Orientierungslauf in Deutschland


2015 stehen endlich die Deutschen Meister von 2014 fest

Ein Kuriosum: Der Nachholtermin des Nachholtermins rutschte ins nächste Jahr hinein. So fanden die Deutschen Meisterschaften im Ski-Orientierungslauf für 2014 drei Tage nach dem Jahreswechsel statt. In Bernau im Hochschwarzwald ging es um die Entscheidung über die Langdistanz. Den Titel bei den Damen gewann Christiane Tröße (SV TU Ilmenau). Bei den Herren siegte Eike Bruns (MTK Bad Harzburg).

Rot dominiert: Massenstart zum Swiss-Cup und den Deutschen Meisterschaften über die Langdistanz.
Rot dominiert: Massenstart zum Swiss-Cup und den Deutschen Meisterschaften über die Langdistanz.  Foto: Michaela Bruns

Unweit des Feldbergs, der höchsten Erhebung des Schwarzwalds, wartete auf die Ski-Orientierungsläufer ein anspruchsvoller Wettkampf, der für die Elite als Massenstartrennen mit Schlaufen ausgetragen wurde. Zwischen Hochlagen und tief eingeschnittenen Tälern ging es, wie es sich für eine Langstrecke gehört, vor allem um Routenwahlen. Die Witterung ließ reguläre Bedingungen noch zu.
Zwar hatte Tauwetter der Winterwunderlandschaft binnen 24 Stunden stark zugesetzt. Im gesamten großflächigen Wettkampfgebiet war aber noch überall genügend Schnee vorhanden. Das Rennen war zudem rechtzeitig beendet, ehe Dauerregen und Sturmböen einsetzten.

Die Deutsche Meisterin Christian Tröße (M.) umrahmt von Wettkampfleiter Bernd Kohlschmidt, Vizemeisterin Anke von Gaza sowie den Platzierten Rieke Bruns und Tanja Buchholz (v.li.).
Die Deutsche Meisterin Christian Tröße (M.) umrahmt von Wettkampfleiter Bernd Kohlschmidt, Vizemeisterin Anke von Gaza sowie den Platzierten Rieke Bruns und Tanja Buchholz (v.li.).  Foto: Eike Bruns

Das Ausrichterteam von BSV Bergkristall Freiberg und Ski-O Swiss rund um Wettkampfleiter Bernd Kohlschmidt hatte eine solide Veranstaltung auf die Beine gestellt. Mehr alsentäuschend war allerdings die geringe deutsche Beteiligung. Zu den ohnehin nicht üppigen Meldezahlen kamen zahlreiche "Last-Minute-Absagen". So mussten die schweizer Teilnehmer für ein vernünftiges Starterfeld sorgen. Für sie war der Weltranglistenlauf zudem der erste Lauf zum Swiss-Cup dieser Saison.
Ebenso zählten die Deutschen Meisterschaften als erster Bundesranglistenlauf. Ursprünglich waren die Titelkämpfe über die Langdistanz im Frühjahr 2014 geplant, mussten aber wegen Schneemangels abgesagt werden. Kurz vor Weihnachten bot sich dann noch einmal die Gelegenheit, die Meisterschaften nachzuholen, doch der Schnee blieb aus. Dann hatte Frau Holle ein Einsehen und sorgte ab dem Weihnachtsfest für ausreichend weiße Pracht. Es waren somit die ersten deutschen Ski-OL-Meisterschaften im Schwarzwald.

Bei dieser taten sich aber vor allem die Schweizer hervor. Favorit Andrin Kappenberger (GS Molinera) lief klar die schnellste Zeit bei den Herren, auch wenn er mit 1:53 Stunden die geplante Siegerzeit von 90 Minuten nicht erreichen konnte. Zu anspruchsvoll waren die gut 30 Kilometer Idealroute. Auch bei den Damen setzte sich mit Carmen Strub (OLG Chur) erwartungsgemäß die Favoritin deutlich durch. Hinter der besten Deutschen, Christiane Tröße, holte sich Anke von Gaza (OLV Uslar) Silber. Rieke Bruns (MTK Bad Harzburg) gewann das vereinsinterne Duell um die Bronzemedaille gegen Tanja Buchholz.
Vereinsintern blieb es am Ende auch bei den Herren, da Eike Bruns vor seinem Bruder Thilo gewann.
Das Wochenende ging mit dem 2. Bundesranglistenlauf und dem 2. Swiss-Cup am Sonntag über die Sprintdistanz zu Ende.


Mehr:
Ergebnisse der Deutschen Meisterschaften im Ski-Orientierungslauf 2014 über die Langdistanz
Ergebnisse 2. BRL am 4.1.2015

Autor: Eike Bruns  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 03.01.2015

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