Orientierungslauf in Deutschland


BRL-Wochenende in Hetzdorf

Gehetzt wurde niemand an diesem Wochenende im Tharandter Wald südwestlich von Dresden, stattdessen galt es, sich seine Kräfte über die beiden Langstrecken-BRL gut einzuteilen. Eingeladen hatte der USV TU Dresden und auch wenn es diesmal keinen Meistertitel zu holen gab, reisten ganze 470 Läufer aus Deutschland und darüber hinaus in den Kurort Hetzdorf.

Hans-Jürgen Nitsche, SV Handwerk Erfurt
Hans-Jürgen Nitsche, SV Handwerk Erfurt  Foto: Eleonore Pohl

Das weitläufige Wettkampfzentrum, ein Lehrobjekt der Forsthochschule Tharandt, das sich auch als Campingplatz gut machte, vermittelte unmittelbaren Anschluss an die Karte, die den Sportlern ein abwechslungsreiches Terrain bot. Abwechslungsreich bedeutet natürlich nicht, dass überall gefegter Hochwald zum Hetzen einlud. Denn in dem einen oder anderen Brombeerfeld kamen die Wettkämpfer nur langsam voran. Die von Kerstin Hellmann, Jonas Kjäll und Kay-Uwe Kaufmann kreierten Bahnen ließen keinen Anspruch missen. Trotz der hohen Kilometerzahl – vor allem natürlich in der Herren- und Damen-Elite (15,3 bzw. 9,7 km am Samstag und 12,7 bzw. 7,8 km am Sonntag) – haben die langen Läufe nicht nur Anstrengung, sondern hoffentlich vor allem auch Spaß gebracht.

Susann Jahn, SV Robotron Dresden
Susann Jahn, SV Robotron Dresden  Foto: Wieland Kundisch

Die hier vor einigen Tagen prophezeiten Favoriten bewiesen sich tatsächlich als Podestkandidaten. So gewann Sören Lösch (USV Jena) am Samstag die Eliteklasse der Herren vor Matthias Kretzschmar (Post SV Dresden) und Sören Riechers (Bielefelder TG), ebenso gelang dies Anne Heinemann (SV Robotron Dresden) bei den Damen, gefolgt von Anna Kraj (OLF Mainz) und Katrin Lorenz-Baath (TSV Jetzendorf).
Am Sonntag mussten sich die Vortagessieger jeweils mit Rang 2 zufrieden geben. Stattdessen dominierte Immanuel Berger (Gundelfinger TS) die Herren-Elite und gewann vor Sören Lösch und Matthias Kretzschmar. In der Damenelite konnte man Hanka Straube (SV Lengefeld) zum Sieg gratulieren, Anna Kraj folgte hinter Anne Heinemann auf dem dritten Platz.

In den Jugendklassen D/H-16 und D/H-18 bereiteten sich die deutschen Nachwuchskader unter Wettkampfbedingungen letztmalig gezielt auf die Jugend-Europameisterschaften vor, die in zwei Wochen in Mazedonien beginnen wird. Bei teils knappen Entscheidungen präsentierte sich das deutsche JEM-Team in sehr guter Form und lässt auf eine Wiederholung der exzellenten Vorjahres-Ergebnisse hoffen.

Siegerehrung D/H16, Sonntag
Siegerehrung D/H16, Sonntag  Foto: Wieland Kundisch

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Autor: Sophie Gruschka/Jan Müller
Eingestellt am 16.06.2014

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