standen vor allem der Weltcup und die Weltmeisterschaften.

Tallinn bei Nacht
Tallinn bei Nacht  Foto: Fred Härtelt

Beiträge lieferten am vergangenen Wochenende dabei – neben der IOF – die Organisatoren der Senioren-Weltmeisterschaft 2014 aus Brasilien, der Weltmeisterschaften 2014 aus Italien und des Weltcup-Finales aus der Schweiz. Wichtige Erkenntnisse waren vor allem die gewünschte Professionalisierung, die auf allen Ebenen zunehmend notwendig wird, um den Orientierungslauf auf internationaler Ebene sichtbarer zu gestalten.

Für einen größeren Diskussionspunkt sorgte der IOF Beitrag, dass durch die Nutzung des neuen Live Centers ab 2016 keine internationalen Wettkämpfe (Weltmeisterschaften, Weltcup, Junioren-Weltmeisterschaften) mehr akzeptiert werden, die nicht eine ausreichende Bandbreite zur Verfügung stellen, um eine entsprechende Berichterstattung in den Medien zu gewährleisten. Insbesondere vor dem Hintergrund der Präsentation der letzten Weltmeisterschaften in Italien zeigt dies, dass die Anforderungen an große internationale Wettkämpfe und deren Organisatoren zunehmend höher werden. Andererseits ist genau dies die Voraussetzung, um auch in Zukunft stärker in den Medien wahrgenommen zu werden. Der Beitrag eines sehr erfahrenen norwegischen Experten und früheren Eurosport Mitarbeiters war in diesem Zusammenhang ein wichtiger Beitrag, wie man die Aufmerksamkeit in den Medien stimulieren kann. GPS ist nach diesem Beitrag eine unabdingbare Voraussetzung, um für Zuschauer attraktiv zu sein und auch in Zukunft stärker wahrgenommen zu werden.

Tagung IOF High Level Seminar
Tagung IOF High Level Seminar  Foto: Fred Härtelt

Es erfolgte außerdem eine Kurzpräsentation über die Nutzung von Smartphones als Einstieg in den Orientierungslauf, um ein neues Publikum für diese Sportart zu begeistern und um langfristig auch neuen Zielgruppen zu vermitteln was Orientierungslauf eigentlich ist. Ein weiterer Punkt war der Status der Weltmeisterschaften 2015, 2016 und 2017, welche durch die jeweiligen Organisatoren kurz präsentiert wurden. Abgerundet wurde das Programm durch informative Tagungspausen und ein gemeinsames Abendessen, bei dem vor allem ein Austausch mit den Offiziellen der IOF aus der Schweiz und dem sehr jungen Organisatoren-Team der Senioren-Weltmeisterschaften 2016 in Estland stattfand.

Tallin ist also spätestens 2016 wieder eine Reise wert. Ein Jahr später werden zudem die regulären Weltmeisterschaften in Estland ausgetragen.


Mehr:
Programm IOF High Level Seminar
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Autor: Fred Härtelt
Eingestellt am 08.02.2015

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