Orientierungslauf in Deutschland


Erfolgreicher Auftakt bei der JEM

Im ersten Rennen bei der Jugend-EM in Mazedonien durfte sich das deutsche Team gleich über zwei Top-10 Platzierungen freuen. In Starterfeldern mit etwa 100 Läufern, konnten Dorothea Müller (Post SV Dresden) Siebte in der W-18 und Birte Friedrichs (MTV Seesen) Achte in der W-16 werden. Das Sprintgelände in der Innenstadt von Strumica erwies sich dabei als anspruchsvoller als zunächst von vielen erwartet. Die angekündigten Parkpassagen fehlten sogar völlig.

Patricia Siegert und Paula Mühlstein
Patricia Siegert und Paula Mühlstein  Foto: Nationalteam

Birte Friedrichs sagte über ihr Rennen: „Ich hatte heute einen guten Lauf! Am Anfang verpasste ich in einer kleinen Gasse einen Abzweig. Das kostete etwa 10 Sekunden. Und am Ende kam alles so schnell, da habe ich einfach immer die erste Route genommen, die ich gesehen habe.“ Ähnlich gut klappte es auch bei den beiden JEM-Neulingen Mareike Seeger (Baiersdorfer SV) und Paula Mühlstein (OSC Kassel), die in der W-16 als 16. und 25. positiv überraschen konnten.

Die für ihre verletzte Schwester nachnominierte Mareike fasste nach dem Lauf zusammen: „Für mich war es eigentlich ein nahezu perfekter Lauf. Zum Anfang kam ich sehr gut zurecht, machte nur einen ganz kleinen Routenwahlfehler. Im zweiten Teil des Laufes musste ich an den Posten meist kurz stehen bleiben, um genau zu schauen, wo ich langlaufen wollte.“

Mark Otto bei der JEM
Mark Otto bei der JEM  Foto: Nationalteam

Den Dresdnerinnen Patricia Siegert und Ellen Klüser gelang das leider am heutigen Tage nicht. Beide überliefen einen Posten und fanden sich im hinteren Teil des Feldes wieder. Und auch die Jenaerin Leonore Winkler haderte mit ihrem 39. Platz. Das Trio hofft auf der morgigen Langdistanz auf eine bessere Plazierung.

Bei den Jungs überzeugte vor allem Veit Slodowski (USV Jena) als 17. in der H-16. Er verlor leider mehrfach Zeit, als er am Posten nicht sicher war, ob er auch wirklich korrekt gestempelt hatte und noch einmal zurücklaufen musste. Unser stärkster H-18er Mark Otto (Kaulsdorfer OLV) patzte gleich auf dem Weg zum ersten Posten, rannte zu weit und verlor ein paar Sekunden. Auch auf der weiteren Strecke ließ er hier und da ein paar Sekunden liegen. So reichte es für ihn nur zu Platz 27.

Erik Döhler erwischte leider einen „gebrauchten Tag“. Magenprobleme ließen einen Einsatz erst fraglich erscheinen. Er probierte es trotzdem, jedoch kam am Ende der Strecke noch ein größerer Fehler hinzu, als er kurz vor dem Zuschauerposten ein Gebäude und somit den Posten überlief und es reichte nur für den 50. Platz. Auch Tobias Spangenberg in der H16 und Korbinian Lehner in der H18, beide vom OLG Regensburg, zeigte sich nicht gänzlich zufrieden mit ihrem Lauf, beide machten größere Fehler auf der anspruchsvollen Sprintbahn und landeten auf dem 52. bzw. 75. Platz. Ole Hennseler vom MTV Seesen zeigte einen soliden Lauf und erreichte einen guten 31. Platz.

Die vier Goldmedaillen gingen an Ricardo Esteves (POR, M-16), Simona Aebersold (SUI, W-16), Olli Ojanaho (FIN, M-18) und Weronika Cych (POL, W-18).


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Autor: Jan Birnstock, Thomas Rewig
Eingestellt am 26.06.2014

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