Orientierungslauf in Deutschland


Erster Ski-OL mit SPORTident Air+ in Tschechien

Das Ski-OL-Wettkampfwochenende des TJ Slovan Zdravotník Praha lockte über den Monatswechsel knapp 200 Leute – ein Zehntel davon Deutsche – in die Skiregion Šachty bei Vysoké nad Jizerou zwischen dem Iser- und Riesengebirge. Eingebettet in die Tschechischen Ski-OL-Meisterschaften Lang, den Czech Cup sowie die Czech rang list Ski-O waren zwei Ski-O-BRL-Läufe und zwei World-Ranking-Events. Während das berührungslose SI-System Air+ im Ski-O, MBO und selbst im Sprint-OL auf internationaler Ebene kein Novum mehr ist, war es das hier.

zufrieden geschafft - die Langdistanz am Samstag
zufrieden geschafft - die Langdistanz am Samstag  Foto: Wieland Kundisch

Die Langstrecke am Sonnabend wurde in den Hauptklassen im Massenstart mit Schlaufen und Kartenwechsel ausgetragen, führte durch kleinere Waldgebiete und mehrheitlich über hanglastige Felder, auf denen eine Vielzahl Motorschlittenspuren gezogen wurden waren. Neuschnee erhöhte den Kraftaufwand voranzukommen und stellte „shortcuts“ (Abkürzungen) öfter in Frage – für die schnelleren und kräftesparenderen Varianten zum nächsten Posten.

Harald Männel vom OL-Team Wehrsdorf, vor Kurzem auf der Lenzerheide in der Schweiz 2-fach Seniorenweltmeister der H60 geworden, gewann auch hier und das in der H45. Marit Heinemann (SV Robotron Dresden) siegte ebenfalls, in der D14. Ihre Schwester Wenke, 10 Jahre jung, stand ihr insofern in nichts nach, als dass sie versehentlich die D17-Bahn erhaltend diese als 8. von 13 jungen Frauen bewältigte.

Tschechische Meister wurden deutlich Helena Randáková sowie mit über 20 gelaufenen Kilometern zuzüglich reichlich Höhenmetern Petr Horvát in 90min.

ab durchs Ziel - SI "touch free"
ab durchs Ziel - SI "touch free"  Foto: Wieland Kundisch

Ein Nachtsprint forderte etwa die Hälfte der angereisten Teilnehmer nach Sonnenuntergang – Start neben der Kirche im Dorf. Auch hier hatten die Prager Ausrichter für ein feingliedriges Loipennetz und kurzweilige Bahnen in einem kleinen Park und auf einer großen Hangwiese gesorgt. Unbeleuchtete Posten mussten genau anorientiert werden.

Am Sonntag schloss eine Mitteldistanz das Wettkampfgeschehen. Marit und Harald (zeitgleich mit einem Tschechen) dominierten wiederum ihre Startklassen.
Die Strecken wurden im Anfangsteil o-technisch weniger anspruchsvoll als am Vortag befunden, blieben dort läuferisch selektiver, aber fehlerfrei blieben auch nur einzelne Läufer.
Den WRE gewann bei den Damen diesmal Katerina Kašková und bei den Herren Jirí Bouchal.

Die MTK-Bad-Harzburger Pia Buchholz und Matti Bruns nutzten die Läufe als direkte Vorbereitung auf die JEM in Norwegen in einer Woche, auf die sie sich freuen.

Reichlich Schnee, einstellige Minusgrade und Bewölkung mit teilweise leichtem Schneefall sorgten für relativ gute Skilaufbedingungen und brachten auch viele andere Wintersportler ins nahe Umfeld.

erfreute Gewinner - der Mittelstrecke am Sonntag
erfreute Gewinner - der Mittelstrecke am Sonntag  Foto: Wieland Kundisch

Bleibt die Erinnerung, dass die Hälfte „unserer“ Ski-OL 2015 in Nachbarländern organisiert werden und das gut, wobei nicht alles perfekt bzw. wie in den ganz großen (Ski-)OL-Nationen abläuft. Und dass gerade auch ausländische Wettkämpfer angehalten sind, sich über Ausschreibung und Hinweise zu informieren, um möglichst weder am „self-made-Kartenwechsel“ zu scheitern noch zu spät zum entfernteren Start zu gelangen und auch nicht frühzeitig durchs Ziel die SI-Active-card auszuschalten. Die dort wie auch an den Posten bei Aufmerksamkeit im Grunde verlässlich und im Vorbeischnellen funktionieren – und das "aktiv" verlauten.

Auch zu den nächsten Ski-OL-BRL samt DM/DBK Mittel im tschechischen Abertamy am 21./22.2., die wiederholt um ein Jahr verschoben wurden waren, und nahe des Ski-O-Weltcupgeländes 2016 stattfinden, ist vereinbart, Air+ wieder einzusetzen.


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Autor: Wieland Kundisch  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 03.02.2015

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