Orientierungslauf in Deutschland


XXII. Sächsisch-BÖHMISCHE OL-Tage

Die als SAXBO bekannten Orientierungsläufe fanden dieses Jahr als Wettkämpfe zur Böhmischen Rangliste für einmal ausschließlich in Tschechien statt. Sie lockten über Pfingsten rund 1500 Orientierungssportler nach Mnisek an den Westrand des Isergebirges – darunter etwa 275 deutsche Starter, die der Hitze trotzend reizvolle und härte Läufe erleben durfen. Neben Sachsen waren auch zahlreiche Läufer aus entfernteren Gegenden angereist.

D16- und H16-Sieger Birte und Ole vom MTV Seesen
D16- und H16-Sieger Birte und Ole vom MTV Seesen  Foto: Wieland Kundisch

Neben dem OK Chrastava organisierten traditionell die beiden Zittauer OL-Vereine die attraktiven Wettkämpfe – wenn auch diesmal keinen im Zittauer Gebirge. Die Orientierungsläufe nördlich Liberec‘ standen an den westlichen Ausläufern des graniten Jizerské hory denen in Sandsteingebieten der vergangenen Jahre in nichts nach.
Das steile, mit Steinfeldern und Bruchholz durchsähte Gelände forderte bewegliche Beine und Kraft, die Karte genaues Lesen sowie Generalisierungsgabe. Selbst in 1:10.000 war sie manchem zu feingliedrig. „Stop and go“ blieb zuweilen die beste Wahl, um die Posten auf den durchdachten Bahnen sicher und auf schnellster Route anzusteuern.

Gewinner der H18 und D18 Markus und Dorothea aus Dresden
Gewinner der H18 und D18 Markus und Dorothea aus Dresden  Foto: Wieland Kundisch

Auf der Langdistanz am Sonnabend, einem sächsischen Landesranglistenlauf, kamen damit in den Jugendklassen deutsche Nachwuchsläufer erfreulich erfolgreich zurecht. So stand Birte Friedrichs zusammen mit ihrem Seesener Vereinskollegen Ole Hennseler zuoberst auf dem Podest der 16er-Hauptklassen. Genauso wie in der 18 die Dresdner Dorothea Müller und Markus Grätsch, die wie D20-Siegerin Patricia Nieke in Tschechien für Turnov laufen, und die alle drei ihre ersten Plätze am Sonntag wiederholten. Höhere Gewalt bzw. der Appetit eines Marders an Autoschläuchen verhinderte den Doppelsieg auch in der 20.
In folgenden Altersklassen der Hauptkategorien gewannen folgende weitere Deutsche: H45 Andreas Lückmann und D50 Karin Kraemer, beide vom Post SV Dresden, D55 Angelina Kuleva, H60 Manfred Hickethier (für Slavia Liberec orienteering startend) und H70 Tassilo Schmalfeld, alle drei vom SSV Planeta Radebeul, sowie D75 Brigitte Schmiedeberg vom SV Turbine Neubrandenburg.
Am Sonntag setzte sich H16er Quirin Lehner von der OLG Regensburg auf einer Mittelstrecke an die Spitze und setzten sich Karin und Tassilo wiederum gegenüber ihrer Konkurrenz durch.

die Wettkampfwiese unter heißer Sonne und vor schattigen Höhen
die Wettkampfwiese unter heißer Sonne und vor schattigen Höhen  Foto: Wieland Kundisch

Die Eliteklassen entschieden Sonnabend Iva Rufferová (OOB TJ Turnov) und Michal Horáèek (Slavia Liberec orienteering), Sonntag Bohdana Heczková (Slavia Liberec orienteering) und Pavel Kubát (OK 99 Hradec Králové) für sich bzw. für ihre Vereine. Bei solcher Konkurrenz konnten sich hier die vereinzelten deutschen Starter in dem schönen, ruppigen Gelände mit echten „Felsspezialisten“ vergleichen.

EM-Läufer Felix Späth führte am Sonnabend vom 11. Posten an, verlor zum 15. aber leider reichlich Zeit und Plätze.

Selbst eine "warm up"-Karte stand den Wettkämpfern zur Verfügung.
Laufzeiten mitunter über dem 10er-Schnitt lagen hauptsächlich an dem läuferisch und o-technisch anspruchsvollen Terrain und Fehlern, weniger direkt an den hohen Temperaturen.
Auf der Lang waren Getränkeposten die begehrtesten. Tschechischen Humor bewies das Angebot an einem solchen auch ein Bier zu sich zu nehmen.


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Ergebnisse

Autor: Wieland Kundisch  (Team für Öffentlichkeitsarbeit)
Eingestellt am 10.06.2014

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